Cacioricotta finden
Cacioricotta aus Ziegenmilch ist am ehesten in italienischen Feinkostläden, an gut sortierten Käsetheken oder bei spezialisierten Käsehändlern erhältlich.
Pizza aus Kampanien
Eine rechteckige, brotähnliche Pizza aus dem Cilento mit Weizenmehl, Hartweizengrieß, langsam geführtem Teig, gekochtem Tomatensugo, Bergoregano und geriebenem Cacioricotta.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pizza cilentana gehört zur ländlichen Pizza-Tradition des Cilento in Kampanien. Ihr Teig verbindet Weizenmehl mit feinem Hartweizengrieß und wird dadurch kräftiger und etwas höher als ein klassischer neapolitanischer Pizzaboden. Vorgekochtes Tomatensugo und Bergoregano kommen vor dem Backen auf den Teig, der gereifte Cacioricotta erst danach.
Der Boden wird am Rand kräftig goldbraun, außen leicht knusprig und innen weich sowie brotartig. Das eingekochte Tomatensugo schmeckt konzentriert und herzhaft, Bergoregano bringt eine würzige Kräuternote ein, und der geriebene Cacioricotta ergänzt die Pizza mit gereifter, leicht salziger Ziegenmilch-Würze.
Schritt für Schritt
Weizenmehl und Hartweizengrieß in der großen Rührschüssel mischen. Die frische Hefe in 330 ml des Wassers auflösen, zur Mehlmischung geben und alles zunächst etwa 3 Minuten vermengen. Den Teig abgedeckt 20 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Mehle sind vollständig befeuchtet und es sind keine trockenen Stellen mehr sichtbar.
Das Salz in den übrigen 30 ml Wasser auflösen und nach und nach in den Teig einarbeiten. Den Teig 8 bis 10 Minuten von Hand kneten, bis er glatt, weich und elastisch ist. Er darf leicht klebrig bleiben.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und weich; eine leichte Klebrigkeit ist in Ordnung.
Die Schüssel abdecken und den Teig 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen. Den Teig einmal von außen zur Mitte falten. Anschließend weitere 10 bis 12 Stunden bei etwa 20 bis 22 °C gehen lassen, bis er deutlich aufgegangen ist.
Daran erkennst du es: Der Teig ist deutlich aufgegangen und wirkt luftig.
20 ml Olivenöl im Topf erhitzen. Zwiebel und Knoblauch bei niedriger bis mittlerer Hitze etwa 5 Minuten weich dünsten, ohne sie zu bräunen. Geschälte Tomaten und Salz dazugeben und das Sugo ohne Deckel 45 bis 60 Minuten leise einkochen lassen. Den Knoblauch entfernen und das Sugo vollständig abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Das Sugo ist eingedickt, aromatisch und vollständig abgekühlt, bevor es auf den Teig kommt.
Das Backblech mit 5 ml Olivenöl ausstreichen. Den gegangenen Teig vorsichtig auf das Blech geben und mit geölten Fingerspitzen zu einem Rechteck drücken. Nicht ausrollen und nicht zu dünn ziehen. Den Teig weitere 60 bis 90 Minuten im Blech ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig füllt das Blech weitgehend aus und wirkt sichtbar gelockert.
Den Backofen auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein schweres Blech oder einen Backstahl dabei auf der unteren Schiene mit aufheizen. Bei Umluft genügen 230 °C.
Daran erkennst du es: Backofen und schweres Blech oder Backstahl sind vollständig aufgeheizt.
Wichtig: Beim Einschieben und Herausnehmen des heißen Blechs hitzebeständige Handschuhe verwenden.
Das abgekühlte Tomatensugo gleichmäßig auf dem Teig verteilen und den Oregano darüberstreuen. Die Pizza auf der unteren Schiene 12 bis 15 Minuten backen. Danach auf die mittlere Schiene geben und weitere 6 bis 7 Minuten backen, bis der Rand kräftig goldbraun und der Boden durchgebacken ist. Bei einem Backofen, der nur 230 °C erreicht, die Pizza insgesamt etwa 22 bis 28 Minuten backen.
Daran erkennst du es: Der Rand ist kräftig goldbraun und der Boden durchgebacken.
Wichtig: Das heiße Blech vorsichtig bewegen und die Pizza nur mit hitzebeständigen Handschuhen herausnehmen.
Die Pizza aus dem Ofen nehmen, sofort mit dem fein geriebenen Cacioricotta bestreuen und mit 10 ml Olivenöl beträufeln. 5 Minuten ruhen lassen, dann mit dem Küchenmesser in Stücke schneiden.
Daran erkennst du es: Der Käse liegt gleichmäßig auf der heißen Pizza und die Oberfläche ist leicht glänzend vom Olivenöl.
Wichtig: Die Pizza vor dem Schneiden kurz abkühlen lassen, da Belag und Blech sehr heiß sind.
Gut zu wissen
Cacioricotta aus Ziegenmilch ist am ehesten in italienischen Feinkostläden, an gut sortierten Käsetheken oder bei spezialisierten Käsehändlern erhältlich.
Feiner Hartweizengrieß, möglichst rimacinata, unterstützt den kräftigen, brotähnlichen Charakter des Teigs.
Möglichst Bergoregano verwenden, weil seine würzige Kräuternote den charakteristischen Tomatenbelag der Pizza ergänzt.
Gereifter Ziegenricotta bleibt näher am ursprünglichen Charakter; milder Pecorino schmeckt etwas kräftiger und salziger.
Den Ersatz fein reiben und wie den Cacioricotta unmittelbar nach dem Backen auf die heiße Pizza streuen.
Den Teig mit geölten Fingerspitzen vorsichtig auf dem Blech ausbreiten und nicht ausrollen.
Wenn der Teig vor dem Belegen sehr dünn wirkt, ihn einige Minuten entspannen lassen und vorsichtig wieder etwas zusammenschieben.
Das Sugo vollständig abkühlen lassen, bevor es verteilt wird.
Bei bereits belegtem, sehr weichem Teig die Pizza ohne weitere Ruhezeit direkt in den vollständig vorgeheizten Ofen geben.
Das schwere Blech oder den Backstahl auf der unteren Schiene vollständig mit aufheizen und die Pizza zunächst dort backen.
Die Pizza noch einige Minuten auf der unteren Schiene weiterbacken, bis der Boden durchgebacken ist.
Den Cacioricotta erst unmittelbar nach dem Backen aufstreuen.
Häufig gefragt
Cacioricotta ist ein gereifter Käse aus Ziegenmilch. Für diese Pizza wird er fein gerieben und erst nach dem Backen darübergegeben.
Ja. Bei einem Backofen, der nur 230 °C erreicht, wird die Pizza insgesamt etwa 22 bis 28 Minuten gebacken.
Rimacinata bezeichnet besonders fein gemahlenen Hartweizengrieß. Er passt gut zu dem kräftigen, brotähnlichen Teig der Pizza cilentana.
So bleibt sein gereiftes, würziges Aroma klar erhalten und der Käse schmilzt nur leicht auf der heißen Pizza.
Nein. Der Teig wird mit geölten Fingerspitzen vorsichtig auf dem Blech zu einem Rechteck gedrückt, damit die brotähnliche Struktur erhalten bleibt.
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