Pasticcio aus Venetien mit Castelfranco-Radicchio

Pasticcio aus Venetien

Dieses venetische Pasticcio schichtet frische Eierpasta mit geröstetem Radicchio variegato di Castelfranco, Pancetta, Prosciutto cotto, cremiger Béchamel und Grana Padano. Nach dem Überbacken ruht es kurz und wird in saftige rechteckige Stücke geschnitten.

Zum Rezept
Pasticcio aus Venetien mit Castelfranco-Radicchio
Vorbereitung 50 Minuten
Kochen / Backen 45 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 85 Minuten
Menge 5 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Aufläufe und überbackene Formgerichte, Nudelgerichte
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Rösten und Ofenbraten, Schmoren

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Rösten macht den zarten Castelfranco-Radicchio aromatischer und mildert seine Bitternote.
  • Pancetta, Prosciutto cotto und trockener Weißwein geben der Füllung salzige, herzhafte Tiefe.
  • Béchamel verbindet die frische Pasta und die Radicchio-Füllung zu einer saftigen, cremigen Schichtung.
  • Grana Padano sorgt für Würze und eine goldbraune Kruste beim Überbacken.

Pasticcio di radicchio variegato di Castelfranco Dieses venetische Ofengericht verbindet frische Eierpasta mit geröstetem Castelfranco-Radicchio, Pancetta, Prosciutto cotto und cremiger Béchamel. Der Radicchio bringt eine feine Bitternote, während Weißwein, Schinken und Grana Padano für Tiefe und eine goldene Kruste sorgen. Das Pasticcio wird in einer großen Form geschichtet, überbacken und nach kurzer Ruhezeit in saftige Stücke geschnitten.

Cremige Béchamel und zarte Pasta treffen auf weich geschmorten, leicht bitteren Radicchio. Pancetta und Prosciutto cotto bringen herzhafte Würze, während Weißwein Frische verleiht. Die Oberfläche wird goldbraun und leicht knusprig, das Innere bleibt saftig und schnittfest.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Radicchio rösten

    Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Radicchio putzen, waschen, gut trocknen und die Köpfe vierteln. Mit dem Olivenöl, dem Salz für die Füllung und etwas schwarzem Pfeffer vermengen, auf dem Backblech verteilen und 12–15 Minuten rösten. Während der Radicchio im Ofen ist, können die Zutaten für Füllung und Béchamel vorbereitet werden. Herausnehmen, kurz abkühlen lassen und grob schneiden.

    15 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Die Blätter sind weich und an den Rändern leicht gebräunt.

    • Den Radicchio vor dem Rösten besonders gut trocknen, damit er eher röstet als dämpft.
  2. Pancetta und Gemüse anschwitzen

    Die Pancetta in der großen Pfanne bei mittlerer Hitze 3–4 Minuten auslassen. Schalotten und Sellerie hinzufügen und etwa 5 Minuten glasig dünsten. Den Prosciutto cotto kurz unterheben, mit dem Weißwein ablöschen und 3–4 Minuten einkochen lassen.

    13 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Schalotten sind glasig, das Gemüse leicht weich und der Wein sichtbar reduziert.

    • Die Pancetta zunächst ohne zusätzliches Fett auslassen.
  3. Radicchio-Füllung fertigstellen

    Den gerösteten Radicchio in die Pfanne geben und alles weitere 5 Minuten schmoren. Mit dem Salz für die Füllung und schwarzem Pfeffer abschmecken. Die Füllung vom Herd nehmen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Radicchio ist weich und die Füllung wirkt saftig, aber nicht wässrig.

    • Die Füllung vor dem Schichten kurz abkühlen lassen, damit die Pasta nicht unnötig weich wird.
  4. Béchamel kochen

    Die Butter in einem Topf schmelzen. Das Mehl einrühren und 1 Minute anschwitzen. Die Milch nach und nach unter ständigem Rühren zugießen. Die Sauce 7–8 Minuten sanft köcheln lassen, bis sie glatt und cremig ist. Mit dem Salz für die Béchamel und der Muskatnuss würzen.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Béchamel ist glatt, cremig und überzieht den Schneebesen leicht.

    • Die Milch portionsweise einarbeiten, damit keine Klümpchen entstehen.

    Wichtig: Während des gesamten Kochens regelmäßig rühren, damit die Milch-Mehl-Mischung nicht am Topfboden ansetzt.

  5. Pasta und Form vorbereiten

    Die Auflaufform mit der Butter für die Form ausstreichen. Frische Pasta-Blätter, die nicht als ofenfertig gekennzeichnet sind, portionsweise 1 Minute in siedendem Salzwasser blanchieren und auf dem sauberen, leicht feuchten Küchentuch ablegen. Ofenfertige Blätter können direkt verwendet werden.

    1 Minute

    Daran erkennst du es: Die Blätter sind biegsam, aber noch nicht vollständig weichgekocht.

    • Die blanchierten Blätter leicht überlappend ablegen, damit sie nicht zusammenkleben.

    Wichtig: Beim Herausnehmen der Pasta vorsichtig mit heißem Wasser arbeiten.

  6. Pasticcio schichten

    Eine dünne Schicht Béchamel auf dem Boden der Form verstreichen. Darauf Pasta-Blätter legen, ein Drittel der Radicchio-Füllung verteilen, etwas Béchamel darübergeben und mit etwas Grana Padano bestreuen. Zwei weitere Schichten ebenso aufbauen.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Füllung ist gleichmäßig verteilt und die Schichten sind vollständig bedeckt.

    • Die Füllung bis an die Ränder verteilen, damit die fertigen Stücke gleichmäßig saftig werden.
  7. Oberfläche fertigstellen

    Mit einer letzten Lage Pasta abschließen. Die restliche Béchamel gleichmäßig darauf verstreichen und den übrigen Grana Padano darübergeben.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Pasta ist vollständig mit Béchamel bedeckt und der Käse gleichmäßig verteilt.

    • Die Béchamel bis zu den Kanten verstreichen, damit die oberste Pastaschicht nicht austrocknet.
  8. Backen und ruhen lassen

    Das Pasticcio bei 180 °C Ober-/Unterhitze 20–25 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Vor dem Anschneiden 10 Minuten ruhen lassen. Anschließend in rechteckige Stücke schneiden und servieren.

    25 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun und die Béchamel blubbert an den Rändern.

    • Die Ruhezeit einhalten, damit die Schichten beim Anschneiden besser zusammenhalten.

    Wichtig: Die Form ist nach dem Backen sehr heiß; vor dem Schneiden mindestens 10 Minuten abkühlen lassen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Radicchio gut trocknen: Gut getrocknete Blätter rösten besser und geben weniger Wasser an die Füllung ab.
  • Zubereitung sinnvoll bündeln: Während der Radicchio röstet, können Gemüse, Fleischzutaten und Béchamel vorbereitet werden. So bleibt die verstrichene Gesamtzeit trotz mehrerer Komponenten überschaubar.
  • Vor dem Anschneiden ruhen lassen: Die zehnminütige Ruhezeit stabilisiert die Schichten und erleichtert das Schneiden in saftige, rechteckige Stücke.

Zutatenwissen

Castelfranco-Radicchio

Radicchio variegato di Castelfranco hat hellgrüne Blätter mit rötlicher Sprenkelung und eine vergleichsweise milde Bitternote. Wochenmärkte, gut sortierte Gemüseabteilungen und italienische Feinkosthändler sind geeignete Anlaufstellen.

Frische Pasta-Blätter

Ob die Blätter blanchiert werden müssen, hängt von der Kennzeichnung ab. Nicht ofenfertige Blätter werden portionsweise kurz blanchiert; ofenfertige Blätter kommen direkt in die Form.

Zwei getrennte Salzmengen

Das Salz für die Radicchio-Füllung und das Salz für die Béchamel bleiben als eigene Mengen erhalten, damit beide Komponenten gezielt abgeschmeckt werden können.

Sinnvolle Alternativen

Radicchio di Treviso precoce

Die Füllung wird etwas kräftiger und bitterer als mit Castelfranco-Radicchio.

Den Treviso ebenso putzen, vierteln, mit dem Olivenöl vermengen und rösten. Anschließend wie beschrieben weiterverarbeiten und beim Abschmecken vorsichtig nachwürzen.

Ofenfertige Lasagneblätter

Die Schichten können etwas fester und weniger zart werden.

Ofenfertige Blätter direkt verwenden und den Blanchierschritt überspringen. Die Béchamel großzügig bis an die Ränder verstreichen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Füllung ist wässrig und das Pasticcio fällt beim Anschneiden auseinander.

Den Radicchio vor dem Rösten gründlich trocknen und den Weißwein in der Pfanne sichtbar einkochen lassen.

Die Füllung vor dem Schichten kurz weiter schmoren, bis überschüssige Flüssigkeit verdampft ist.

Die Béchamel ist klumpig statt glatt und cremig.

Die Milch nach und nach unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen einarbeiten.

Die Sauce durch ein feines Sieb passieren und anschließend vorsichtig weiter erwärmen.

Die oberste Pastaschicht wird trocken oder hart.

Die Oberfläche vollständig mit Béchamel bedecken und das Pasticcio nach 20 Minuten erstmals prüfen.

Die Oberfläche für die letzten Minuten locker abdecken und das Pasticcio nach dem Backen ausreichend ruhen lassen.

Die Schichten rutschen beim Servieren auseinander.

Die Form mindestens 10 Minuten ruhen lassen.

Die Stücke mit einem breiten Pfannenwender vorsichtig ausheben und etwas länger abkühlen lassen.

Varianten

Vegetarisches Radicchio-Pasticcio

Eine fleischlose Variante mit kräftiger Gemüsefüllung und zusätzlicher Würze.

Kräftigere Treviso-Version

Radicchio di Treviso precoce ersetzt Castelfranco-Radicchio und bringt eine deutlichere Bitternote.

Servieren und kombinieren

  • Als saftige Ofenstücke servieren: Das Pasticcio nach der Ruhezeit in rechteckige Stücke schneiden und warm servieren. Die goldbraune Käsekruste bildet dabei den sichtbaren Abschluss jeder Portion.
  • Mit frischem Salat kombinieren: Ein einfacher grüner Salat mit einer säuerlichen Vinaigrette ergänzt die cremige Béchamel und die herzhafte Füllung, ohne das Pasticcio zu überladen.
  • Mit trockenem Weißwein begleiten: Ein trockener Weißwein greift die Wein- und Gemüsearomen der Füllung auf und setzt einen frischen Kontrast zur cremigen Sauce.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Das Pasticcio bis einschließlich Schritt 7 zusammensetzen, abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb von 12 Stunden backen. Vor dem Backen kurz temperieren lassen oder die Backzeit bei vollständig gekühlter Form vorsichtig verlängern, bis die Mitte heiß ist.

Aufbewahren

Reste nach dem Abkühlen abdecken und im Kühlschrank aufbewahren. Zum Servieren portionsweise wieder erwärmen.

Nicht länger als zwei Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen und nur benötigte Portionen entnehmen.

Einfrieren

Die Kombination aus frischer Pasta, Béchamel und Radicchio kann nach dem Einfrieren an Struktur und Cremigkeit verlieren.

Aufwärmen

  • Backofen: Portionen in eine ofenfeste Form geben, abdecken und bei 160 °C Ober-/Unterhitze erwärmen. Zum Schluss kurz offen erhitzen, damit die Oberfläche wieder leicht bräunt.
  • Mikrowelle: Eine Portion abgedeckt in kurzen Intervallen erwärmen und zwischendurch prüfen. Bei Bedarf einen kleinen Spritzer Wasser oder Milch an den Rand geben.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Frische Eierpasta und Weizenmehl enthalten voraussichtlich Weizen beziehungsweise Gluten.
  • Milch: enthält · Butter, Vollmilch und Grana Padano sind Milchprodukte.
  • Eier: enthält · Die Pasta wird ausdrücklich als frische Eierpasta bezeichnet.
  • Sellerie: enthält · Staudensellerie ist Bestandteil der Füllung.

Lebensmittelsicherheit

  • Heiße Auflaufform: Die Form nach dem Backen vorsichtig aus dem Ofen nehmen und vor dem Schneiden mindestens 10 Minuten ruhen lassen.
  • Arbeiten mit siedendem Wasser: Die Pasta-Blätter beim Blanchieren vorsichtig in das siedende Salzwasser geben und herausnehmen, um Spritzer und Verbrühungen zu vermeiden.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist Radicchio variegato di Castelfranco?

Castelfranco ist ein hellgrüner, rot gesprenkelter Radicchio aus Venetien mit zarten Blättern und einer eher milden Bitternote.

Kann ich den Castelfranco-Radicchio ersetzen?

Ja. Radicchio di Treviso precoce eignet sich als Ersatz. Das Ergebnis wird etwas kräftiger und bitterer.

Muss ich die frischen Pasta-Blätter blanchieren?

Nur Blätter, die nicht als ofenfertig gekennzeichnet sind, werden portionsweise etwa eine Minute in siedendem Salzwasser blanchiert. Ofenfertige Blätter können direkt verwendet werden.

Warum muss das Pasticcio vor dem Anschneiden ruhen?

Die zehnminütige Ruhezeit lässt die Béchamel etwas anziehen und hilft den Schichten, beim Schneiden zusammenzuhalten.

Aus unserer Küche

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