Geeignetes Fleischstück
Die Schweinelende oder ausgelöste Schweinearista sollte möglichst gleichmäßig dick sein, damit sie beim langsamen Garen gleichmäßig durchzieht.
Emilia-Romagna · Braten in Milch
Ein langsam in Vollmilch gegarter Schweinebraten aus der Emilia-Romagna: kräftig angebraten, mit Knoblauch und Rosmarin aromatisiert und in Scheiben mit warmer Milchsoße serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Arrosto di maiale al latte ist ein eigenständiger Schweinebraten mit besonders aromatischer Soße. Die gleichmäßig dicke Schweinelende oder ausgelöste Arista wird zunächst rundum goldbraun angebraten und anschließend zugedeckt in Milch gegart. Dabei trennt sich die Milch in Flüssigkeit und kleine goldene Bratensatzflocken, die nach dem Passieren eine würzige, warme Soße ergeben.
Die Scheiben sind zart und saftig, mit einer herzhaften Röstnote. Die warme Milchsoße schmeckt würzig und mild zugleich und kann durch goldene Flocken fein und gleichmäßig oder etwas rustikaler wirken.
Schritt für Schritt
Das Fleisch mit Küchenpapier trocken tupfen. Falls nötig, mit Küchengarn in gleichmäßigen Abständen binden, damit es beim Garen seine Form behält. Rundum mit Salz und Pfeffer würzen.
Butter und Olivenöl in einem schweren Schmortopf erhitzen. Das Fleisch bei mittlerer bis hoher Hitze rundum kräftig anbraten, bis es gleichmäßig goldbraun ist. Das dauert etwa 8 bis 10 Minuten.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist rundum gleichmäßig goldbraun.
Knoblauch und Rosmarin zugeben und etwa 1 Minute im Bratfett aromatisieren. Die Milch angießen; sie sollte das Fleisch ungefähr zu zwei Dritteln umgeben.
Die Milch knapp unter dem Siedepunkt erhitzen. Den Deckel auflegen, die Hitze auf niedrig stellen und den Braten 75 bis 90 Minuten sanft garen. Das Fleisch etwa alle 20 Minuten wenden.
Daran erkennst du es: Die Milch bleibt knapp unter dem Siedepunkt, und das Fleisch gart sanft zugedeckt.
Wenn sich die Milch in kleine goldene Flocken und Flüssigkeit trennt, ist das normal. Den Braten weitergaren, bis er sich an der dicksten Stelle leicht mit einem dünnen Messer einstechen lässt.
Daran erkennst du es: Ein dünnes Messer lässt sich an der dicksten Stelle leicht einstechen.
Das Fleisch aus dem Topf nehmen, locker abdecken und 10 Minuten ruhen lassen. In dieser Zeit den Rosmarinzweig entfernen und den gesamten Bratensatz durch ein feines Sieb in einen kleinen Topf passieren.
Die passierte Milchsoße kurz erwärmen und abschmecken. Das Küchengarn entfernen, den Braten in dünne Scheiben schneiden und mit der warmen Soße servieren.
Daran erkennst du es: Die Soße ist warm und ausgewogen abgeschmeckt; der Braten lässt sich in dünne Scheiben schneiden.
Gut zu wissen
Die Schweinelende oder ausgelöste Schweinearista sollte möglichst gleichmäßig dick sein, damit sie beim langsamen Garen gleichmäßig durchzieht.
Die Milch sollte das Fleisch ungefähr zu zwei Dritteln umgeben. Die genaue Höhe hängt von der Form des Fleisches und des Schmortopfs ab.
Knoblauch und Rosmarin werden kurz im Bratfett aromatisiert, bevor die Milch dazukommt. So verteilt sich ihr Geschmack in der späteren Soße.
Die Milch nur knapp unter dem Siedepunkt halten und anschließend zugedeckt bei niedriger Hitze garen.
Den Braten vorsichtig in einen sauberen Topf umsetzen, ohne den angesetzten Bodensatz mitzunehmen, und die Soße separat passieren.
Das Fleisch locker abdecken und 10 Minuten ruhen lassen, bevor das Küchengarn entfernt und geschnitten wird.
Rosmarinzweig entfernen und die Milchsoße vollständig durch ein feines Sieb in einen kleinen Topf passieren.
Die Soße nachträglich durch ein feines Sieb geben und anschließend kurz erwärmen.
Häufig gefragt
Ja. Beim langsamen Garen kann sich die Milch in kleine goldene Flocken und Flüssigkeit trennen. Der Bratensatz wird anschließend durch ein feines Sieb passiert.
Der Braten ist bereit, wenn sich ein dünnes Messer an der dicksten Stelle leicht einstechen lässt. Danach sollte er 10 Minuten ruhen, bevor er aufgeschnitten wird.
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