Cardo gobbo oder Cardoni
Cardo gobbo di Nizza Monferrato ist eine passende piemontesische Wahl. Gewöhnliche Cardi oder Cardoni funktionieren ebenfalls, schmecken meist etwas kräftiger und können fester sein.
Herzhafter Gemüseflan
Zarter piemontesischer Gemüseflan aus weich gegarten CardiEssbare, mit der Artischocke verwandte Pflanze, deren fleischige Blattstiele meist gegart verwendet werden., Ricotta, Parmesan, Ei und Bagna caudaPiemontesische warme Sauce aus Knoblauch, gesalzenen Sardellen, Öl und häufig Butter., im Wasserbad gegart und warm aus der Ringform gestürzt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Sformato di cardi ist ein herzhafter piemontesischer Gemüseflan aus weich gegarten Cardoni, Ricotta und Parmesan. Die Masse wird in einer gebutterten, mit Semmelbröseln ausgekleideten Ringform im Wasserbad gegart und bleibt dadurch zart und gleichmäßig gebunden. Bagna cauda gibt dem mild-herben Cardo eine würzige Note.
Der Sformato ist außen fest, in der Mitte zart und leicht zitternd. Er schmeckt mild-herb nach Cardo, cremig nach Ricotta und Parmesan und endet mit der würzigen, salzigen Tiefe der Bagna cauda.
Schritt für Schritt
Die äußeren, harten Blätter der Cardi entfernen. Die Stangen gründlich von Fasern befreien, in etwa 3 cm große Stücke schneiden und bis zur Verarbeitung in Wasser mit dem Zitronensaft legen.
Einen großen Topf mit reichlich Wasser und 15 g Salz zum Kochen bringen. Die Cardi hineingeben und 25 bis 30 Minuten garen, bis sie weich sind. Anschließend in einem Sieb gut abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Stangen lassen sich leicht mit einer Gabel durchstechen.
Wichtig: Beim Abgießen und Umgang mit dem kochenden Wasser vorsichtig arbeiten.
Die weichen Cardi fein pürieren. Das Püree in ein sauberes Tuch geben, zu einem Bündel drehen und kräftig ausdrücken. Je weniger Flüssigkeit zurückbleibt, desto besser hält der Sformato später seine Form.
Daran erkennst du es: Das Püree ist fein und wirkt nach dem Ausdrücken nicht mehr wässrig.
10 g Butter in einer breiten Pfanne schmelzen. 2 EL Bagna cauda einrühren, das Cardo-Püree dazugeben und bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten unter Rühren erhitzen, bis es deutlich trockener wirkt. Anschließend 10 Minuten abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Das Püree wirkt deutlich trockener und bleibt beim Rühren kompakt.
Ricotta glatt rühren. Cardi, Parmesan, Eier, Eigelb, die restlichen 2 EL Bagna cauda, Salz und Pfeffer gründlich unterheben. Die Masse soll dickflüssig und gleichmäßig gebunden sein, nicht wässrig.
Daran erkennst du es: Die Masse ist glatt, dickflüssig und ohne sichtbare Flüssigkeit am Schüsselboden.
Die Ringform mit 10 g Butter ausstreichen und mit den Semmelbröseln auskleiden. Die Cardo-Masse einfüllen und die Oberfläche glatt streichen. Die Form mit Aluminiumfolie abdecken und einige kleine Löcher in die Folie stechen.
Die Form in eine tiefe, ofenfeste Form stellen. So viel heißes Wasser angießen, dass es 2 bis 3 cm unter dem Rand der Ringform steht. Im vorgeheizten Backofen bei 150 °C Ober-/Unterhitze 45 Minuten im Wasserbad garen.
Daran erkennst du es: Die Ränder sind fest und die Mitte zittert nur noch leicht.
Wichtig: Die tiefe Form und das Wasser sind sehr heiß; beim Herausnehmen besonders vorsichtig arbeiten.
Die Form aus dem Wasserbad nehmen und 10 Minuten ruhen lassen. Mit einem dünnen Messer vorsichtig am Rand entlangfahren, einen Teller auflegen und den Sformato behutsam stürzen. Warm servieren.
Daran erkennst du es: Der Sformato lässt sich lösen, ohne dass die Seiten einreißen.
Wichtig: Form und Wasserbad bleiben auch nach dem Backen heiß; hitzefeste Handschuhe verwenden.
Gut zu wissen
Cardo gobbo di Nizza Monferrato ist eine passende piemontesische Wahl. Gewöhnliche Cardi oder Cardoni funktionieren ebenfalls, schmecken meist etwas kräftiger und können fester sein.
Fertige Bagna cauda ist im italienischen Feinkosthandel und gelegentlich im Glas erhältlich. Sie liefert die charakteristische Würze, ohne dass die Sauce separat gekocht werden muss.
Der Geschmack wird typischer piemontesisch und meist etwas milder; die Garzeit kann je nach Festigkeit leicht variieren.
Cardo gobbo wie die angegebenen Cardi putzen, in Stücke schneiden und weich kochen. Die benötigte Menge bezieht sich auf das geputzte Gemüse.
Das Püree im Tuch kräftig ausdrücken und anschließend in der Pfanne erhitzen, bis es deutlich trockener wirkt.
Die Masse vor dem Einfüllen noch einige Minuten länger bei mittlerer Hitze trocknen, ohne sie ansetzen zu lassen.
Das Wasser vorsichtig dosieren und die Ringform vor dem Garen sicher in die tiefe Form stellen.
Die Folie abnehmen, die Oberfläche vorsichtig trocken tupfen und den Sformato weitergaren, bis die Mitte nur noch leicht zittert.
Den Sformato zehn Minuten ruhen lassen und erst danach mit einem dünnen Messer am Rand entlangfahren.
Den Sformato in der Form portionieren und warm servieren.
Die gewöhnlichen Cardi oder Cardoni durch den besonders typischen piemontesischen Cardo gobbo ersetzen.
Häufig gefragt
Ja. Gewöhnliche Cardi oder Cardoni sind eine passende Alternative. Ihr Geschmack ist meist etwas kräftiger und die Stangen können fester sein, daher auf die weiche Gabelprobe achten.
Fertige Bagna cauda aus dem italienischen Feinkosthandel oder aus dem Glas ist geeignet. Die insgesamt 4 EL werden auf das Trocknen des Cardo-Pürees und die spätere Masse aufgeteilt.
Die Ränder sollen fest sein, während die Mitte nur noch leicht zittert. Danach den Sformato zehn Minuten ruhen lassen, bevor er gestürzt wird.
Meist ist das Cardo-Püree noch zu feucht oder die Ruhezeit wurde ausgelassen. Das Gemüse gründlich ausdrücken, in der Pfanne trocknen und den fertigen Flan vor dem Stürzen zehn Minuten ruhen lassen.
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