Rigatino toscano
Das luftgetrocknete, kräftig gewürzte Rigatino ist am ehesten in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Metzgereien oder im italienischen Spezialitätenhandel erhältlich.
Toskanische Gemüsebeilage
Herzhafte toskanische Gemüsebeilage aus Pistoia: weich blanchierte Rape werden mit Knoblauch, Rigatino und wildem Fenchel kräftig in der Pfanne nachgebraten.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Rape rifatte alla pistoiese sind eine einfache Gemüsebeilage aus der Toskana, besonders aus dem Raum Pistoia. Mit „rape“ sind hier keine Rübenknollen gemeint, sondern kräftige Blätter und zarte Triebe von Blattgemüse. Nach dem Blanchieren wird das Gemüse gründlich ausgedrückt und anschließend mit Knoblauch, toskanischem Rigatino und wildem Fenchel in der Pfanne kräftig nachgebraten. So wird es herzhaft, saftig und an den Rändern angenehm röstaromatisch.
Die Rape schmecken herzhaft und saftig, mit würzigen Specknoten, deutlichem Knoblaucharoma und einer leicht kräuterigen Fenchelnote. An einigen Stellen entstehen angenehm röstaromatische Ränder.
Schritt für Schritt
Die Rape gründlich waschen. Grobe, harte Stiele entfernen und die Blätter samt zarten Stängeln in etwa 5 cm große Stücke schneiden.
Einen großen Topf mit reichlich Wasser und den 2 Teelöffeln Salz zum Kochen bringen. Die Rape hineingeben und 8–10 Minuten garen, bis die Stiele weich sind, aber noch etwas Struktur behalten.
Daran erkennst du es: Die Stiele sind weich, aber nicht zerfallen.
Wichtig: Beim Einlegen des Gemüses in das kochende Wasser vorsichtig vorgehen, damit kein heißes Wasser spritzt.
Das Gemüse in einem Sieb abtropfen lassen und anschließend sehr gründlich ausdrücken. Danach grob hacken. Je weniger Wasser zurückbleibt, desto besser kann die Rape in der Pfanne rösten.
Daran erkennst du es: Die Rape ist deutlich entwässert und gibt beim Drücken kaum noch Flüssigkeit ab.
Das Olivenöl in einer großen, schweren Pfanne erhitzen. Die leicht angedrückten Knoblauchzehen 1–2 Minuten darin aromatisieren, ohne sie dunkel werden zu lassen. Das gewürfelte Rigatino hinzufügen und bei mittlerer Hitze 4–5 Minuten auslassen.
Daran erkennst du es: Das Rigatino ist ausgelassen und aromatisch, der Knoblauch bleibt hell und wird nicht bitter.
Wichtig: Das Öl nicht über den Rauchpunkt erhitzen und beim Einlegen des Rigatino auf spritzendes Fett achten.
Die ausgedrückte Rape und den wilden Fenchel in die Pfanne geben. Alles bei kräftiger Hitze 8–10 Minuten braten und dabei wiederholt mit einem Holzlöffel auf den Pfannenboden drücken. Das Gemüse soll die verbliebene Flüssigkeit verlieren und an einigen Stellen leicht anrösten.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist weitgehend verdampft und einige Stellen des Gemüses sind leicht angeröstet.
Wichtig: Bei kräftiger Hitze kann die Pfanne spritzen; langsam arbeiten und ausreichend Abstand halten.
Die Knoblauchzehen entfernen. Abschmecken und nur dann zusätzlich salzen, wenn das Rigatino nicht ausreichend würzig ist. Die Rape rifatte alla pistoiese warm als rustikale Gemüsebeilage servieren.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist warm, würzig und an einzelnen Stellen leicht geröstet.
Gut zu wissen
Das luftgetrocknete, kräftig gewürzte Rigatino ist am ehesten in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Metzgereien oder im italienischen Spezialitätenhandel erhältlich.
Getrockneter finocchietto selvatico ist in italienischen Feinkostläden, Gewürzgeschäften oder gut sortierten Supermärkten erhältlich. Sein Aroma ist kräuteriger und weniger süß als das von Fenchelsamen.
Die Beilage bleibt würzig und herzhaft, schmeckt meist aber etwas milder und weniger rustikal als mit toskanischem Rigatino.
Das Rigatino im gleichen Gewicht durch fein gewürfelte Pancetta stagionata ersetzen und wie im Rezept auslassen.
Das Fenchelaroma wird etwas süßer und weniger kräuterig.
Den getrockneten wilden Fenchel durch 1/2 Teelöffel Fenchelsamen ersetzen und zusammen mit der Rape in die Pfanne geben.
Die Rape im Sieb kräftig ausdrücken, bevor sie gehackt und in die Pfanne gegeben wird.
Bei kräftiger Hitze weiterbraten, bis die überschüssige Flüssigkeit verdampft ist.
Den Knoblauch nur 1–2 Minuten aromatisieren und entfernen, bevor er dunkel wird.
Ab 8 Minuten prüfen und das Gemüse herausnehmen, sobald die Stiele weich, aber noch strukturiert sind.
Erst ganz am Ende probieren und nur bei tatsächlichem Bedarf nachsalzen.
Häufig gefragt
Gemeint sind hier keine Rübenknollen, sondern kräftige Blätter und zarte Stängel von Blattgemüse, beispielsweise Cime di rapa.
Pancetta stagionata eignet sich in gleicher Menge. Sie schmeckt meist etwas milder und weniger rustikal als toskanisches Rigatino.
Ja. Verwende 1/2 Teelöffel Fenchelsamen; ihr Aroma ist etwas süßer und weniger kräuterig.
Erst am Ende abschmecken. Zusätzliches Salz ist nur nötig, wenn das Rigatino nicht ausreichend würzig ist.
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