Taralli di San Costantino Albanese

Arbëreshes Ofengebäck aus Basilikata

Herzhafte, knusprige Taralli in charakteristischer Achtform aus Weizenmehl, Schweineschmalz, Ei, Weißwein und FenchelsamenFenchelsaat bezeichnet die getrockneten Fenchelfrüchte mit ihrem süßlich-anisartigen Aroma.. Der Teig wird geformt, blanchiert und anschließend im Ofen gebacken und getrocknet.

Zum Rezept
Taralli di San Costantino Albanese
Vorbereitung 50 Minuten
Kochen / Backen 65 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 2 Std. 30 Min.
Gesamtzeit ca. 4 Std. 25 Min.
Menge Taralli
Prägende Zutatenfamilie Eier, Kräuter und Gewürze, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Kochen in Flüssigkeit, Trocknen
Verzehrkontext Frühstück, Zwischenmahlzeit

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Schweineschmalz macht den festen Teig mürbe und aromatisch.
  • Fenchelsamen geben dem Gebäck sein charakteristisches würziges Profil.
  • Blanchieren und anschließendes Trocknen sorgen für eine feste, knusprige Textur.
  • Die Achtform macht die Taralli sofort erkennbar und unterstützt das gleichmäßige Trocknen.

Diese Taralli aus San Costantino Albanese verbinden einen festen, gut formbaren Teig mit dem würzigen Aroma von Fenchelsamen. Durch das kurze Blanchieren vor dem Backen erhalten sie ihre typische Struktur und werden anschließend langsam knusprig getrocknet. Sie passen pur zur Merenda, zu Käse oder in Milch getunkt zum Frühstück.

Goldbraune, trockene und knusprige Taralli mit festem Biss, leicht mürber Textur und einem klaren Fenchelaroma. Der Weißwein bleibt dezent im Hintergrund und rundet den herzhaften Geschmack ab.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Trockene Zutaten mischen

    Weizenmehl, Salz, Natron und Fenchelsamen in einer großen Schüssel gründlich mischen. Das weiche Schweineschmalz, das Ei und den trockenen Weißwein zugeben.

    5 Minuten
    • Die trockenen Zutaten zuerst gleichmäßig verteilen, damit Salz, Natron und Fenchelsamen später nicht punktuell im Teig liegen.
  2. Festen Teig kneten

    Alles verkneten und das Wasser nach und nach einarbeiten, bis ein glatter, fester und gut formbarer Teig entsteht. Den Teig etwa 8 bis 10 Minuten kräftig weiterkneten. Während des Knetens nur so viel Wasser zugeben, dass der Teig zusammenhält und nicht weich wird.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, fest und lässt sich ohne starke Risse formen.

    • Die Wassermenge langsam anpassen; ein fester Teig ist für das Formen und Blanchieren wichtig.
  3. Teig ruhen lassen

    Den Teig zu einer Kugel formen, abdecken und bei Raumtemperatur 2 Stunden ruhen lassen.

    2 Stunden

    Daran erkennst du es: Der Teig ist entspannt und lässt sich anschließend leichter ausrollen.

    • Die Abdeckung verhindert, dass die Teigoberfläche austrocknet.
  4. Achten formen

    Den Teig in etwa 24 gleich große Stücke teilen. Jedes Stück zu einem etwa 30 cm langen Strang rollen und zu einer deutlich erkennbaren Acht formen. Die Taralli auf zwei mit Backpapier belegte Bleche legen und weitere 30 Minuten ruhen lassen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die geformten Taralli behalten ihre Achtform und die Oberfläche wirkt leicht entspannt.

    • Die Stränge möglichst gleich dick rollen, damit alle Taralli gleichmäßig blanchieren und trocknen.
    • Die Achtöffnung deutlich offen lassen, damit die Hitze die Innenflächen erreicht.
  5. Taralli blanchieren

    2 Liter Wasser in einem breiten Topf zum Kochen bringen. Die Taralli portionsweise, höchstens zwei auf einmal, in das sprudelnde Wasser geben und weniger als 1 Minute blanchieren, bis sie an die Oberfläche steigen. Mit einer Schaumkelle herausheben und auf einem sauberen Tuch abtropfen lassen.

    1 Minute 100 °C

    Daran erkennst du es: Die Taralli steigen an die Oberfläche.

    • Nicht mehr als zwei Taralli gleichzeitig blanchieren, damit das Wasser sprudelnd bleibt und die Formen nicht aneinanderkleben.

    Wichtig: Vorsicht beim Einlegen und Herausheben aus dem sprudelnden Wasser; Dampf und heißes Wasser können Verbrühungen verursachen.

  6. Einschneiden und Ofen vorheizen

    Die Taralli wieder auf die Backbleche legen und die Oberfläche mit einem scharfen Messer oder einer Nadel mehrmals leicht einschneiden. Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

    10 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist mehrfach leicht angeritzt, ohne die Taralli durchzuschneiden.

    • Die Einschnitte helfen, eingeschlossene Feuchtigkeit beim Backen entweichen zu lassen.

    Wichtig: Beim Vorheizen und späteren Öffnen des Ofens auf heiße Flächen achten.

  7. Backen und trocknen

    Die Taralli zunächst 25 Minuten bei 200 °C backen. Die Temperatur auf 160 °C senken, die Ofentür einen Spalt offen lassen und die Taralli weitere 15 Minuten trocknen lassen.

    40 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Die Taralli sind trocken, fest und leicht goldbraun.

    • Die Bleche können während des Backens gleichzeitig im Ofen bleiben, sofern die Hitze gleichmäßig verteilt wird.

    Wichtig: Die Ofentür nur mit sicherem Abstand und hitzebeständigem Griff leicht öffnen; austretender Dampf und heiße Luft können Verbrennungen verursachen.

  8. Im ausgeschalteten Ofen ruhen und auskühlen

    Den Ofen ausschalten und die Taralli noch 10 Minuten darin ruhen lassen. Anschließend vollständig auskühlen lassen.

    10 Minuten 160 °C

    Daran erkennst du es: Die Taralli sind vollständig ausgekühlt und knusprig.

    • Erst nach dem vollständigen Auskühlen beurteilen die Taralli ihre endgültige Knusprigkeit.

    Wichtig: Die Bleche und Taralli bleiben nach dem Ausschalten noch sehr heiß.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Teigkonsistenz: Der Teig soll fest und gut formbar sein. Das Wasser deshalb langsam zugeben und nicht automatisch die gesamte Zusatzmenge verwenden.
  • Gleichzeitiges Arbeiten: Während der Teigruhe können Backbleche, Backpapier und das Blanchierwasser vorbereitet werden. So bleibt die angegebene Gesamtzeit trotz der Ruhephasen plausibel.
  • Knusprigkeit entsteht beim Trocknen: Die zweite Ofenphase bei 160 °C und die kurze Ruhezeit im ausgeschalteten Ofen sind für die trockene, knusprige Textur wichtig.

Zutatenwissen

Weizenmehl Type 00

Das fein gemahlene Mehl unterstützt einen glatten, festen Teig, der sich zu langen Strängen rollen lässt.

Schweineschmalz weich verwenden

Weiches Schmalz lässt sich gleichmäßiger in den festen Teig einarbeiten als kaltes, hartes Schmalz.

Fenchelsamen gleichmäßig verteilen

Die Fenchelsamen sollten bereits mit den trockenen Zutaten vermischt werden, damit ihr Aroma in allen Taralli möglichst gleichmäßig vorhanden ist.

Sinnvolle Alternativen

Wasser

Die Taralli schmecken weniger aromatisch und verlieren die leichte Weinnote.

Den Weißwein durch dieselbe Menge Wasser ersetzen. Den Teig anschließend besonders auf die feste, gut formbare Konsistenz prüfen.

Butter

Die Taralli werden buttriger und können etwas weniger mürbe wirken; die traditionelle Schweineschmalznote entfällt.

Weiche Butter in derselben Menge verwenden und wie das weiche Schmalz in den Teig einarbeiten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Teig ist zu weich und lässt sich nicht sauber zu Strängen rollen.

Das Wasser schrittweise einarbeiten und nur bis zu einer glatten, festen Konsistenz zugeben.

Etwas Mehl einarbeiten und den Teig vor dem Formen erneut kurz ruhen lassen.

Die Taralli werden unterschiedlich groß oder die Achtform verliert sich.

Alle Stücke möglichst gleich groß teilen und die Stränge auf eine ähnliche Länge und Dicke bringen.

Vor dem Blanchieren einzelne Taralli vorsichtig nachformen.

Taralli kleben beim Blanchieren aneinander oder verformen sich.

Höchstens zwei Taralli gleichzeitig blanchieren und sie vorsichtig ins sprudelnde Wasser geben.

Verformte Taralli direkt nach dem Herausheben vorsichtig auf dem Tuch korrigieren.

Die Taralli bleiben nach dem Backen weich.

Die zweite Phase bei 160 °C und die Ruhezeit im ausgeschalteten Ofen einhalten und vollständig auskühlen lassen.

Die Taralli bei 160 °C noch einige Minuten nachtrocknen und erneut vollständig abkühlen lassen.

Servieren und kombinieren

  • Pur zur Merenda: Die vollständig ausgekühlten Taralli pur als herzhaftes, knuspriges Merenda-Gebäck servieren.
  • Mit Käse: Die Taralli zur Merenda mit Käse kombinieren; ihr Fenchelaroma ergänzt milde bis kräftige Käsesorten.
  • In Milch getunkt: Zum Frühstück können die Taralli in Milch getunkt werden.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl Type 00.
  • Ei: enthält · Das Rezept enthält ein ganzes Ei.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Warum werden die Taralli zu Achten geformt?

Die Achtform ist die charakteristische Form dieser Taralli und sorgt zugleich für eine offene Struktur, die das Blanchieren und anschließende Trocknen unterstützt.

Warum werden die Taralli vor dem Backen blanchiert?

Das kurze Blanchieren festigt die geformten Teigstücke und trägt zur typischen festen, knusprigen Textur bei.

Muss die gesamte zusätzliche Wassermenge verwendet werden?

Nein. Das Wasser nach und nach zugeben und nur so viel verwenden, bis ein glatter, fester und gut formbarer Teig entsteht.

Wie werden Taralli di San Costantino Albanese serviert?

Sie können pur zur Merenda, mit Käse oder zum Frühstück in Milch getunkt serviert werden.

Aus unserer Küche

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