Schabzigerklee
Schabzigerklee ist ein aromatisches alpines Brotgewürz mit kräuteriger, leicht würziger Note. Er ist meist in gut sortierten Gewürzläden, Reformhäusern oder im Onlinehandel erhältlich.
Roggenbrot, dreifach geformt
Kräftiges Südtiroler Roggenbrot aus drei miteinander verbundenen Laiben. Der saftige, würzige Teig wird mit Sauerteig, Kümmel, Fenchel und Schabzigerklee aromatisiert und erhält eine dunkelgoldbraune Kruste.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pindl ist ein kräftiges Roggenbrot aus dem Ultental in Südtirol. Seine charakteristische Form entsteht, indem drei runde Teiglinge dicht nebeneinander gesetzt und gemeinsam gebacken werden. Die Krume bleibt saftig und würzig, während die kräftige Kruste beim Abkühlen fest und aromatisch wird. Diese Hausversion ist ein eigenständiges Rezept und keine zertifizierte Herkunftsvariante.
Die Kruste wird dunkelgoldbraun, fest und aromatisch. Im Inneren bleibt die Krume saftig, kompakt und angenehm würzig, mit deutlich wahrnehmbaren Noten von Kümmel, Fenchel und Schabzigerklee.
Schritt für Schritt
Anstellgut, Roggenvollkornmehl und 100 ml lauwarmes Wasser in der großen Schüssel glatt verrühren. Abgedeckt 8 bis 12 Stunden bei etwa 22 bis 24 °C stehen lassen. Der Sauerteig ist reif, wenn er deutlich aufgegangen ist und aromatisch säuerlich riecht.
Daran erkennst du es: Deutlich aufgegangen und aromatisch säuerlich riechend
Kümmel, Fenchelsaat und Schabzigerklee kurz in einer trockenen Pfanne erwärmen, ohne sie zu bräunen. Anschließend vollständig abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Gewürze duften aromatisch, zeigen aber keine Röstfarbe.
Roggenmehl, Weizenmehl, 500 ml lauwarmes Wasser, den reifen Sauerteig, Salz und die abgekühlten Gewürze in die große Schüssel geben. Mit der Küchenmaschine auf niedriger Stufe oder mit einem stabilen Kochlöffel 5 bis 6 Minuten mischen. Der Teig bleibt klebrig und wird nicht elastisch wie ein reiner Weizenteig.
Daran erkennst du es: Gleichmäßig vermischt und weiterhin klebrig.
Den Teig abdecken und bei 24 bis 26 °C etwa 2 Stunden ruhen lassen. Nach 60 Minuten den Teig mit angefeuchteten Händen einmal von außen zur Mitte falten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist nach der Ruhezeit entspannt und leicht gelockert.
Backofen mit Backblech oder Backstein auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine feuerfeste Schale auf den Ofenboden stellen. Das Backpapier auf ein zweites Blech oder einen Brotschieber legen.
Wichtig: Die feuerfeste Schale muss für die hohe Ofentemperatur geeignet sein.
Den Teig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben und in drei möglichst gleich große Stücke von jeweils etwa 490 g teilen. Jedes Stück mit leicht nassen Händen zu einem runden, eher flachen Laib formen. Die drei Laibe dicht nebeneinander auf das Backpapier setzen, sodass sie sich an den Seiten berühren.
Daran erkennst du es: Drei runde, eher flache Laibe berühren sich an den Seiten.
Die drei verbundenen Laibe mit Roggenmehl bestäuben und 45 bis 75 Minuten abgedeckt gehen lassen. Der Teig soll sichtbar lockerer werden, muss sich aber nicht verdoppeln.
Daran erkennst du es: Die Laibe wirken sichtbar lockerer, ohne sich zwingend zu verdoppeln.
Das Brot vorsichtig auf das heiße Blech oder den Backstein setzen. Etwa 100 ml heißes Wasser in die vorgeheizte Schale geben und die Ofentür sofort schließen. 15 Minuten bei 250 °C backen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche beginnt fest zu werden und das Brot hält seine Form.
Wichtig: Beim Einfüllen des heißen Wassers kann schlagartig heißer Dampf entstehen. Hände und Gesicht von der aufsteigenden Dampfwolke fernhalten.
Die feuerfeste Schale vorsichtig aus dem Ofen nehmen, die Temperatur auf 210 °C senken und das Brot weitere 40 bis 45 Minuten backen. Die Kruste soll dunkel goldbraun sein und das Brot beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingen.
Daran erkennst du es: Dunkel goldbraune Kruste und hohler Klang beim Klopfen auf die Unterseite.
Wichtig: Die feuerfeste Schale und das Ofenzubehör bleiben sehr heiß; beim Herausnehmen geeignete Ofenhandschuhe verwenden.
Pindl auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. Wegen des hohen Roggenanteils sollte das Brot erst nach mindestens 4 Stunden angeschnitten werden.
Daran erkennst du es: Das Brot ist vollständig ausgekühlt und lässt sich sauber anschneiden.
Gut zu wissen
Schabzigerklee ist ein aromatisches alpines Brotgewürz mit kräuteriger, leicht würziger Note. Er ist meist in gut sortierten Gewürzläden, Reformhäusern oder im Onlinehandel erhältlich.
Das aktive Roggen-Anstellgut wird mit Roggenvollkornmehl und lauwarmem Wasser angesetzt und anschließend mehrere Stunden reifen gelassen.
Kümmel, Fenchel und Schabzigerklee werden vor dem Mischen kurz erwärmt, damit sie ihr Aroma entfalten, ohne zu bräunen.
Das Brot schmeckt etwas milder und verliert die kräuterig-würzige alpine Note des Schabzigerklees.
Den Schabzigerklee ersatzlos weglassen und die übrigen Gewürze unverändert verwenden.
Den Sauerteig 8 bis 12 Stunden bei etwa 22 bis 24 °C stehen lassen und vor der Weiterverarbeitung auf Volumen und Geruch prüfen.
Die Reifezeit verlängern, bis der Sauerteig deutlich aufgegangen ist und aromatisch säuerlich riecht.
Nur 5 bis 6 Minuten mischen und die klebrige Konsistenz als normal ansehen.
Drei einzelne, runde und eher flache Laibe formen und nur so dicht setzen, dass sie sich an den Seiten berühren.
Pindl mindestens 4 Stunden auf dem Gitter auskühlen lassen.
Das restliche Brot vollständig auskühlen lassen und erst danach weiter anschneiden.
Das Wasser vorsichtig in die vorgeheizte Schale geben, Gesicht und Hände fernhalten und die Tür sofort schließen.
Eine mildere Gewürzvariante mit Roggen- und Weizenmehl, Sauerteig, Kümmel und Fenchel, aber ohne Schabzigerklee.
Den Sauerteig am Vorabend ansetzen und 8 bis 12 Stunden abgedeckt reifen lassen. Anschließend den Hauptteig zubereiten und wie beschrieben fortfahren.
Häufig gefragt
Du kannst den Schabzigerklee weglassen. Das Brot schmeckt dann etwas milder, während Kümmel und Fenchel weiterhin für ein würziges Aroma sorgen.
Roggenteig bleibt von Natur aus klebrig und wird nicht elastisch wie ein reiner Weizenteig. Mit leicht nassen Händen lässt er sich trotzdem gut teilen und formen.
Wegen des hohen Roggenanteils sollte Pindl mindestens 4 Stunden auf einem Gitter auskühlen, bevor du ihn anschneidest.
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