Wildschwein einkaufen
Wildschweinschulter ist meist beim Wildhändler, in gut sortierten Metzgereien oder auf Vorbestellung erhältlich.
Toskanischer Sugo
Kräftiger toskanisch-maremmanischer Sugo aus mariniertem Wildschwein, Rotwein, PancettaItalienische Speckspezialität aus Schweinebauch, gepökelt und meist gereift., Tomate und aromatischen Kräutern. Das Fleisch wird langsam geschmort, bis es weich ist und sich leicht zerteilen lässt. Die Menge ergibt etwa 900 g Sauce für 6 Portionen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Ragù di cinghiale ist ein charaktervoller toskanischer Sugo, der besonders eng mit der Maremma verbunden ist. Wildschweinfleisch wird über mehrere Stunden in Rotwein mit Wacholder, Pfeffer und Lorbeer mariniert, anschließend mit Pancetta, soffritto, Tomate, Rosmarin und weiterem Rotwein langsam geschmort. So entsteht eine dichte, aromatische Sauce für breite Pasta, Gnocchi oder Polenta.
Der Ragù ist dunkel, würzig und intensiv. Er duftet nach Rotwein, Rosmarin und Wacholder, schmeckt herzhaft mit einer milden Tomatensäure und hat durch das zerteilte Wildschwein eine kräftige, leicht faserige Textur.
Schritt für Schritt
Das Wildschweinfleisch mit 300 ml Rotwein, Lorbeerblatt, Wacholderbeeren und Pfefferkörnern in eine gut verschließbare Schüssel geben. Abdecken und 8–12 Stunden im Kühlschrank marinieren.
Wichtig: Das Fleisch während der Marinierzeit durchgehend gekühlt aufbewahren.
Das Fleisch aus der Marinade nehmen, gründlich abtropfen lassen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Marinade und Gewürze entsorgen. Pancetta, Zwiebel, Möhre und Sellerie vorbereiten.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist außen möglichst trocken, damit es später bräunen kann.
Das Olivenöl in einem schweren Topf erhitzen. Die Pancetta darin 3–4 Minuten auslassen. Zwiebel, Möhre und Sellerie zugeben und bei mittlerer Hitze 8–10 Minuten weich dünsten, ohne das Gemüse stark zu bräunen.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich und duftet aromatisch, aber kaum gebräunt.
Das Wildschweinfleisch portionsweise in den Topf geben und rundum kräftig anbraten. So bleibt die Hitze hoch genug, damit das Fleisch bräunt statt zu schmoren.
Daran erkennst du es: Die Fleischwürfel sind rundum gebräunt.
Alles wieder in den Topf geben, mit 100 ml Rotwein ablöschen und 3–4 Minuten einkochen lassen. Dabei den Bratensatz vom Topfboden lösen.
Daran erkennst du es: Der Rotwein ist deutlich reduziert und der Bratensatz hat sich gelöst.
Passierte Tomaten, Wasser, Rosmarinzweig und die dosierte Salzmenge einrühren. Den Sugo langsam aufkochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist gleichmäßig vermischt und beginnt leicht zu blubbern.
Den Topf halb abdecken und den Ragù bei sehr niedriger Hitze etwa 2 Stunden 15 Minuten sanft schmoren lassen. Alle 20–30 Minuten umrühren. Falls die Sauce zu stark eindickt, esslöffelweise Wasser ergänzen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist weich und die Sauce deutlich eingedickt, aber nicht trocken.
Sobald das Fleisch weich ist und sich leicht zerteilen lässt, den Rosmarinzweig entfernen. Die Fleischstücke mit dem Kochlöffel oder zwei Gabeln etwas auseinanderziehen und wieder unter die Sauce mischen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich ohne großen Widerstand auseinanderziehen.
Den Ragù bei Bedarf noch 10–15 Minuten offen einkochen lassen. Mit Salz abschmecken und vor dem Servieren 10 Minuten ruhen lassen. Die Sauce reicht für etwa 6 Portionen breite Pasta, Gnocchi oder Polenta.
Daran erkennst du es: Die Sauce haftet sämig an Pasta, Gnocchi oder Polenta und schmeckt ausgewogen salzig.
Gut zu wissen
Wildschweinschulter ist meist beim Wildhändler, in gut sortierten Metzgereien oder auf Vorbestellung erhältlich.
Die fein gewürfelte Pancetta wird zu Beginn ausgelassen und gibt dem soffritto und der Sauce zusätzliche herzhafte Tiefe.
Lorbeerblatt, Wacholderbeeren und Pfefferkörner werden mit der Marinade entsorgt. Der Rosmarinzweig wird vor dem Servieren aus dem geschmorten Ragù genommen.
Der Sugo wird magerer und aromatisch feiner, ist dann aber nicht mehr die klassische Variante mit Wildschwein.
Rehschulter anstelle der Wildschweinschulter verwenden und nach demselben Ablauf marinieren, anbraten und schmoren.
Das Fleisch gründlich trocken tupfen und portionsweise bei hoher Hitze anbraten.
Die Flüssigkeit offen einkochen lassen, bis das Fleisch wieder leicht bräunt, ohne es zu verbrennen.
Zwiebel, Möhre und Sellerie bei mittlerer Hitze weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen.
Falls nur leicht gebräunt, mit dem Rotwein ablöschen und den Bratensatz lösen; bei verbranntem Geschmack den Ansatz nicht weiterverwenden.
Alle 20–30 Minuten umrühren und bei Bedarf esslöffelweise Wasser ergänzen.
Etwas Wasser einrühren und den Ragù bei sehr niedriger Hitze weitergaren.
Bei sehr niedriger Hitze weiter schmoren, bis sich das Fleisch leicht zerteilen lässt.
Mit etwas Wasser weiter sanft schmoren und den Topf wieder halb abdecken.
Eine feinere, magerere Variante mit Rehschulter anstelle von Wildschwein.
Das Wildschwein kann 8–12 Stunden vor dem Kochen mariniert werden. Die Marinierzeit im Kühlschrank einhalten und die Marinade anschließend entsorgen.
Häufig gefragt
Wildschwein ist meist beim Wildhändler, in gut sortierten Metzgereien oder auf Vorbestellung erhältlich.
Als Alternative ist Rehschulter möglich. Der Ragù wird dadurch magerer und aromatisch feiner, ist aber nicht mehr die klassische Wildschweinvariante.
Die Sauce reicht für etwa 6 Portionen breite Pasta, Gnocchi oder Polenta.
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