Lardo einkaufen
Lardo ist in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Metzgereien oder an der Frischetheke erhältlich.
Rinderschmorgericht aus Emilia-Romagna
Ein langsam geschmorter piacentinischer Rinderbraten mit LardoItalienischer, gewürzter und gereifter Rückenspeck vom Schwein., Rotwein, Tomaten und aromatischem Gemüse, serviert in Scheiben mit seiner sämigen Schmorsauce.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Der Stracotto alla piacentina ist ein kräftiges Schmorgericht aus Piacenza in der Emilia-Romagna. Rinderschulter oder Rinderwade wird mit Lardo gespickt, zunächst rundum angebraten und anschließend viele Stunden mit Rotwein, Tomaten, Rinderbrühe und aromatischem Gemüse geschmort. Zum Servieren wird das sehr zarte Fleisch in Scheiben geschnitten und mit der eingekochten Sauce angerichtet.
Das Fleisch wird sehr weich und saftig, mit würzigem Rindgeschmack und feinen Lardo-Noten. Die Sauce ist dunkel, kräftig und sämig, mit fruchtiger Säure vom Rotwein und von den Tomaten sowie warmen Akzenten von Rosmarin, Zimt und Nelken.
Schritt für Schritt
Das Fleisch trocken tupfen und mit einem scharfen Messer mehrere kleine Einschnitte setzen. Die Knoblauchzehen längs teilen und zusammen mit den Lardostreifen in die Einschnitte stecken. Das Fleisch rundum mit einem Teil des Salzes und Pfeffers würzen; den Rest für die Sauce zurückhalten.
Daran erkennst du es: Die Lardostreifen und Knoblauchstücke sitzen in mehreren kleinen Einschnitten im Fleisch.
Zwiebel, Möhre und Sellerie sehr fein würfeln. Die Petersilie grob hacken und mit dem fein gehackten Lardo zu einer groben Paste vermengen.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist fein gewürfelt, die Kräuter-Lardo-Mischung bleibt leicht stückig.
Butter und Olivenöl in einem schweren Schmortopf erhitzen. Das gewürfelte Gemüse bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten langsam weich werden lassen, ohne es dunkel zu bräunen.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich und aromatisch, aber nicht dunkel gebräunt.
Das Fleisch in den Topf legen und bei etwas höherer Hitze rundum kräftig anbraten. Das dauert etwa 8 bis 10 Minuten. Den Rotwein angießen und 3 bis 4 Minuten einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist rundum kräftig gebräunt und der Wein deutlich reduziert.
Tomaten und 200 ml der Rinderbrühe hinzufügen. Die Lardo-Petersilien-Paste, Lorbeerblatt, Rosmarin, Zimt und Gewürznelken einrühren. Den Topf knapp bedecken und die Hitze so weit reduzieren, dass die Sauce nur ganz leise köchelt.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist knapp von Flüssigkeit umgeben und die Sauce bewegt sich nur sanft.
Den Stracotto 5 bis 6 Stunden schmoren. Das Fleisch etwa alle 45 bis 60 Minuten wenden. Wenn die Sauce zu stark einkocht, nach und nach die restliche Brühe angießen. Am Ende soll das Fleisch sehr weich sein und sich leicht anschneiden lassen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist sehr weich und lässt sich leicht anschneiden; die Sauce ist kräftig und nicht wässrig.
Das Fleisch aus dem Topf nehmen, locker abdecken und 15 Minuten ruhen lassen. Lorbeer, Rosmarin, Zimt und Gewürznelken aus der Sauce entfernen. Die Sauce nach Wunsch mit dem Stabmixer sämig pürieren und mit dem restlichen Salz und Pfeffer abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist sämig und ausgewogen abgeschmeckt, die festen Gewürze sind entfernt.
Das Fleisch quer zur Faser in nicht zu dünne Scheiben schneiden und mit der heißen Schmorsauce auf einer Servierplatte anrichten.
Daran erkennst du es: Die Scheiben halten zusammen und bleiben saftig; die Sauce haftet gut am Fleisch.
Gut zu wissen
Lardo ist in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Metzgereien oder an der Frischetheke erhältlich.
Gutturnio oder ein anderer trockener, kräftiger Rotwein mit guter Säure passt besonders gut. Ein anderer trockener Rotwein funktioniert ebenfalls, verändert aber die piacentinische Weinprägung.
Die Sauce wird etwas herzhafter und weniger buttrig als mit Lardo.
Den ungeräucherten fetten Speck genauso wie den Lardo verwenden: einen Teil zum Spicken des Fleisches und den restlichen Teil fein gehackt in der Sauce.
Das Gericht bleibt kräftig, verliert aber die spezifische piacentinische Weinprägung.
Den Ersatzwein in derselben Menge verwenden und wie angegeben nach dem Anbraten angießen und einkochen lassen.
Den Topf knapp bedecken und die Hitze so weit reduzieren, dass die Sauce nur ganz leise köchelt.
Nach und nach etwas von der vorgesehenen restlichen Rinderbrühe angießen und bei niedriger Hitze weiter schmoren.
Das Gemüse bei mittlerer Hitze langsam weich werden lassen, ohne es dunkel zu bräunen.
Das verbrannte Gemüse nicht vom Topfboden lösen; wenn der Geschmack bereits bitter ist, den Ansatz besser neu beginnen.
Die Schmorzeit nicht nur nach der Uhr, sondern nach der Zartheit des Fleisches beurteilen.
Bei leiser Hitze weiter schmoren und bei Bedarf etwas Brühe ergänzen, bis das Fleisch weich ist.
Die restliche Brühe nur nach Bedarf angießen und die Sauce am Ende offen etwas einkochen lassen.
Das Fleisch herausnehmen und die Sauce vorsichtig weiter reduzieren; anschließend nach Wunsch pürieren.
Keine belegte Angabe zur Tiefkühlqualität oder Auftaumethode vorhanden.
Häufig gefragt
Lardo ist ein italienischer Rückenspeck. In diesem Rezept wird er teils zum Spicken des Rindfleischs und teils fein gehackt in der Sauce verwendet.
Als Ersatz eignet sich ungeräucherter fetter Speck in derselben Gesamtmenge. Die Sauce wird dadurch etwas herzhafter und weniger buttrig.
Besonders passend ist ein trockener, kräftiger Rotwein aus der Gegend um Piacenza, etwa Gutturnio. Alternativ funktioniert ein anderer trockener Rotwein mit guter Säure.
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