Tagliolini alla San Daniele – frisch gemacht

Frische Pasta aus Friaul-Julisch Venetien

Frische Eier-Tagliolini werden mit einer cremigen Sahnesauce, würfelig angebratenem Prosciutto di San DanieleItalienischer luftgetrockneter Rohschinken mit geschützter Ursprungsbezeichnung aus San Daniele del Friuli. und Mohn vermengt und mit dünnen Schinkenscheiben serviert.

Zum Rezept
Tagliolini alla San Daniele – frisch gemacht
Vorbereitung 45 Minuten
Kochen / Backen 5 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 30 Minuten
Gesamtzeit ca. 80 Minuten
Menge Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Nudelgerichte
Prägende Zutatenfamilie Eier, Fleisch, Milchprodukte, Nüsse und Samen, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit
Verzehrkontext Abendmahlzeit, Mittagsmahlzeit

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die frische Eierpasta nimmt die cremige Sahnesauce besonders gut auf.
  • Der San-Daniele-Schinken sorgt sowohl in der Sauce als auch als Belag für eine klare, herzhafte Würze.
  • Mohn bringt einen nussigen Akzent und ergänzt die feine Pasta, ohne die Sauce zu überdecken.

Tagliolini alla San Daniele verbinden frische, feine Eierpasta mit cremiger Sahne, würzigem Prosciutto di San Daniele und aromatischem Mohn. Der Schinken kommt dabei in zwei Texturen zum Einsatz: klein geschnitten in der Sauce und in dünnen Scheiben als Abschluss.

Cremige, glatt anhaftende Sauce, bissfeste und zarte Tagliolini, würziger Schinken mit weicher bis leicht gebräunter Textur und feine, nussige Mohnnoten.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Teig herstellen

    Das Mehl auf die Arbeitsfläche geben und eine Mulde formen. Eier, Eigelb und die Prise Salz hineingeben. Mit einer Gabel verrühren und dabei nach und nach Mehl vom Rand einarbeiten. Den Teig 8–10 Minuten kräftig kneten, bis er glatt und elastisch ist. Falls er trocken wirkt, tropfenweise Wasser einarbeiten.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und elastisch.

    • Wasser nur tropfenweise zugeben, damit der Teig nicht zu weich wird.
  2. Teig ruhen lassen

    Den Teig zu einer Kugel formen, luftdicht einwickeln und 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist nach der Ruhezeit entspannter und lässt sich leichter ausrollen.

    • Die Abdeckung verhindert, dass die Teigoberfläche austrocknet.
  3. Tagliolini schneiden

    Den Teig in vier Stücke teilen. Jedes Stück zunächst flach drücken und mit einer Nudelmaschine oder einem Nudelholz dünn ausrollen. Die Teigbahnen leicht bemehlen, locker aufrollen und in 2–3 mm breite Streifen schneiden. Die Tagliolini zu kleinen Nestern formen und bis zum Kochen auf einem bemehlten Brett lagern.

    Daran erkennst du es: Die Streifen sind dünn, gleichmäßig und bleiben bis zum Kochen getrennt.

    • Die Teigbahnen nur leicht bemehlen, damit die Sauce später gut an der Pasta haftet.
  4. Sahnesauce kochen

    Die dicke Scheibe Prosciutto di San Daniele in etwa 1 cm große Würfel schneiden. Das Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und die Würfel darin 1–2 Minuten sanft anbraten, bis sie leicht Farbe bekommen. Sahne und Pfeffer dazugeben und die Sauce bei niedriger Hitze 2 Minuten erwärmen. Die Hälfte des Mohns einrühren.

    4 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Schinkenwürfel haben leicht Farbe angenommen und die Sahne ist warm, ohne stark zu kochen.

    • Die Sahne bei niedriger Hitze erwärmen, damit sie glatt bleibt.
    • Das Kochwasser kann währenddessen bereits im Topf erhitzt werden.

    Wichtig: Beim Erhitzen des Öls und der Pfanne vorsichtig arbeiten.

  5. Tagliolini garen

    Wasser mit dem Salz zum Kochen bringen. Die frischen Tagliolini hineingeben und 2–3 Minuten garen, bis sie bissfest sind. Vor dem Abgießen etwa 150 ml Kochwasser mit der Schöpfkelle abschöpfen.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Tagliolini sind bissfest und nicht mehr mehlig im Kern.

    • Frische Pasta gart deutlich schneller als getrocknete Pasta.

    Wichtig: Beim Umgang mit kochendem Wasser und beim Abschöpfen vorsichtig arbeiten.

  6. Pasta vollenden

    Die Tagliolini direkt in die Pfanne geben und mit der Sauce vermengen. Nach und nach 50–100 ml Kochwasser einarbeiten, bis die Sauce cremig an den Nudeln haftet. Alles etwa 1 Minute bei niedriger Hitze schwenken. Mit Salz nur vorsichtig nachwürzen, da der Schinken bereits würzt.

    1 Minute

    Daran erkennst du es: Die Sauce haftet cremig an den Nudeln und wirkt nicht wässrig.

    • Kochwasser portionsweise zugeben; die Pasta soll cremig, aber nicht suppig werden.
  7. Anrichten

    Die Tagliolini auf vier Teller verteilen. Mit dem restlichen Mohn bestreuen und jeweils eine dünne Scheibe Prosciutto di San Daniele locker darauflegen.

    Daran erkennst du es: Die Pasta wird sofort heiß und cremig serviert.

    • Die Schinkenscheiben locker auflegen, damit ihre zarte Textur erhalten bleibt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Frische Pasta gart kurz: Die Tagliolini benötigen nur etwa 2–3 Minuten Kochzeit. Bei besonders dünn ausgerollten Streifen bereits frühzeitig auf die Bissfestigkeit prüfen.
  • Kochwasser nicht vergessen: Etwa 150 ml Kochwasser abschöpfen, bevor die Pasta abgegossen wird. Davon werden anschließend nur 50–100 ml nach Bedarf in die Sauce eingearbeitet.
  • Salz vorsichtig dosieren: Prosciutto di San Daniele bringt bereits Würze in die Sauce. Erst nach dem Vermengen abschmecken und nur bei Bedarf zusätzlich salzen.
  • Sahne sanft erwärmen: Die Sahne nur bei niedriger Hitze erwärmen und nicht stark sprudelnd kochen lassen, damit die Sauce glatt bleibt.

Zutatenwissen

Schinken in zwei Texturen

Eine dicke Scheibe wird für die Sauce gewürfelt, während dünne Scheiben erst beim Anrichten auf die Pasta kommen. So bleiben Würze und zarte Schinkentextur getrennt wahrnehmbar.

Mohn aufteilen

Die Hälfte des Mohns kommt in die Sahnesauce, die andere Hälfte wird zum Schluss über die angerichteten Tagliolini gestreut.

Mehl sparsam verwenden

Die Teigbahnen und das Brett nur leicht bemehlen. Zu viel Mehl kann an der Pasta haften und die Sauce verdünnen.

Sinnvolle Alternativen

Prosciutto crudo

Die regionale Identität des Gerichts verändert sich, die salzige Schinkenwürze bleibt jedoch erhalten.

Dicken Prosciutto crudo für die Sauce würfeln und dünne Scheiben zum Servieren verwenden. Je nach Salzgehalt vorsichtig nachwürzen.

Kochsahne

Die Sauce kann etwas leichter und weniger vollmundig werden.

Kochsahne in gleicher Menge verwenden und ebenfalls nur bei niedriger Hitze erwärmen.

Sesam

Das Aroma wird stärker nussig und der typische Mohncharakter entfällt.

Sesam wie den Mohn zur Hälfte in die Sauce geben und zur Hälfte zum Servieren verwenden.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Pastateig lässt sich nur schwer kneten und reißt beim Ausrollen.

Wasser nur tropfenweise, aber ausreichend einarbeiten, bis der Teig glatt und elastisch ist.

Den Teig kurz weiterkneten und bei Bedarf tropfenweise Wasser ergänzen; anschließend erneut ruhen lassen.

Die Sauce haftet nicht an den Tagliolini.

Das Kochwasser in kleinen Mengen einarbeiten und die Konsistenz nach jeder Zugabe prüfen.

Die Pasta kurz bei niedriger Hitze schwenken, damit überschüssige Flüssigkeit bindet.

Die Schinkenwürfel oder Schinkenscheiben werden trocken und hart.

Die Würfel nur sanft 1–2 Minuten anbraten und die dünnen Scheiben erst beim Anrichten auflegen.

Bei zu trockenen Würfeln etwas Kochwasser und Sahnesauce einarbeiten; harte Scheiben nicht weiter erhitzen.

Die Tagliolini werden weich und verlieren ihre Form.

Die frische Pasta nach 2 Minuten prüfen und direkt in die Pfanne geben.

Sofort abgießen und nur kurz in der Sauce schwenken; zusätzliche Flüssigkeit sparsam verwenden.

Varianten

Leicht knuspriger San-Daniele-Schinken

Die Schinkenwürfel etwas länger braten, bis sie leicht gebräunt sind, und die dünnen Scheiben kurz separat erwärmen, bevor sie auf die Pasta kommen.

Mohnbetonte Version

Der Mohnanteil wird stärker hervorgehoben, während die übrigen Zutaten unverändert bleiben.

Tagliolini ohne Nudelmaschine

Der Teig wird vollständig mit dem Nudelholz ausgerollt und anschließend von Hand geschnitten.

Servieren und kombinieren

  • Sofort heiß servieren: Die Tagliolini direkt nach dem Schwenken auf vorgewärmte Pastateller verteilen, damit die Sahnesauce cremig bleibt.
  • Schinken sichtbar vollenden: Die dünnen Schinkenscheiben locker auflegen und den restlichen Mohn erst am Tisch oder unmittelbar vor dem Servieren darübergeben.
  • Als vollständige Pastamahlzeit: Die vier Portionen frisch aus der Pfanne servieren; die cremige Sauce und der Schinken bilden bereits die charakteristische Begleitung der Pasta.

Planen und Reste genießen

Einfrieren

Für die fertige Sahnesauce und die frischen Tagliolini liegt keine belastbare Einfrier- und Auftauanleitung vor; die Textur kann sich verändern.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten (Weizen): enthält · Das Rezept verwendet Weizenmehl Type 00 für den Pastateig und zum Ausrollen.
  • Eier: enthält · Der Teig enthält ganze Eier und Eigelb.
  • Milch: enthält · Die Sauce enthält Sahne.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wann brauche ich das Wasser für den Pastateig?

Das Wasser ist nur nötig, wenn der Teig beim Kneten trocken wirkt. Es wird tropfenweise eingearbeitet, damit der Teig glatt und elastisch wird.

Wie lange müssen die frischen Tagliolini kochen?

Die frischen Tagliolini garen etwa 2–3 Minuten und sollten bissfest sein. Bei sehr dünnen Streifen bereits nach 2 Minuten prüfen.

Wie viel Kochwasser kommt in die Sauce?

Etwa 150 ml werden vor dem Abgießen zurückbehalten. Davon kommen nach und nach 50–100 ml in die Sauce, bis sie cremig an der Pasta haftet.

Kann ich den Prosciutto unterschiedlich schneiden?

Ja. Für die Sauce wird eine dicke Scheibe in Würfel geschnitten, während dünne Scheiben erst zum Servieren auf die Pasta kommen. Dadurch entstehen zwei unterschiedliche Texturen.

Aus unserer Küche

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