Spaghetti alla San Giuannin

Pasta aus Apulien

Würzige apulische Spaghetti mit Tomaten, Sardellen, Oliven, Kapern und Basilikum.

Zum Rezept
Spaghetti alla San Giuannin aus Apulien
Vorbereitung 15 Minuten
Kochen / Backen 20 Minuten
Gesamtzeit ca. 35 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Nudelgerichte
Prägende Zutatenfamilie Fisch, Gemüse, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln
Anlasskontext Ritueller oder religiöser Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Sardellen lösen sich im Olivenöl auf und geben dem Tomatensugo Tiefe, ohne ihn fischig dominieren zu lassen.
  • Kapern und schwarze Oliven bringen salzige, herzhafte Akzente zur natürlichen Süße der Tomaten.
  • Das aufgefangene Kochwasser verbindet Sugo und Pasta, sodass die Spaghetti glänzend und saftig umhüllt werden.
  • Basilikum und die optionale Chilischote setzen zum Schluss frische und pikante Kontraste.

Spaghetti alla San Giuannin gehören zur einfachen apulischen Pastaküche. Je nach Ort und Dialekt ist das Gericht auch als Spaghetti alla San Giuannidd oder San Giuannide bekannt. Reife Tomaten, Sardellen, Oliven und Kapern ergeben einen würzigen Sugo, der die getrockneten Spaghetti saftig umhüllt. Die schnelle Zubereitung wird in Apulien besonders mit dem Johannistag am 24. Juni verbunden, passt aber ebenso gut auf einen unkomplizierten Alltagstisch.

Saftige, glänzend umhüllte Spaghetti mit weichen Tomaten, salzigen Oliven und Kapern, würziger Sardellennote, frischem Basilikum und optional dezenter Schärfe.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Zutaten vorbereiten

    Kirschtomaten waschen und halbieren. Kapern abspülen, Oliven abtropfen lassen und das Basilikum grob zupfen. Knoblauch schälen und leicht andrücken.

    Daran erkennst du es: Die Tomaten sind sauber halbiert, die Kapern abgespült und die Kräuter vorbereitet.

    • Den Knoblauch nur andrücken, damit er später leicht wieder aus dem Sugo entfernt werden kann.
  2. Aromaten und Sardellen anschwitzen

    Das Olivenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer bis niedriger Hitze erwärmen. Knoblauch und, falls verwendet, die zerbröselte Chilischote 2 Minuten darin aromatisieren. Sardellenfilets dazugeben und unter Rühren auflösen lassen.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Knoblauch duftet, ohne dunkel zu werden, und die Sardellen sind weitgehend im Öl aufgelöst.

    • Die Hitze niedrig halten, damit Knoblauch und Chili nicht verbrennen.
  3. Tomatensugo kochen

    Tomaten und das feine Salz für den Sugo in die Pfanne geben. 10 bis 12 Minuten offen köcheln lassen, bis die Tomaten weich sind und Saft abgeben. Einige Tomaten mit dem Pfannenwender leicht zerdrücken. Kapern und Oliven in den letzten 2 Minuten unterheben.

    12 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Tomaten sind weich, haben Saft abgegeben und der Sugo ist leicht eingedickt.

    • Einige Tomaten zerdrücken, aber nicht alle vollständig pürieren, damit der Sugo stückig bleibt.
  4. Spaghetti garen

    Während der Sugo kocht, 3 l Wasser in einem großen Topf aufkochen, mit 25 g Salz würzen und die Spaghetti nach Packungsangabe garen, jedoch 1 bis 2 Minuten vor der angegebenen Zeit abgießen. Etwa 150 ml Kochwasser auffangen.

    Daran erkennst du es: Die Spaghetti sind außen gegart, im Kern aber noch bissfest.

    • Die Pasta während des Köchelns des Sugos parallel garen, damit beides heiß zusammenkommt.

    Wichtig: Vorsicht beim Abgießen von kochendem Wasser und beim Umgang mit dem heißen Topf.

  5. Pasta im Sugo vollenden

    Die Spaghetti direkt in die Pfanne geben und mit etwa 100 ml Kochwasser 2 Minuten kräftig schwenken, bis der Sugo die Pasta glänzend umhüllt. Falls sie zu trocken wirkt, nach und nach weiteres Kochwasser ergänzen.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Pasta ist al dente und der Sugo haftet glänzend an den Spaghetti.

    • Die Pfanne kräftig bewegen, damit Stärke aus dem Kochwasser und Öl eine gebundene Sauce bilden.

    Wichtig: Pfannenstiel und heiße Spritzer beachten.

  6. Abschmecken und servieren

    Die Pfanne vom Herd nehmen, Knoblauch und Chilischote entfernen und das Basilikum unterheben. Abschmecken und die Spaghetti sofort servieren.

    Daran erkennst du es: Das Basilikum ist frisch eingearbeitet und die Pasta wird unmittelbar heiß serviert.

    • Vor dem Nachsalzen zuerst probieren, weil Sardellen, Kapern und Oliven bereits viel Würze mitbringen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Kochwasser zurückbehalten: Das stärkehaltige Kochwasser nicht vollständig wegschütten. Es verbindet den Sugo mit der Pasta und hilft, die gewünschte glänzende Konsistenz einzustellen.
  • Salz vorsichtig ergänzen: Sardellen, Kapern und Oliven bringen bereits Salz mit. Den Sugo erst nach dem Vermengen mit der Pasta abschmecken.
  • Direkt servieren: Die Spaghetti unmittelbar nach dem Schwenken servieren, damit die Sauce glänzend bleibt und die Pasta nicht nachquillt.

Zutatenwissen

Sardellen als Würzbasis

Die Sardellen werden im warmen Olivenöl aufgelöst. Dadurch verteilen sie sich gleichmäßig im Sugo und geben ihm herzhafte Tiefe.

Kapern abspülen

Das Abspülen reduziert überschüssige Lake oder Salz und lässt die Kapern ausgewogener in den Sugo integrieren.

Basilikum erst zum Schluss verwenden

Das Basilikum wird nach dem Ausschalten der Hitze untergehoben, damit sein frisches Aroma erhalten bleibt.

Sinnvolle Alternativen

Kapernlake oder zusätzliche Kapern

Der Sugo bleibt würzig, verliert aber die typische herzhafte Sardellennote.

Die Sardellen weglassen und den Sugo am Ende vorsichtig mit etwas Kapernlake oder zusätzlichen Kapern abschmecken.

Passierte Tomaten

Der Sugo wird glatter und weniger stückig.

Passierte Tomaten direkt in die Pfanne geben und offen köcheln lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Andere getrocknete Pasta

Die Form verändert sich, die Zubereitungsweise bleibt grundsätzlich gleich.

Eine ähnlich große Menge getrockneter Pasta verwenden und die Garzeit nach Packungsangabe anpassen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Knoblauch schmeckt bitter und dominiert den Sugo.

Bei mittlerer bis niedriger Hitze aromatisieren und den Knoblauch nur leicht andrücken.

Den Ansatz, falls möglich, mit frischem Öl neu beginnen; verbrannter Knoblauch lässt sich geschmacklich kaum ausgleichen.

Die Spaghetti werden weich und verlieren ihren Biss.

Die Pasta 1 bis 2 Minuten vor der angegebenen Zeit abgießen und nur 2 Minuten im Sugo vollenden.

Sofort servieren und kein weiteres Kochwasser hinzufügen.

Der Sugo schmeckt übermäßig salzig.

Das Salz im Sugo sparsam dosieren und erst am Ende abschmecken.

Mit etwas ungesalzener Pasta und bei Bedarf einem kleinen Schuss Kochwasser ausgleichen.

Der Sugo haftet nicht an den Spaghetti.

Kochwasser nach und nach ergänzen und die Pasta in der Pfanne kräftig bewegen.

Die Pasta bei mittlerer Hitze kurz weiter schwenken, damit überschüssige Flüssigkeit bindet und verdampft.

Varianten

Scharfe Variante

Eine deutlich pikante Version mit zusätzlicher getrockneter Chilischote.

Fischfreie Variante

Eine Variante ohne Sardellen, bei der die salzig-würzige Tiefe durch Kapernlake und zusätzliche Kapern unterstützt wird.

Servieren und kombinieren

  • Direkt aus der Pfanne: Die Spaghetti sofort nach dem Abschmecken auf vorgewärmte Teller verteilen, damit die Sauce glänzend und die Pasta bissfest bleibt.
  • Mit Brot servieren: Ein Stück kräftiges Brot passt dazu, um den würzigen Tomatensugo aufzunehmen.
  • Für den Johannistag: Das Gericht passt zu einem einfachen apulischen Essen rund um den Johannistag am 24. Juni.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Tomaten, Kapern, Oliven, Basilikum und Knoblauch können bis zu 12 Stunden vorher vorbereitet und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Den Sugo und die Pasta erst kurz vor dem Servieren zubereiten.

Aufbewahren

Übrig gebliebene Pasta nach dem Abkühlen abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb von 2 Tagen verbrauchen.

Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.

Einfrieren

Pasta und Sugo verlieren durch das Einfrieren und Auftauen voraussichtlich an Biss und Bindung.

Aufwärmen

  • Pfanne: Die Pasta mit einem kleinen Schuss Wasser in eine Pfanne geben und bei mittlerer Hitze unter Rühren erwärmen, bis sie durchgehend heiß ist.

Allergene und Nährwerte

  • Fisch: enthält · Sardellenfilets sind Bestandteil des Rezepts.
  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Die verwendeten Spaghetti bestehen typischerweise aus Weizen; die konkrete Produktkennzeichnung ist zu prüfen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich statt Kirschtomaten auch andere reife Tomaten verwenden?

Ja. Verwende eine vergleichbare Menge reifer Tomaten. Je nach Wassergehalt kann der Sugo etwas länger offen einkochen müssen.

Schmeckt die Pasta stark nach Sardellen?

Nein, wenn die Sardellen im Olivenöl aufgelöst werden, verteilen sie sich als herzhafte Würzbasis im Sugo. Die fertige Pasta schmeckt vor allem würzig und tomatig.

Muss die Chilischote verwendet werden?

Nein. Die Chilischote ist optional und kann für eine milde Version vollständig weggelassen werden.

Soll ich zusätzliches Salz verwenden?

Erst am Ende abschmecken. Sardellen, Kapern und Oliven bringen bereits Salz mit.

Aus unserer Küche

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