Panone bolognese

Weihnachtlicher Kuchen aus Bologna

Reichhaltiger bolognesischer Weihnachtskuchen mit Honig, Kakao, Nüssen, kandierten Früchten, dunkler Schokolade, Amaretti und Fruchtmostarda.

Zum Rezept
Panone bolognese: Reichhaltiger Weihnachtskuchen aus Bologna
Vorbereitung 40 Minuten
Kochen / Backen 90 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 60 Minuten
Gesamtzeit ca. 3 Std. 40 Min.
Menge 1 Kuchen, etwa 12 Stücke
Gerichtsform und Gerichtsart Kuchen und süßes Feingebäck in Kuchenform
Prägende Zutatenfamilie Alkohol als Zutat, Eier, Kakao und Schokolade, Milchprodukte, Nüsse und Samen, Obst, Weizen, Zucker und Süßungsmittel
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Einweichen, Quellenlassen und Wässern, Rösten und Ofenbraten
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Anlasskontext Feierlicher Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Einweichen von Sultaninen und Feigen in Sassolino sorgt für saftige Fruchtstücke und eine feine Anisnote.
  • Honig, Kakao, dunkle Schokolade und Mostarda geben dem Kuchen Tiefe, während Mandeln, Walnüsse und Pinienkerne für Biss sorgen.
  • Das Backen bei moderater Temperatur und das vollständige Auskühlenlassen stabilisieren die kompakte, saftige Krume.

Panone bolognese ist ein kompakter, saftiger Weihnachtskuchen aus dem Raum Bologna. Honig, Kakao, Nüsse, kandierte Früchte, dunkle Schokolade und Fruchtmostarda verbinden sich zu einer aromatischen, reichhaltigen Krume. Diese Hausversion wird in einer 24-cm-Springform gebacken und ergibt etwa zwölf Stücke.

Die Krume ist kompakt und saftig, mit süßen, würzigen Fruchtnoten, dezenter Anisnote und kräftigem Kakao-Schokoladenaroma. Geröstete Nüsse und Pinienkerne setzen knusprige Akzente.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Früchte einweichen

    Sultaninen und getrocknete Feigen in die Schüssel geben, mit dem Sassolino übergießen und 30 Minuten quellen lassen. Die Feigen anschließend klein schneiden und die Flüssigkeit auffangen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Früchte sind weich und haben Flüssigkeit aufgenommen.

    • Die aufgefangene Flüssigkeit vollständig für den Teig aufbewahren.
  2. Backofen und Form vorbereiten

    Den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen und den Rand dünn einfetten.

    160 °C
    • Die Form während des Einweichens vorbereiten, damit die Arbeitszeit effizient genutzt wird.

    Wichtig: Beim Hantieren mit dem vorgeheizten Backofen und der heißen Form vorsichtig arbeiten.

  3. Trockene Zutaten und Nüsse vorbereiten

    Mehl, Backpulver, Kakaopulver und Salz in der Schüssel vermischen. Mandeln, Walnüsse und Pinienkerne kurz in einer trockenen Pfanne anrösten und anschließend abkühlen lassen.

    Daran erkennst du es: Die Nüsse duften aromatisch, ohne dunkel zu werden.

    • Die Nüsse beim Rösten häufig bewegen und sofort aus der heißen Pfanne nehmen.

    Wichtig: Die Pfanne und die gerösteten Nüsse vor dem Weiterverarbeiten kurz abkühlen lassen.

  4. Buttermasse rühren

    Butter, Zucker und Honig in der großen Rührschüssel cremig rühren. Die Eier einzeln unterarbeiten.

    Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig cremig und die Eier sind vollständig eingearbeitet.

    • Das zweite Ei erst einarbeiten, wenn das erste vollständig mit der Buttermasse verbunden ist.
  5. Teig anrühren

    Die Mehlmischung abwechselnd mit der Milch unter den Teig rühren. Nur so lange mischen, bis ein schwerer, gleichmäßiger Teig entsteht.

    Daran erkennst du es: Der Teig ist gleichmäßig, schwer und ohne trockene Mehlnester.

    • Nach Zugabe der Mehlmischung nicht länger als nötig rühren, damit der Kuchen kompakt und saftig bleibt.
  6. Einlagen unterheben

    Sultaninen und Feigen samt aufgefangener Flüssigkeit, kandierte Früchte, Schokolade, Amaretti, geröstete Nüsse, Mostarda bolognese und Orangenabrieb gründlich unterheben.

    Daran erkennst du es: Die Einlagen sind gleichmäßig im schweren Teig verteilt.

    • Mit einem stabilen Teigschaber arbeiten, da der Teig durch die vielen Einlagen sehr schwer ist.
  7. Panone backen

    Den Teig in die vorbereitete Springform geben und glatt streichen. Auf der mittleren Schiene 85–95 Minuten backen. Wird die Oberfläche nach etwa 50 Minuten zu dunkel, den Kuchen locker mit Backpapier abdecken.

    90 Minuten 160 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gebräunt und der Kuchen ist vollständig durchgebacken.

    • Die Backzeit kann innerhalb des angegebenen Bereichs variieren; bei zu starker Bräunung rechtzeitig abdecken.

    Wichtig: Beim Abdecken und Herausnehmen die heiße Form und den heißen Backofen vorsichtig handhaben.

  8. Abkühlen lassen

    Den Panone in der Form 20 Minuten abkühlen lassen. Anschließend vorsichtig aus der Form lösen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. Erst danach anschneiden, damit die kompakte Krume stabil bleibt.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Kuchen ist vollständig ausgekühlt und lässt sich sauber anschneiden.

    • Den Kuchen erst nach dem vollständigen Auskühlen anschneiden.

    Wichtig: Die Springform erst öffnen, wenn der Kuchen ausreichend abgekühlt und stabil ist.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Vollständig auskühlen lassen: Die kompakte Krume braucht die vollständige Abkühlzeit, um sich zu stabilisieren. Wird der Panone zu früh angeschnitten, kann er beim Schneiden bröseln oder instabil wirken.
  • Oberfläche schützen: Die Oberfläche kann gegen Ende der langen Backzeit dunkel werden. Bei starker Bräunung den Kuchen nach etwa 50 Minuten locker mit Backpapier abdecken.
  • Arbeitszeit sinnvoll nutzen: Während Sultaninen und Feigen quellen, können Backofen, Form und trockene Zutaten vorbereitet werden.

Zutatenwissen

Sassolino

Sassolino ist ein süßer italienischer Anislikör. Er bringt eine deutliche Anisnote und Flüssigkeit für die eingeweichten Früchte in den Teig.

Mostarda bolognese

Mostarda bolognese ist eine dicke Fruchtzubereitung und nicht mit Senfmostarda zu verwechseln. Sie verleiht dem Kuchen fruchtige Würze und zusätzliche Tiefe.

Nüsse anrösten

Das kurze Anrösten in der trockenen Pfanne verstärkt das Aroma der Nüsse und Pinienkerne. Sie sollten anschließend abkühlen, bevor sie unter den Teig gehoben werden.

Sinnvolle Alternativen

Trockener Marsala oder milder Dessertwein

Der Kuchen bleibt saftig und aromatisch, aber die deutliche Anisnote des Sassolino fehlt.

Den Sassolino in gleicher Menge durch 60 ml trockenen Marsala oder einen milden Dessertwein ersetzen und die Früchte wie beschrieben darin einweichen.

Quittenkonfitüre

Der Kuchen schmeckt milder und weniger würzig.

Die Mostarda bolognese in gleicher Menge durch 100 g Quittenkonfitüre ersetzen und diese in Schritt 6 unterheben.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Oberfläche wird vor Ende der Backzeit sehr dunkel.

Die Oberfläche nach etwa 50 Minuten beobachten und bei starker Bräunung locker mit Backpapier abdecken.

Den Kuchen abdecken und im angegebenen Backzeitbereich fertig backen.

Der Kuchen zerfällt beim Anschneiden.

Den Kuchen mindestens 60 Minuten vollständig auskühlen lassen.

Die Stücke vorsichtig schneiden und den restlichen Kuchen weiter abkühlen lassen.

Die Krume wird trocken oder unnötig fest.

Nur bis zu einem gleichmäßigen Teig mischen und die Backzeit innerhalb des Bereichs kontrollieren.

Varianten

Panone mit Marsala

Eine mildere Variante ohne ausgeprägte Anisnote entsteht, wenn die Sultaninen und Feigen in trockenem Marsala eingeweicht werden.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Weizenmehl und Amaretti sind enthalten.
  • Eier: enthält
  • Milch: enthält
  • Schalenfrüchte: enthält · Mandeln, Walnüsse, Pinienkerne und Amaretti sind enthalten.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Sassolino ersetzen?

Ja. 60 ml trockener Marsala oder ein milder Dessertwein eignen sich als Ersatz. Die deutliche Anisnote des Sassolino fehlt dann.

Was kann ich statt Mostarda bolognese verwenden?

100 g Quittenkonfitüre sind eine passende Alternative. Der Kuchen schmeckt damit milder und weniger würzig.

Wann lässt sich der Panone am besten anschneiden?

Erst nach dem vollständigen Auskühlen, mindestens 60 Minuten nach dem Backen. So bleibt die kompakte Krume stabil.

Aus unserer Küche

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