Lardo einkaufen
Lardo ist mild gesalzener, luftgereifter Rückenspeck. Du findest ihn in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Metzgereien oder an größeren Feinkosttheken.
Handgeformte Pasta aus Emilia-Romagna
Kleine handgeformte Muldenpasta aus Piacenza trifft auf einen sämigen Sugo aus Borlotti-Bohnen, passierten Tomaten, Lardo und Grana Padano.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pisarei e fasö sind eine rustikale Spezialität aus Piacenza in der Emilia-Romagna. Der Teig aus Weizenmehl und eingeweichtem Paniermehl wird zu feinen Röllchen geformt und mit dem Daumen zu kleinen Mulden gedrückt. In einem herzhaften Bohnen-Tomatensugo nehmen die Mulden besonders viel Sauce auf; Lardo, Butter, Petersilie und Grana Padano runden den Teller ab.
Die Pisarei sind weich und zugleich leicht bissfest, mit kleinen Mulden voller sämigem Sugo. Borlotti sorgen für eine cremige, erdige Note, Tomate für milde Fruchtigkeit, Lardo für würzige Tiefe und Grana Padano für einen salzig-nussigen Abschluss.
Schritt für Schritt
Die getrockneten Borlotti in der großen Schüssel mit 1,5 l Wasser bedecken und 12–24 Stunden quellen lassen. Anschließend abgießen und abspülen.
Daran erkennst du es: Die Bohnen sind sichtbar aufgequollen.
Die eingeweichten Bohnen mit 2,5 l frischem Wasser, der halbierten Zwiebel und 15 ml Olivenöl in den großen Topf geben. Ohne Salz 60–90 Minuten leise kochen, bis die Bohnen weich sind, aber noch ihre Form behalten. 250 ml Kochwasser abnehmen, die Bohnen abgießen und die Zwiebel entfernen.
Daran erkennst du es: Die Bohnen sind weich, behalten aber ihre Form.
Das Paniermehl in die Rührschüssel geben, mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und gründlich verrühren. 5 Minuten quellen lassen.
Daran erkennst du es: Das Paniermehl ist vollständig befeuchtet.
Wichtig: Vorsichtig mit dem kochenden Wasser arbeiten.
Mehl und Salz zum eingeweichten Paniermehl geben. Nach und nach 170 ml heißes Wasser einarbeiten und alles 8–10 Minuten zu einem weichen, elastischen Teig verkneten. Falls der Teig noch trocken wirkt, bis zu 20 ml zusätzliches heißes Wasser einarbeiten. Den Teig abdecken und 30 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist weich und elastisch und wirkt nicht mehr trocken.
Wichtig: Heißes Wasser vorsichtig unterarbeiten und den Teig vor dem Kneten kurz abkühlen lassen.
Lardo, Butter und 15 ml Olivenöl im breiten Topf bei niedriger bis mittlerer Hitze erwärmen. Die Zwiebel 6–8 Minuten weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen. Die Hälfte der Petersilie, die passierten Tomaten, die gekochten Bohnen, 150 ml Bohnenkochwasser, Pfeffer und Salz hinzufügen. Den Sugo 25–30 Minuten leise köcheln lassen. Dabei einige Bohnen mit dem Kochlöffel zerdrücken, damit die Sauce sämig wird. Bei Bedarf weiteres Bohnenkochwasser zugießen.
Daran erkennst du es: Der Sugo ist sämig und die Bohnen sind vollständig heiß.
Den Teig in Portionen teilen und auf der leicht mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche zu etwa 5 mm dicken Rollen ausrollen. Davon rund 1 cm lange Stücke abtrennen. Jedes Stück mit dem Daumen leicht über das Brett drücken, sodass eine kleine Mulde entsteht. Die Pisarei mit etwas Abstand auf der bemehlten Fläche bereitlegen.
Daran erkennst du es: Jedes Teigstück hat eine erkennbare kleine Daumenmulde.
4 l Wasser mit 25 g Salz im großen Topf aufkochen. Die Pisarei portionsweise hineingeben und vorsichtig umrühren. Sobald sie an die Oberfläche steigen, noch etwa 2 Minuten garen. Mit der Schaumkelle herausheben und direkt in den heißen Bohnensugo geben.
Daran erkennst du es: Die Pisarei steigen an die Oberfläche und sind nach weiteren etwa 2 Minuten gar.
Wichtig: Mit kochendem Wasser und der Schaumkelle vorsichtig arbeiten.
Die Pisarei 1–2 Minuten im Sugo schwenken. Falls die Sauce zu dick ist, etwas Kochwasser der Pasta ergänzen. Den Topf vom Herd nehmen, den Grana Padano und die restliche Petersilie unterheben und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Die Pasta ist vollständig mit dem sämigen Sugo überzogen.
Gut zu wissen
Lardo ist mild gesalzener, luftgereifter Rückenspeck. Du findest ihn in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Metzgereien oder an größeren Feinkosttheken.
Die getrockneten Borlotti werden zunächst eingeweicht und anschließend ohne Salz weich gekocht. Sie sollen am Ende weich sein, aber noch ihre Form behalten.
Grana Padano wird nach dem Garen untergehoben. So verbindet er sich mit dem heißen Sugo, ohne dass der Käse beim starken Kochen seine cremige Wirkung verliert.
Der Sugo wird weniger würzig und weniger rund.
Lardo einfach weglassen und den Sugo mit Butter und Olivenöl zubereiten.
Die Bohnen 60–90 Minuten leise kochen und vor dem Abgießen prüfen, ob sie weich sind, aber noch ihre Form behalten.
Die Bohnen mit etwas Wasser weitergaren, bevor sie in den Sugo kommen.
Das heiße Wasser nach und nach einarbeiten und bei Bedarf bis zu 20 ml zusätzliches heißes Wasser verwenden.
Etwas zusätzliches heißes Wasser einkneten und den Teig erneut kurz ruhen lassen.
Die Arbeitsfläche leicht bemehlen und die Pisarei mit etwas Abstand bereitlegen.
Die Stücke vorsichtig voneinander lösen und mit wenig Mehl bestäuben.
Etwas Kochwasser zurückbehalten und den Sugo bei Bedarf schrittweise verdünnen.
Während des Schwenkens kleine Mengen Pastakochwasser einarbeiten.
Die Pasta nach dem Aufsteigen noch etwa zwei Minuten garen und anschließend direkt in den Sugo geben.
Die Pisarei sofort abgießen und nur kurz im Sugo schwenken.
Die Borlotti können 12–24 Stunden vor der weiteren Zubereitung eingeweicht werden. Danach abgießen und abspülen.
Häufig gefragt
Die Bohnen werden in diesem Rezept ohne Salz gekocht und erst im Sugo gewürzt. So bleibt der im Rezept vorgesehene Ablauf erhalten.
Den Teig zu etwa 5 mm dicken Rollen ausrollen, rund 1 cm lange Stücke abtrennen und jedes Stück mit dem Daumen leicht über das Brett drücken. Dadurch entsteht die charakteristische kleine Mulde.
Ja. Der Lardo kann weggelassen werden; der Sugo wird dadurch etwas weniger würzig und weniger rund.
Nur wenn der Teig nach dem Einarbeiten der vorgesehenen 170 ml heißen Wassers noch trocken wirkt. Dann bis zu 20 ml zusätzliches heißes Wasser nach und nach einkneten.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …