Cavolo nero auswählen
Die langen, dunkelgrünen Blätter sind besonders häufig auf gut sortierten Wochenmärkten, in Bioläden und in italienischen Lebensmittelgeschäften erhältlich. Junge Blätter sind meist zarter.
Risotto, toskanische Machart
Cremiges toskanisches Risotto mit blanchiertem und teilweise püriertem Cavolo nero, Carnaroli, Gemüsebrühe und Pecorino Toscano.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Cavolo nero, auch Schwarzkohl oder cavolo toscano genannt, verleiht diesem Risotto eine herbe, grüne Würze. Die Blätter werden kurz blanchiert, teils mit Kochwasser püriert und anschließend zusammen mit Carnaroli und heißer Gemüsebrühe verarbeitet. Pecorino Toscano sorgt beim abschließenden Unterheben für Würze und eine besonders cremige Konsistenz.
Cremig und fließend, mit leicht bissfestem Reiskern, erdig-herbem Schwarzkohlgeschmack und würziger, milder Schafskäsenote. Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer setzt einen warmen, pikanten Akzent.
Schritt für Schritt
Die dicken Mittelrippen des Cavolo nero entfernen. Die Blätter gründlich waschen und in Streifen schneiden. Die Mittelrippen klein schneiden, zur Gemüsebrühe geben und die Brühe in einem Topf erhitzen. Während der restlichen Zubereitung knapp unter dem Siedepunkt warm halten.
Daran erkennst du es: Die Brühe bleibt heiß, ohne stark zu sprudeln.
Wichtig: Beim Hantieren mit heißer Brühe vorsichtig arbeiten.
Das Wasser mit wenig Salz aufkochen. Die Cavolo-nero-Blätter 3 Minuten blanchieren, dann in einem Sieb abgießen und 250 ml Kochwasser auffangen. Etwa die Hälfte der Blätter mit 100 ml Kochwasser fein pürieren. Die übrigen Blätter grob hacken.
Daran erkennst du es: Die Blätter sind weich genug zum Pürieren, behalten aber ihre grüne Farbe.
Wichtig: Das Kochwasser ist sehr heiß; beim Abgießen und Auffangen vorsichtig vorgehen.
Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. Das Olivenöl in der breiten, schweren Kasserolle erhitzen. Die Zwiebel bei mittlerer Hitze 4 bis 5 Minuten weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen. Den Knoblauch kurz mitdünsten.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich und glasig, aber kaum gebräunt.
Den Reis einrühren und 2 Minuten unter Rühren rösten, bis die Körner an den Rändern glasig wirken. Mit dem Weißwein ablöschen und vollständig einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Reiskörner wirken an den Rändern glasig und der Wein ist vollständig eingekocht.
Wichtig: Beim Ablöschen kann heißer Dampf aufsteigen.
Eine Kelle heiße Brühe angießen und unter regelmäßigem Rühren einkochen lassen. Sobald die Flüssigkeit fast aufgenommen ist, wieder Brühe nachgießen. Nach etwa 8 Minuten das Cavolo-nero-Püree einrühren, nach weiteren 3 Minuten die gehackten Blätter. Insgesamt 17 bis 19 Minuten garen. Je nach Reissorte werden ungefähr 1,2 bis 1,35 l Flüssigkeit benötigt.
Daran erkennst du es: Der Reis ist außen cremig und im Kern noch leicht bissfest.
Die Kasserolle vom Herd nehmen. Butter und Pecorino Toscano unterheben, mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken und 2 Minuten ruhen lassen. Das Risotto soll cremig fließen und nicht trocken oder schnittfest stehen.
Daran erkennst du es: Das Risotto fließt langsam auseinander, wenn die Kasserolle leicht bewegt wird.
Gut zu wissen
Die langen, dunkelgrünen Blätter sind besonders häufig auf gut sortierten Wochenmärkten, in Bioläden und in italienischen Lebensmittelgeschäften erhältlich. Junge Blätter sind meist zarter.
Pecorino Toscano ist ein milder Schafskäse. Ein milder Pecorino kann ihn ersetzen, macht das Risotto jedoch etwas kräftiger und salziger.
Carnaroli eignet sich wegen seiner cremigen Außenstruktur und seines stabilen Kerns besonders gut für dieses Risotto.
Der Geschmack wird meist milder und weniger würzig; die grüne Farbe und die Struktur bleiben ähnlich.
Den jungen Grünkohl von groben Stielen befreien und wie den Cavolo nero blanchieren. Je nach Zartheit kann die Blanchierzeit leicht kürzer ausfallen.
Das Risotto bleibt würzig, kann aber etwas kräftiger und salziger schmecken.
Den Käse fein reiben und beim Abschmecken mit zusätzlichem Salz zurückhaltend vorgehen.
Die Gemüsebrühe während der gesamten Zubereitung knapp unter dem Siedepunkt warm halten.
Mit weiterer heißer Brühe portionsweise weitergaren, bis der Reis außen cremig und im Kern bissfest ist.
Bei mittlerer Hitze weich dünsten und nur leicht glasig werden lassen.
Wenn die Zwiebel stark verbrannt ist, die Basis besser neu ansetzen.
Die Flüssigkeit kellenweise nachgießen und jeweils fast aufnehmen lassen.
Bei zu flüssigem Risotto ohne Deckel weitergaren und regelmäßig rühren.
Die Konsistenz am Ende prüfen und bei Bedarf mit heißer Brühe oder Kochwasser lockern.
Mit wenig heißer Flüssigkeit vorsichtig unterheben, bis das Risotto wieder fließt.
250 ml Kochwasser auffangen und mindestens 100 ml zum Pürieren verwenden.
Mit etwas heißer Brühe weiterarbeiten und die Konsistenz beim Unterheben anpassen.
Für eine deutlichere Blattstruktur alle blanchierten Blätter grob hacken und auf das Pürieren verzichten.
Cavolo nero durch jungen Grünkohl ersetzen, wenn Schwarzkohl nicht erhältlich ist.
Reste nach dem Abkühlen in einen dicht schließenden Behälter geben und im Kühlschrank aufbewahren.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.
Die cremige Risottostruktur leidet beim Einfrieren und Auftauen deutlich.
Häufig gefragt
Ja. Junger Grünkohl ist laut Rezept eine mögliche Alternative. Sein Geschmack ist meist milder und weniger würzig.
Ein milder Pecorino eignet sich als Ersatz. Das Risotto schmeckt dadurch etwas kräftiger und salziger.
Das Kochwasser wird zum Pürieren verwendet und kann später außerdem helfen, die cremige Konsistenz des Risottos anzupassen.
Der Reis soll außen cremig und im Kern noch leicht bissfest sein. Nach der Ruhezeit soll das Risotto cremig fließen und nicht trocken stehen.
Je nach Reissorte werden ungefähr 1,2 bis 1,35 l Flüssigkeit benötigt. Deshalb die Brühe portionsweise zugeben und die Konsistenz beobachten.
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