Scamorza für schmelzende, würzige Schichten
Scamorza wird klein gewürfelt zwischen den Lasagneblättern verteilt. Sie schmilzt beim Backen und ergänzt das Ragù mit einer würzigen, leicht elastischen Käsetextur.
Lasagne aus den Abruzzen
Herzhafte Lasagne aus den Abruzzen mit langsam gekochtem Ragù, kleinen Polpette, gekochten Eiern, Scamorza und Pecorino. Die Schichten kommen ohne Béchamel aus und werden im Ofen goldbraun gratiniert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese Lasagne abruzzesi verbindet kräftiges Ragù mit kleinen, angebratenen Polpette, gekochten Eiern, würziger Scamorza und fein geriebenem Pecorino. Durch das langsame Köcheln bleibt die Sauce saftig, während die Käse und die Einlagen zwischen den Lasagneblättern für herzhafte, klar erkennbare Schichten sorgen. Nach einer kurzen Ruhezeit lässt sich die Lasagne sauber in Quadrate schneiden und warm servieren.
Die Lasagne ist oben goldbraun gratiniert, an den Rändern leicht blubbernd und im Inneren saftig. Weiche Lasagneblätter treffen auf kräftiges Ragù, kleine zarte Polpette, cremig schmelzende Scamorza, würzigen Pecorino und feste Scheiben gekochten Eis.
Schritt für Schritt
30 ml Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel, Möhre und Staudensellerie bei mittlerer Hitze 8 bis 10 Minuten weich dünsten, ohne das Gemüse stark zu bräunen.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich und leicht glasig, aber nicht stark gebräunt.
Das Rinderhackfleisch dazugeben und unter Rühren 6 bis 8 Minuten anbraten, bis es krümelig ist und keine rohen Stellen mehr sichtbar sind. Mit dem Rotwein ablöschen und 2 bis 3 Minuten einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Das Hackfleisch ist krümelig angebraten und der Rotwein ist deutlich reduziert.
Wichtig: Rohes Hackfleisch getrennt von verzehrfertigen Zutaten verarbeiten und Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.
Passierte Tomaten, Wasser, Lorbeerblatt, Salz und etwas schwarzen Pfeffer einrühren. Das Ragù aufkochen, dann zugedeckt 60 Minuten leise köcheln lassen und zwischendurch umrühren. Falls es zu stark eindickt, einen kleinen Schuss Wasser ergänzen.
Daran erkennst du es: Das Ragù ist eingekocht, aber noch saftig und gut streichfähig.
Die 4 Eier in einem kleinen Topf mit Wasser bedecken, aufkochen und 9 Minuten hart kochen. Kalt abschrecken, vollständig abkühlen lassen, pellen und in dünne Scheiben schneiden.
Daran erkennst du es: Das Eiweiß ist fest und das Eigelb vollständig gestockt.
Wichtig: Die Eier vollständig durchgaren und nach dem Abkühlen zügig weiterverarbeiten.
Rinderhackfleisch, Ei, Semmelbrösel, Pecorino, Petersilie, Salz und schwarzen Pfeffer gründlich vermengen. Mit angefeuchteten Händen etwa 24 kleine Bällchen von ungefähr 2 cm Durchmesser formen.
Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig vermischt und die Bällchen sind kompakt geformt.
Wichtig: Die rohen Polpette bis zum Anbraten gekühlt und getrennt von verzehrfertigen Zutaten halten.
20 ml Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Die Polpette portionsweise rundherum 5 bis 6 Minuten anbraten. Sie müssen noch nicht vollständig durchgegart sein. In den letzten 15 Minuten der Ragù-Garzeit in das Ragù geben und vorsichtig darin fertig garen.
Daran erkennst du es: Die Polpette sind außen gebräunt und im Ragù vollständig durchgegart.
Wichtig: Hackfleischbällchen vor dem Servieren vollständig durchgaren; im Zweifel eine Polpette öffnen und die Mitte prüfen.
Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Auflaufform von etwa 30 x 22 cm mit Butter ausstreichen. Etwas Ragù auf dem Boden verteilen.
Eine Lage Lasagneblätter auflegen. Darauf jeweils etwas Ragù, einige Polpette, Eierscheiben, Scamorza und Pecorino verteilen. Die Zutaten so aufbrauchen, dass mehrere gleichmäßige Schichten entstehen. Jede Lage Lasagneblätter muss vollständig mit Ragù bedeckt sein.
Daran erkennst du es: Die Zutaten sind gleichmäßig verteilt und keine Lasagneblätter bleiben trocken oder unbedeckt.
Mit einer letzten Lage Lasagneblätter abschließen. Das restliche Ragù darauf verteilen, mit der übrigen Scamorza und dem restlichen Pecorino bestreuen und die Oberfläche mit den verbleibenden Butterflöckchen belegen.
Daran erkennst du es: Die oberste Lasagneblattschicht ist vollständig mit Ragù bedeckt.
Die Lasagne 35 bis 40 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist und die Sauce an den Rändern leicht blubbert. Vor dem Anschneiden 15 Minuten ruhen lassen. In Quadrate schneiden und warm servieren.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun, die Sauce blubbert leicht an den Rändern und die Lasagne ist durchgehend heiß.
Wichtig: Die Form vorsichtig aus dem Ofen nehmen und vor dem Anschneiden kurz abkühlen lassen.
Gut zu wissen
Scamorza wird klein gewürfelt zwischen den Lasagneblättern verteilt. Sie schmilzt beim Backen und ergänzt das Ragù mit einer würzigen, leicht elastischen Käsetextur.
Pecorino würzt sowohl die Polpette als auch die Oberfläche und die Zwischenschichten der Lasagne. Dadurch zieht sich sein salzig-würziger Geschmack durch das gesamte Gericht.
Die frischen Lasagneblätter werden direkt in die Form geschichtet. Entscheidend ist, dass jede Lage vollständig mit Ragù bedeckt wird.
Schmilzt ähnlich wie Scamorza, schmeckt jedoch etwas weniger rauchig und würzig.
Scamorza im gleichen Gewicht durch milden Provolone ersetzen und den Käse ebenfalls klein würfeln.
Das Gemüse bei mittlerer Hitze weich dünsten und nur leicht glasig werden lassen.
Falls nur einzelne dunkle Stellen entstanden sind, diese vor dem Ablöschen entfernen; bei deutlich bitterem Geschmack das Ragù neu ansetzen.
Das Ragù saftig halten und jede Lage Lasagneblätter mit Sauce bedecken.
Vor dem Backen zusätzlich etwas Ragù auf trockene Stellen geben; nach dem Backen lässt sich eine zu trockene Lasagne nur begrenzt ausgleichen.
Kleine, möglichst gleich große Polpette formen.
Größere Bällchen länger im Ragù fertig garen und vor dem Schichten gegebenenfalls halbieren.
Die Lasagne vor dem Anschneiden 15 Minuten ruhen lassen.
Einzelne Portionen vorsichtig mit einem breiten Pfannenwender ausheben und die restliche Form länger ruhen lassen.
Häufig gefragt
Nein. Die Lasagne abruzzesi wird ohne Béchamel geschichtet. Ihre saftige Struktur entsteht durch das Ragù sowie durch Scamorza, Pecorino, Eier und kleine Polpette.
Milder Provolone eignet sich als klar gekennzeichnete Alternative. Er schmilzt ähnlich, schmeckt aber etwas weniger rauchig und würzig.
Nein. Sie werden zunächst rundherum angebraten und anschließend in den letzten 15 Minuten der Ragù-Garzeit vorsichtig in der Sauce fertig gegart.
Die 15-minütige Ruhezeit lässt die Schichten stabiler werden. Dadurch kann die Lasagne sauberer in Quadrate geschnitten und warm serviert werden.
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