Sfogliolato di Acerenza

Hefebrot aus Acerenza, Basilikata

Ringförmiges Hefebrot aus Acerenza in der Basilikata, dessen geschichteter Teig mit Olivenöl, Zucker, Rosinen, Zimt und Sardellen gefüllt wird. Das Ergebnis verbindet süße, würzige und herzhafte Aromen in einem in Scheiben servierten Merenda-Gebäck.

Zum Rezept
Sfogliolato di Acerenza: süß und salzig aus der Basilikata
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 40 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 3 Std. 25 Min.
Gesamtzeit ca. 4 Std. 25 Min.
Menge 1 ringförmiges Hefebrot, etwa 8 bis 10 Scheiben
Gerichtsform und Gerichtsart Brote
Prägende Zutatenfamilie Fisch, Kräuter und Gewürze, Obst, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Verzehrkontext Zwischenmahlzeit

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das mehrfache Falten erzeugt eine kompakte, geschichtete Krume mit abwechslungsreicher Textur.
  • Rosinen und Zucker bringen Süße, während Zimt und Sardellen einen würzigen, herzhaften Gegenpol setzen.
  • Die zweite Gehzeit lockert den geformten Ring vor dem Backen nochmals auf.
  • Die Ringform sorgt für gleichmäßige Scheiben und eine gut gebräunte Oberfläche.

Sfogliolato di Acerenza ist ein charaktervolles Hefebrot aus der Basilikata. Der dünn ausgerollte Teig wird mehrfach mit Olivenöl und einer ungewöhnlichen Füllung aus Zucker, Rosinen, Zimt und Sardellen geschichtet, anschließend zu einem Ring geschlossen und zweimal gehen gelassen. Warm oder vollständig ausgekühlt lässt sich das Brot in Scheiben teilen und unkompliziert aus der Hand essen.

Außen goldbraun und leicht knusprig, innen weich und geschichtet. Die Rosinen wirken süß und fruchtig, der Zimt warm-würzig, während die Sardellen eine herzhafte, salzige Tiefe beisteuern.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Rosinen und Sardellen vorbereiten

    Die Rosinen mit heißem Wasser übergießen und 10 Minuten quellen lassen. Anschließend in einem Sieb gut abtropfen lassen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Die Sardellenfilets abtropfen lassen und grob zerteilen.

    10 Minuten
    • Die Rosinen vor dem Einschichten möglichst trocken tupfen, damit die Teigschichten nicht unnötig feucht werden.
  2. Teig mischen

    Semola, Weizenmehl, Trockenhefe und Salz in der großen Schüssel mischen. Das lauwarme Wasser nach und nach dazugießen und alles zuerst mit einem Kochlöffel, dann mit den Händen zu einem weichen Teig verbinden.

    Daran erkennst du es: Ein weicher, zusammenhängender Teig ist entstanden.

    • Das Wasser schrittweise einarbeiten, damit die Teigkonsistenz kontrollierbar bleibt.
  3. Kneten und erste Gehzeit

    Den Teig auf der Arbeitsfläche 8 bis 10 Minuten kräftig kneten, bis er glatt und elastisch ist. In eine leicht geölte Schüssel legen, abdecken und bei Raumtemperatur etwa 2 Stunden gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.

    2 Stunden

    Daran erkennst du es: Der Teig hat sein Volumen deutlich vergrößert.

    • Die Schüssel an einen zugfreien Ort bei Raumtemperatur stellen.
  4. Teig ausrollen und Form vorbereiten

    Die Form mit 15 ml Olivenöl ausstreichen. Den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche zu einem Rechteck von ungefähr 50 × 35 cm ausrollen. Er sollte möglichst dünn, aber noch gut handhabbar sein.

    Daran erkennst du es: Der Teig ist dünn ausgerollt und lässt sich noch anheben und falten.

    • Beim Ausrollen nicht zu stark drücken, damit der Teig nicht an der Arbeitsfläche festklebt oder reißt.
  5. Erste Füllungsschichten auftragen

    Die Teigfläche mit etwa einem Drittel des Olivenöls bestreichen. Ein Drittel von Zucker, Rosinen, Zimt und Sardellen darauf verteilen. Den Teig von der langen Seite her locker zur Mitte falten. Die entstandene Fläche erneut mit Öl bestreichen und wieder ein Drittel der Füllung daraufgeben.

    Daran erkennst du es: Öl und Füllung sind gleichmäßig über die gefaltete Teigfläche verteilt.

    • Die Füllung möglichst gleichmäßig verteilen, damit der Ring später rundum geschichtet ist.
  6. Fertig falten und zum Ring schließen

    Den Teig weiter falten, bis eine kompakte, geschichtete Rolle entsteht. Die restlichen Zutaten dabei gleichmäßig einarbeiten. Die Rolle vorsichtig zu einem Ring schließen und die Enden gut zusammendrücken.

    Daran erkennst du es: Die Rolle ist geschlossen und die Enden halten zusammen.

    • Den Ring vorsichtig bewegen, damit die dünnen Teigschichten nicht aufreißen.
  7. Zweite Gehzeit und Vorheizen

    Den Ring in die vorbereitete Form legen, abdecken und nochmals etwa 1 Stunde gehen lassen. Währenddessen den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

    60 Minuten 175 °C

    Daran erkennst du es: Der geformte Ring ist nochmals sichtbar aufgegangen.

    • Das Vorheizen kann während der zweiten Gehzeit erfolgen, damit der Ofen zum Backbeginn vollständig heiß ist.

    Wichtig: Beim Vorheizen und späteren Öffnen des Backofens vorsichtig mit der Hitze umgehen.

  8. Backen

    Den Sfogliolato auf der mittleren Schiene etwa 40 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.

    40 Minuten 175 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun.

    • Die Form möglichst mittig einschieben, damit der Ring gleichmäßig bräunt.

    Wichtig: Die heiße Form nur mit geeignetem Ofenhandschuh aus dem Backofen nehmen.

  9. Ruhen lassen und anschneiden

    Den gebackenen Ring vor dem Anschneiden mindestens 15 Minuten ruhen lassen. Anschließend warm oder vollständig ausgekühlt in Scheiben teilen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Ring lässt sich schneiden, ohne dass die Schichten stark auseinanderbrechen.

    • Die Ruhezeit erleichtert das Schneiden und stabilisiert die geschichtete Struktur.

    Wichtig: Der Ring kann direkt nach dem Backen sehr heiß sein.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Gleichmäßig schichten: Die Füllung wird in Dritteln eingearbeitet. Eine gleichmäßige Verteilung unterstützt eine ausgewogene Kombination aus süßen, würzigen und herzhaften Bissen.
  • Dünn, aber handhabbar ausrollen: Der Teig soll möglichst dünn sein, darf beim Falten und Schließen des Rings aber nicht reißen.
  • Vorheizen während der zweiten Gehzeit: Der Backofen kann während der zweiten Gehzeit vorgeheizt werden. So wird die Gesamtwartezeit sinnvoll genutzt.

Zutatenwissen

Semola rimacinata di grano duro

Semola rimacinata di grano duro ist fein gemahlener Hartweizengrieß beziehungsweise Hartweizenmehl. Du findest ihn meist in italienischen Lebensmittelgeschäften, gut sortierten Supermärkten oder im Onlinehandel.

Sardellenfilets abtropfen lassen

Die Sardellenfilets werden vor dem Verteilen abgetropft und grob zerteilt, damit sich ihr salziger Geschmack gleichmäßig in den Schichten verteilt.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Teigschichten werden feucht und lassen sich schlecht falten.

Die Rosinen nach dem Abtropfen gründlich mit Küchenpapier trocknen.

Die Füllung vorsichtig weiter einarbeiten und den Ring vor dem Backen besonders behutsam schließen.

Einige Scheiben sind sehr süß oder sehr salzig, andere enthalten kaum Füllung.

Die Füllungsbestandteile in Dritteln abmessen und gleichmäßig verstreuen.

Bei noch offenem Teig die sichtbaren Lücken vorsichtig mit den verbleibenden Zutaten ausgleichen.

Der Ring bleibt im Inneren teigig oder instabil.

Den Ring bei 175 °C vollständig backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.

Wenn die Oberfläche bereits stark gebräunt ist, den Ring vorsichtig weiterbacken und die Bräunung beobachten.

Servieren und kombinieren

  • Warm zur Merenda: Den Sfogliolato nach der Ruhezeit noch warm in Scheiben schneiden und als ungewöhnliches süß-herzhaftes Gebäck aus der Hand servieren.
  • Ausgekühlt in Scheiben: Vollständig ausgekühlt lässt sich der Ring besonders unkompliziert portionieren und als charaktervolle Brotscheibe servieren.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Semola rimacinata di grano duro und Weizenmehl Type 0 sind Weizenprodukte.
  • Fisch: enthält · Die Füllung enthält Sardellenfilets.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist Sfogliolato di Acerenza?

Sfogliolato di Acerenza ist ein ringförmiges Hefebrot aus Acerenza in der Basilikata. Es wird mehrfach gefaltet und mit Olivenöl, Zucker, Rosinen, Zimt und Sardellen geschichtet.

Wie viele Scheiben ergibt das Rezept?

Das Rezept ergibt einen Ring mit etwa 8 bis 10 Scheiben. Als rechnerische Basis sind 9 Scheiben angesetzt.

Kann der Sfogliolato warm gegessen werden?

Ja. Nach mindestens 15 Minuten Ruhezeit kann er warm angeschnitten werden. Vollständig ausgekühlt lässt er sich ebenfalls in Scheiben servieren.

Wie schmeckt die Kombination aus Rosinen, Zimt und Sardellen?

Die Rosinen und der Zucker bringen Süße, der Zimt eine warme Würze und die Sardellen eine salzige, herzhafte Tiefe. Dadurch entsteht ein deutlich süß-herzhaftes Geschmacksprofil.

Aus unserer Küche

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