Occhi di Santa Lucia

Apulien · glasierte Tarallini

Kleine apulische Tarallini aus einem schlichten Teig mit Weizenmehl, trockenem Weißwein, Olivenöl und Anissamen. Nach dem Backen erhalten die knusprigen Ringe eine süße Puderzuckerglasur.

Zum Rezept
Occhi di Santa Lucia aus Apulien
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 25 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 60 Minuten
Gesamtzeit ca. 100 Minuten
Menge ca. 25 Stück
Gerichtsform und Gerichtsart Kekse und kleine trockene Süßgebäcke
Prägende Zutatenfamilie Alkohol als Zutat, Kräuter und Gewürze, Weizen, Zucker und Süßungsmittel
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Anlasskontext Feierlicher Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der Weißwein und das Olivenöl ergeben einen geschmeidigen Teig, der sich gut zu dünnen Ringen formen lässt.
  • Anissamen geben dem Gebäck sein markantes, würziges Aroma.
  • Die kurze Backzeit hält die Tarallini hell und knusprig, ohne dass sie zu hart werden.
  • Die Puderzuckerglasur ergänzt die trockene Struktur mit einer süßen, glatten Schicht.

Occhi di Santa Lucia sind kleine, glasierte Tarallini aus Apulien. Der Teig wird aus Mehl, Weißwein, Olivenöl und Anis geknetet, zu dünnen Ringen geformt und goldgelb gebacken. Nach dem vollständigen Auskühlen sorgt eine dickflüssige Glasur für die charakteristische helle Oberfläche.

Knusprige, leicht mürbe Ringe mit würzigem Anisaroma und einer süßen, hellen Glasur.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Teig ansetzen

    Weizenmehl, Salz und Anissamen in der großen Rührschüssel vermischen. Weißwein und Olivenöl dazugießen und alles zunächst mit dem Kochlöffel, anschließend mit den Händen zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten.

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und geschmeidig.

    • Nicht länger kneten als nötig, sobald der Teig glatt verbunden ist.
  2. Teig ruhen lassen

    Den Teig zu einer Kugel formen, abdecken und 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig hat 30 Minuten geruht und lässt sich gut weiterverarbeiten.

  3. Ofen vorbereiten

    Den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und das Backblech mit Backpapier auslegen.

    170 °C
    • Das Blech erst belegen, wenn der Ofen ausreichend vorgeheizt ist.
  4. Tarallini formen

    Den Teig mit der Küchenwaage in etwa 25 Portionen von jeweils 16–17 g teilen. Jede Portion zu einem ungefähr 10 cm langen, dünnen Strang rollen. Die Enden leicht überlappen lassen und zu einem kleinen Ring zusammendrücken.

    Daran erkennst du es: Die Ringe sind gleichmäßig dünn und an den Enden geschlossen.

    • Die Ringe möglichst ähnlich groß formen, damit sie gleichmäßig backen.
  5. Tarallini backen

    Die Tarallini mit etwas Abstand auf das vorbereitete Blech legen und 20–25 Minuten backen, bis sie gerade leicht goldgelb werden. Nicht zu dunkel backen, damit sie nach dem Abkühlen nicht zu hart werden.

    25 Minuten 170 °C

    Daran erkennst du es: Die Tarallini sind gerade leicht goldgelb.

    • Bei unterschiedlich großen Ringen die Farbe als wichtigstes Garzeichen verwenden.
  6. Vollständig auskühlen lassen

    Die Tarallini vom Blech nehmen und vollständig auf dem Kuchengitter auskühlen lassen.

    Daran erkennst du es: Die Tarallini sind vollständig ausgekühlt.

    • Die Glasur erst auftragen, wenn die Tarallini vollständig ausgekühlt sind.
  7. Glasur anrühren

    Den Puderzucker in die kleine Schüssel geben. Das heiße Wasser nach und nach mit dem Kochlöffel einrühren, bis eine glatte, dickflüssige Glasur entsteht. Je nach Puderzucker kann etwas Wasser übrig bleiben.

    Daran erkennst du es: Die Glasur ist glatt und dickflüssig.

    • Das Wasser langsam zugeben, damit die Glasur nicht zu dünn wird.

    Wichtig: Mit heißem Wasser vorsichtig arbeiten.

  8. Glasieren

    Jeden Tarallino in die Glasur tauchen, kurz abtropfen lassen und auf das Kuchengitter setzen. Die Glasur etwa 30 Minuten fest werden lassen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Glasur ist fest geworden.

    • Die Tarallini nach dem Tauchen kurz abtropfen lassen, damit die Glasur gleichmäßig haftet.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Helle Farbe bewahren: Die Tarallini nur bis zu einer leichten Goldfärbung backen. Werden sie zu dunkel, können sie nach dem Abkühlen zu hart werden.
  • Vor dem Glasieren auskühlen lassen: Die Tarallini müssen vollständig ausgekühlt sein, bevor sie in die Glasur getaucht werden.
  • Konsistenz der Glasur: Das heiße Wasser nach und nach einarbeiten. Die Glasur soll glatt und dickflüssig sein; je nach Puderzucker kann Wasser übrig bleiben.

Zutatenwissen

Anissamen finden

Anissamen stehen meist bei den Gewürzen und sind auch in italienischen Lebensmittelgeschäften oder gut sortierten Reformhäusern erhältlich.

Aromatisches Profil

Anissamen geben den Tarallini ihr charakteristisches würziges Aroma.

Wasser dosieren

Das heiße Wasser langsam in den Puderzucker einrühren, weil je nach Puderzucker nicht die gesamte angegebene Menge benötigt wird.

Sinnvolle Alternativen

Anislikör

Das Aroma wird runder und weniger würzig.

Die Anissamen durch 1 TL Anislikör ersetzen und die Weißweinmenge um 1 TL reduzieren.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Tarallini werden zu dunkel und nach dem Abkühlen sehr hart.

Die Tarallini nach 20 Minuten kontrollieren und nur bis zu einer leichten Goldfärbung backen.

Die Glasur läuft zu stark von den Tarallini ab.

Das heiße Wasser nach und nach einrühren und die Glasur dickflüssig halten.

Die Glasur haftet nicht gleichmäßig.

Die Tarallini vollständig auf dem Kuchengitter auskühlen lassen.

Servieren und kombinieren

  • Festliches Kleingebäck: Die glasierten Occhi di Santa Lucia als knuspriges Kleingebäck rund um den 13. Dezember und in der Weihnachtszeit servieren.
  • Glasur nach Wunsch: Die Glasur dünn auftragen oder die Tarallini großzügiger eintauchen, je nachdem, ob die Ringe nur leicht überzogen oder schön deckend glasiert sein sollen.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl Type 00.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wo finde ich Anissamen?

Anissamen stehen meist bei den Gewürzen. Du bekommst sie außerdem in italienischen Lebensmittelgeschäften oder gut sortierten Reformhäusern.

Kann ich Anissamen ersetzen?

Ja. Ersetze ½ TL Anissamen durch 1 TL Anislikör und verwende dafür 1 TL weniger Weißwein. Das Aroma wird dadurch runder und weniger würzig.

Muss ich das gesamte Wasser für die Glasur verwenden?

Nein. Das heiße Wasser nach und nach einrühren, bis eine glatte, dickflüssige Glasur entsteht. Je nach Puderzucker kann etwas Wasser übrig bleiben.

Wie dunkel sollen die Tarallini werden?

Sie sollen gerade leicht goldgelb sein. Nicht zu dunkel backen, damit sie nach dem Abkühlen nicht zu hart werden.

Aus unserer Küche

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