Radicchio richtig vorbereiten
Der Radicchio sollte vor dem Anrösten gut getrocknet werden. Durch das kurze Anrösten und anschließende Ofengaren wird seine Herbe abgemildert.
Frische Pasta, südtiroler Art
Feine, selbst geschnittene Tagliolini aus Ei, Weizen- und Hartweizenmehl mit im Ofen gegartem Radicchio-Pesto, Pinienkernen, Parmigiano, Pecorino und cremiger Ricotta.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese Südtiroler Tagliolini-Variante verbindet schmale, bissfeste frische Pasta mit einem leicht herben Radicchio-Pesto. Der Radicchio wird mit Knoblauch und Kräutern im Ofen gegart, anschließend mit Pinienkernen und Käse vermengt und auf gewürzter Ricotta angerichtet.
Die Tagliolini sind schmal, zart und dennoch bissfest. Das Pesto schmeckt würzig, nussig und leicht herb, mit aromatischen Kräutern und einer saftigen, cremigen Konsistenz. Die Ricotta bringt einen milden, kühlen und sahnigen Kontrast.
Schritt für Schritt
Weizenmehl und Hartweizenmehl auf die Arbeitsfläche geben und in der Mitte eine Mulde formen. EierGrieß aus Hartweizen, der besonders für Teigwaren verwendet wird. und Eigelb hineingeben und nach und nach Mehl einarbeiten. Den Teig 8 bis 10 Minuten kräftig kneten, bis er glatt und elastisch ist. Abdecken und 2 bis 3 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und nicht mehr klebrig.
Den Teig in vier Portionen teilen und jeweils dünn, etwa 1 mm stark, ausrollen. Die Teigplatten in rechteckige Stücke schneiden und 5 bis 10 Minuten leicht antrocknen lassen. Jede Platte längs locker aufrollen und mit einem scharfen Messer in 2 bis 3 mm breite Streifen schneiden. Die Tagliolini vorsichtig auseinanderziehen, mit Hartweizengrieß bestäuben und portionsweise auf einem bemehlten Tuch lagern.
Daran erkennst du es: Die Teigplatten fühlen sich leicht trocken an, bleiben aber biegsam.
Den Backofen auf 140 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Radicchio waschen, gut trocknen und vierteln. Eine Pfanne mit 15 ml Olivenöl erhitzen und die Radicchioviertel rundherum kurz anrösten. Auf ein Backblech legen, mit weiteren 15 ml Olivenöl beträufeln und Knoblauchzehen, Lorbeerblatt, Rosmarin, einen Thymianzweig, 2 g Salz und 1 g Pfeffer dazugeben. 20 bis 30 Minuten garen, bis der Radicchio weich ist.
Daran erkennst du es: Der Radicchio ist weich und an den Schnittflächen leicht gebräunt.
Wichtig: Das Backblech und die Pfanne werden sehr heiß; beim Herausnehmen Ofenhandschuhe verwenden.
Den Radicchio etwas abkühlen lassen. Lorbeerblatt, Rosmarinzweig, Thymianzweig und eine gegarte Knoblauchzehe entfernen. Den Radicchio fein hacken und mit der zweiten, fein gehackten Knoblauchzehe sowie den Blättchen der übrigen Thymianzweige vermengen. Pinienkerne grob hacken und mit Parmigiano Reggiano, Pecorino, den restlichen 30 ml Olivenöl und zunächst 40 ml Wasser unterrühren. Mit dem übrigen Salz und Pfeffer abschmecken. Falls das Pesto zu fest ist, esslöffelweise weiteres Wasser einarbeiten. 20 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Das Pesto ist streichfähig und haftet an der Pasta, ohne flüssig zu sein.
Die Ricotta mit 15 ml Olivenöl, Salz und Pfeffer glatt rühren. Bis zum Anrichten kühl stellen.
Daran erkennst du es: Die Ricotta ist glatt und gleichmäßig gewürzt.
Das Wasser mit dem Salz zum Kochen bringen. Die Tagliolini portionsweise hineingeben und 2 bis 3 Minuten garen, bis sie zart, aber noch bissfest sind. Etwa 100 ml Kochwasser zurückbehalten, die Pasta abgießen und sofort mit dem Radicchio-Pesto vermengen. Bei Bedarf etwas Kochwasser unterrühren.
Daran erkennst du es: Die Tagliolini sind zart, aber im Kern noch leicht bissfest.
Wichtig: Kochendes Wasser und aufsteigender Dampf können Verbrühungen verursachen; Pasta vorsichtig abgießen.
Auf jeden Teller etwas gewürzte Ricotta streichen. Die mit Radicchio-Pesto vermengten Tagliolini darauf anrichten und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Die Pasta ist heiß, glänzend mit Pesto überzogen und liegt auf der kühlen Ricotta.
Gut zu wissen
Der Radicchio sollte vor dem Anrösten gut getrocknet werden. Durch das kurze Anrösten und anschließende Ofengaren wird seine Herbe abgemildert.
Parmigiano bringt nussige Würze, Pecorino eine kräftigere salzige Note. Beide Käse werden fein gerieben, damit sie sich gleichmäßig im Pesto verteilen.
Die dünn geschnittene frische Pasta gart deutlich schneller als getrocknete Nudeln. Das Bestäuben mit Hartweizengrieß hilft, ein Verkleben zu vermeiden.
Das Pesto wird milder und weniger würzig-salzig.
Den Pecorino durch 30 g zusätzlich geriebenen Parmigiano Reggiano ersetzen und das Pesto am Ende vorsichtig nachsalzen.
Das Pesto erhält ein kräftigeres, leicht herbes Nussaroma.
Walnüsse grob hacken und wie die Pinienkerne unter das Pesto rühren.
Die Unterlage wird noch reichhaltiger und weniger frisch-säuerlich.
Mascarpone mit Olivenöl, Salz und Pfeffer glatt rühren. Bei Bedarf etwas weniger Olivenöl verwenden, damit die Creme nicht zu weich wird.
Das Mehl nach und nach einarbeiten und den Teig ausreichend kneten und ruhen lassen.
Etwas Mehl einarbeiten, den Teig erneut kurz kneten und nochmals kühlen.
Die Streifen vorsichtig auseinanderziehen, sparsam bestäuben und locker auf dem Tuch verteilen.
Die verklumpten Streifen vorsichtig mit den Fingern trennen und sofort kochen.
Zunächst nur 40 ml Wasser verwenden und die Konsistenz vor jeder weiteren Zugabe prüfen.
Etwas fein gehackten Radicchio oder geriebenen Käse unterrühren und kurz kühlen.
Nach 2 Minuten erstmals probieren und die Pasta abgießen, sobald sie zart, aber noch bissfest ist.
Die Pasta sofort abgießen und mit etwas Pesto sowie wenig Kochwasser vermengen, damit sie nicht weitergart.
Eine cremigere Variante mit mehr Ricotta im Pesto und einer weicheren, milderen Textur.
Eine aromatisch intensivere Variante mit stärkerem Radicchio- und Käsecharakter.
Der Pastateig kann bis zu 24 Stunden abgedeckt im Kühlschrank ruhen. Das Pesto und die gewürzte Ricotta können ebenfalls am Vortag vorbereitet und getrennt gekühlt werden. Die Tagliolini möglichst erst kurz vor dem Kochen schneiden oder locker auf einem bemehlten Tuch lagern.
Gekochte Pasta mit Pesto abkühlen lassen und zusammen mit Pesto und Ricotta getrennt im Kühlschrank lagern. Rohe frische Tagliolini trocken und locker auf einem bemehlten Tuch in einem abgedeckten Behälter aufbewahren.
Zubereitete Komponenten nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen lassen.
Häufig gefragt
Ja. Der abgedeckte Teig kann bis zu 24 Stunden im Kühlschrank ruhen. Vor dem Ausrollen kurz temperieren lassen, damit er wieder geschmeidig wird.
Den Radicchio gut trocknen, kurz anrösten und anschließend im Ofen weich garen. Die cremige Ricotta mildert den Geschmack zusätzlich.
Das Wasser lockert die Mischung aus Radicchio, Käse und Pinienkernen. Es sollte nach und nach eingearbeitet werden, bis das Pesto cremig haftet.
Die Tagliolini brauchen etwa 2 bis 3 Minuten. Am besten nach 2 Minuten probieren und abgießen, sobald sie zart, aber noch bissfest sind.
Die gewürzte Ricotta bildet eine milde, kühle und cremige Grundlage, die den herben Radicchio und die kräftigen Käsearomen ausgleicht.
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