Gereifter Pecorino
Ein gut gereifter Pecorino sorgt für kräftige Würze und eine herzhafte Tiefe. Pecorino Romano ist eine passende, etwas salzigere Alternative.
Kartoffelpolpette aus der Basilikata
Kleine Kartoffelpolpette mit gereiftem Pecorino, Ei und Petersilie werden goldbraun frittiert und anschließend in kräftiger Hühnerbrühe serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
In Viggiano in der Basilikata werden gekochte Kartoffeln, Ei, gereifter Pecorino und Petersilie zu kleinen Patatelle geformt. Nach dem Frittieren ziehen sie kurz in heißer Hühnerbrühe und verbinden eine leicht knusprige Hülle mit einem weichen, würzigen Kern.
Außen goldbraun und leicht knusprig, innen weich und kompakt mit würzigem Pecorinoaroma; die kräftige, klare Hühnerbrühe macht das Gericht herzhaft und saftig.
Schritt für Schritt
Suppenhuhn, kaltes Wasser, Möhre, Sellerie, Zwiebel und 12 g Salz in den großen Topf geben. Langsam zum Kochen bringen und den aufsteigenden Schaum abschöpfen. Anschließend bei kleiner Hitze nur leicht simmern lassen, bis das Huhn weich ist.
Daran erkennst du es: Das Huhn ist weich und die Brühe kräftig aromatisch.
Wichtig: Den aufsteigenden Schaum mit einem sauberen Löffel abschöpfen.
Die Brühe durch ein feines Sieb gießen und 1,5 l davon zurück in den Topf geben. Warm halten, aber nicht sprudelnd kochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Brühe ist klar und heiß, bewegt sich aber nur sanft.
Die Kartoffeln ungeschält gründlich waschen und in 2 l Wasser mit 10 g Salz etwa 25 bis 30 Minuten garen, bis sie weich sind. Abgießen, 5 Minuten ausdampfen lassen und noch warm pellen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich leicht mit einem Messer durchstechen.
Wichtig: Beim Abgießen und Pellen auf heißen Dampf achten.
Die Kartoffeln fein zerdrücken und 10 Minuten abkühlen lassen. Eier, Pecorino, Petersilie und 8 g Salz gründlich unterarbeiten. Die Masse anschließend 15 Minuten ruhen lassen, damit sie fester wird.
Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig vermischt und lässt sich kompakt portionieren.
Mit leicht angefeuchteten Händen etwa 20 gleich große Bällchen von jeweils ungefähr 45 g formen. Sie sollen kompakt sein, aber nicht hart zusammengedrückt werden.
Daran erkennst du es: Alle Patatelle sind annähernd gleich groß und halten ihre Form.
Das Öl im hohen Topf oder in der tiefen Pfanne auf 170 bis 175 °C erhitzen. Die Patatelle portionsweise 4 bis 5 Minuten frittieren und dabei vorsichtig wenden, bis sie rundum goldbraun sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und 5 Minuten abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Patatelle sind rundum goldbraun und außen stabil.
Wichtig: Heißes Öl nicht unbeaufsichtigt lassen und die Patatelle vorsichtig wenden.
Die gebräunten Patatelle in die heiße, nicht sprudelnd kochende Hühnerbrühe geben und 5 Minuten sanft darin ziehen lassen. Jeweils fünf Patatelle mit reichlich Brühe in tiefen Tellern servieren.
Daran erkennst du es: Die Patatelle sind heiß und haben etwas Brühe aufgenommen, bleiben aber kompakt.
Wichtig: Die Brühe vor dem Servieren vollständig heiß werden lassen.
Gut zu wissen
Ein gut gereifter Pecorino sorgt für kräftige Würze und eine herzhafte Tiefe. Pecorino Romano ist eine passende, etwas salzigere Alternative.
Ein Suppenhuhn ergibt eine kräftigere und aromatischere Brühe als gewöhnliche Hähnchenteile und ist meist beim Metzger oder an der Fleischtheke erhältlich.
Mehligkochende Kartoffeln zerfallen nach dem Garen leicht und ergeben eine gut formbare, weiche Masse für die Patatelle.
Die Patatelle werden etwas salziger und kräftig-würzig.
Pecorino Romano fein reiben und in gleicher Menge verwenden. Die Salzmenge der Kartoffelmasse nicht automatisch erhöhen.
Die Brühe kann weniger kräftig und weniger gelatinehaltig werden.
Bei Bedarf Hähnchenteile verwenden und die Brühe kochen, bis sie aromatisch genug ist. Die im Rezept genannte Zubereitungszeit kann sich verändern.
Mit einer Gabel kann die Masse etwas weniger gleichmäßig werden.
Die warmen Kartoffeln gründlich zerdrücken, bevor Eier, Käse und Petersilie eingearbeitet werden.
Kartoffeln nach dem Abgießen ausdampfen lassen und die Masse 15 Minuten ruhen lassen.
Die Masse länger ruhen lassen und erst danach erneut vorsichtig formen.
Patatelle gleichmäßig und kompakt formen und sie nur in sanft heißer Brühe ziehen lassen.
Die Brühe sofort von starker Hitze nehmen und die verbleibenden Patatelle vorsichtig weiterziehen lassen.
Das Öl auf 170 bis 175 °C erhitzen und portionsweise arbeiten.
Die nächste Portion erst einlegen, wenn das Öl wieder die richtige Temperatur erreicht hat.
Die Brühe nach dem Abseihen nur warm halten und die Patatelle sanft ziehen lassen.
Die Hitze reduzieren und die Patatelle möglichst wenig bewegen.
Die Patatelle werden mit Pecorino Romano zubereitet, der etwas salziger und kräftig-würzig schmeckt.
Die Kartoffelmasse wird zu kleineren Bällchen geformt, die sich als mehrere kleine Einlagen pro Teller eignen.
Die Hühnerbrühe kann bis zu 24 Stunden im Voraus zubereitet und gekühlt werden. Die Kartoffelmasse kann ebenfalls vorbereitet und abgedeckt gekühlt werden; die Patatelle möglichst erst kurz vor dem Servieren formen und frittieren.
Brühe und frittierte Patatelle nach dem Abkühlen getrennt in sauberen, verschlossenen Behältern im Kühlschrank lagern. Zum Servieren gründlich erhitzen.
Zubereitete Speisen nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen lassen.
Häufig gefragt
Patatelle Viggianesi sind kleine Kartoffelpolpette aus gekochten Kartoffeln, Ei, gereiftem Pecorino und Petersilie. Sie werden frittiert und in Hühnerbrühe serviert.
Ein gut gereifter Pecorino eignet sich besonders gut. Pecorino Romano ist eine passende Alternative, schmeckt jedoch etwas salziger.
Sanftes Ziehen erwärmt die Patatelle und lässt sie etwas Brühe aufnehmen, ohne dass sie durch starkes Sprudeln auseinanderfallen.
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