Wilder Fenchel
Wilder Fenchel ist je nach Saison auf Wochenmärkten, in gut sortierten italienischen Feinkostläden oder gelegentlich tiefgekühlt erhältlich.
Reisgericht aus Sizilien
Cremiges sizilianisches Reisgericht mit Sardinen, wildem Fenchel, Rosinen, Pinienkernen und Safran, vollendet mit gerösteten Semmelbröseln.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Riso con le sarde verbindet sardinenwürzige Tiefe mit dem Duft von wildem Fenchel, süßen Rosinen, Pinienkernen und Safran. Der Reis wird schöpflöffelweise gegart, sodass er cremig bleibt und im Kern noch leichten Biss behält. Geröstete Semmelbrösel setzen zum Schluss einen knusprigen Kontrast.
Cremiger Reis mit leicht bissigem Kern, zarten Sardinenstücken und weichem Fenchel. Dazu kommen süße Rosinen, geröstete Pinienkerne, warmer Safranduft und knusprige, goldbraune Semmelbrösel.
Schritt für Schritt
Den wilden Fenchel gründlich waschen, grobe Enden entfernen und die zarten Stiele sowie Blätter klein schneiden. Das Wasser mit dem Blanchiersalz aufkochen, den Fenchel 8 Minuten blanchieren und mit dem Schaumlöffel herausheben. 300 ml Kochwasser in einer hitzefesten Schüssel auffangen, den Fenchel gut abtropfen lassen und grob hacken. Den Fischfond gleichzeitig in einem kleinen Topf heiß halten.
Daran erkennst du es: Der Fenchel ist weich, aber noch nicht zerfallen.
Die Rosinen 10 Minuten in warmem Wasser einweichen und anschließend abtropfen lassen. Die Pinienkerne in einer trockenen Pfanne goldgelb rösten und beiseitestellen. Die Safranfäden in 2 Esslöffeln heißem Fenchelwasser lösen.
Daran erkennst du es: Die Rosinen sind weich und die Pinienkerne goldgelb geröstet.
25 ml Olivenöl in einem breiten Topf erhitzen. Die fein gewürfelte Zwiebel 5 Minuten glasig dünsten. Die Sardellenfilets einrühren, bis sie sich auflösen. 350 g Sardinenfilets dazugeben, mit etwas schwarzem Pfeffer würzen und 2 bis 3 Minuten garen, bis sie gerade fest werden.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist glasig, die Sardellen sind aufgelöst und die Sardinen gerade fest.
Wichtig: Rohes Fischfleisch nach der Verarbeitung nicht mit verzehrfertigen Zutaten oder Geräten in Kontakt bringen.
Den Reis einstreuen und 2 Minuten unter Rühren mitrösten. Mit dem trockenen Weißwein ablöschen und vollständig einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Reiskörner sind von Öl überzogen und der Wein ist vollständig eingekocht.
Den heißen Fischfond und das Fenchelwasser nach und nach schöpflöffelweise angießen. Erst neue Flüssigkeit zugeben, wenn die vorige fast aufgenommen ist. Nach 8 Minuten den gehackten Fenchel, die Rosinen, die Pinienkerne und das Safranwasser unterheben.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit wird nach und nach aufgenommen, während der Reis sichtbar cremiger wird.
Nach weiteren 4 Minuten die restlichen 150 g Sardinenfilets vorsichtig einlegen. Den Reis insgesamt 17 bis 19 Minuten garen. Falls nötig, etwas heißen Fond nachgießen. Das fertige Gericht soll fließend-cremig und nicht trocken sein.
Daran erkennst du es: Der Reis ist außen cremig und innen noch leicht bissfest; die Sardinen sind gerade durchgegart.
Wichtig: Die Sardinen vollständig garen, bis sie fest und im Inneren nicht mehr glasig sind.
Den Topf vom Herd nehmen, das restliche Olivenöl unterrühren und den Reis 2 Minuten ruhen lassen. Abschmecken, auf tiefe Teller verteilen und mit den gerösteten Semmelbröseln bestreuen.
Daran erkennst du es: Der Reis ist cremig, fließend und noch leicht bissfest.
Gut zu wissen
Wilder Fenchel ist je nach Saison auf Wochenmärkten, in gut sortierten italienischen Feinkostläden oder gelegentlich tiefgekühlt erhältlich.
Die Safranfäden werden vor dem Einrühren in heißem Fenchelwasser gelöst, damit sich ihr Aroma gleichmäßig im Reis verteilt.
Das abgewogene Salz gehört ausschließlich ins Blanchierwasser. Zusätzliches Salz wird erst am Ende nach Geschmack verwendet.
Der Fenchelgeschmack wird etwas kräftiger und weniger kräutrig.
Den wilden Fenchel durch 150 g Fenchelgrün und 1 g zerstoßene Fenchelsamen ersetzen. Das Fenchelgrün wie den wilden Fenchel vorbereiten; die Fenchelsamen mit dem Fenchel in den Reis geben.
Den heißen Fond schöpflöffelweise zugeben und erst nachgießen, wenn die vorige Menge fast aufgenommen ist.
Etwas heißen Fischfond unterrühren, bis die gewünschte fließende Konsistenz erreicht ist.
Die Brösel bei mittlerer Hitze rösten und häufig bewegen.
Zu dunkel geröstete Brösel nicht verwenden und eine neue kleine Menge rösten.
Die erste Portion nur 2 bis 3 Minuten vorgaren und die zweite Portion erst spät vorsichtig einlegen.
Das Gericht sofort vom Herd nehmen und die restlichen Zutaten vorsichtig unterheben.
Erst nach dem Ruhen abschmecken und das zusätzliche Salz getrennt vom Blanchiersalz führen.
Mit wenig Salz und schwarzem Pfeffer nachwürzen.
Wenn wilder Fenchel nicht erhältlich ist, lässt sich das Gericht mit Fenchelgrün und zerstoßenen Fenchelsamen zubereiten.
Häufig gefragt
Verwende 150 g Fenchelgrün und 1 g zerstoßene Fenchelsamen. Der Geschmack wird dadurch etwas kräftiger und weniger kräutrig.
Der Reis soll fließend-cremig sein, außen cremig bleiben und im Kern noch leichten Biss haben. Falls er zu trocken wirkt, vorsichtig etwas heißen Fischfond nachgießen.
Die erste Portion gibt dem Reis früh Tiefe. Die restlichen Filets werden später eingelegt, damit sie zarter bleiben und als Stücke erkennbar sind.
Die Semmelbrösel erst nach der kurzen Ruhezeit beim Servieren darüberstreuen. So bleiben sie knusprig.
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