Borretsch einkaufen
Frische Borretschblätter findest du am ehesten auf Wochenmärkten, in gut sortierten Gemüseläden oder im Kräuterhandel.
Ligurische Gnocchi
Weiche Kartoffel-Borretsch-Gnocchi treffen auf einen sämigen ligurischen Pilz-Sugo mit getrockneten Steinpilzen, Gemüse, Weißwein und Kräutern. Das aromatische Gericht wird ohne zusätzliche Beilage serviert und bringt erdige, kräuterige und angenehm herzhafte Noten zusammen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese weichen Gnocchi bringen den leicht kräuterigen Geschmack von Borretsch auf den Teller. Dazu kommt ein sämiger ligurischer Pilz-Sugo, der mit getrockneten Steinpilzen, Gemüse und Weißwein langsam Tiefe bekommt. So wird aus einer einfachen Nockenform ein eigenständiges Gericht aus Ligurien – aromatisch, bodenständig und angenehm herzhaft.
Die Gnocchi sind weich und zart, aber formstabil. Der Sugo schmeckt erdig und herzhaft, mit konzentrierten Steinpilznoten, milder Tomatensäure und warmen Aromen von Rosmarin, Thymian und Majoran.
Schritt für Schritt
Die getrockneten Steinpilze mit 150 ml heißem Wasser übergießen und 20 Minuten einweichen lassen. Anschließend herausheben, grob hacken und das Einweichwasser durch ein feines Sieb oder einen Kaffeefilter gießen.
Für die Gnocchi 2 l Wasser mit 20 g Salz aufkochen. Die Borretschblätter darin 2 Minuten blanchieren, abgießen, kurz abkühlen lassen und sehr gründlich ausdrücken. Die Blätter fein hacken.
Daran erkennst du es: Die Blätter sind zusammengefallen und weich.
Die Kartoffeln ungeschält in einem Topf mit Wasser bedecken, aufkochen und je nach Größe 25 bis 30 Minuten garen, bis sie sich leicht einstechen lassen. Abgießen, noch heiß schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Die Kartoffelmasse 5 Minuten ausdampfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich leicht einstechen.
Wichtig: Beim Schälen und Pressen der heißen Kartoffeln vorsichtig arbeiten.
Borretsch, Ei, Majoran, 6 g Salz und 200 g Mehl zu den Kartoffeln geben. Alles nur so lange vermengen, bis ein weicher, formbarer Teig entsteht. Nicht länger als nötig kneten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist weich, formbar und gerade verbunden.
Den Teig in vier Portionen teilen und jede Portion auf der bemehlten Fläche zu einer etwa 2 cm dicken Rolle formen. Die Rollen in rund 2 cm lange Stücke schneiden. Die Gnocchi auf ein bemehltes Brett legen und 10 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Gnocchi sind gleichmäßig geschnitten und liegen getrennt auf der bemehlten Fläche.
Während die Gnocchi ruhen, das Olivenöl in einem breiten Topf erhitzen. Zwiebel, Möhre und Sellerie bei mittlerer Hitze 6 bis 8 Minuten weich dünsten. Knoblauch und die gehackten Steinpilze hinzufügen und 1 Minute mitdünsten.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich, aber noch nicht stark gebräunt.
Mit dem Weißwein ablöschen und 2 Minuten einkochen lassen. Passierte Tomaten, Gemüsebrühe und das gefilterte Steinpilzwasser angießen. Lorbeerblatt, Rosmarin und Thymian einlegen, mit Salz und Pfeffer würzen und den Sugo 25 Minuten bei kleiner Hitze offen köcheln lassen. Lorbeerblatt und Kräuterzweige anschließend entfernen.
Daran erkennst du es: Der Sugo ist sämig und aromatisch eingekocht.
3 l Wasser mit 30 g Salz aufkochen. Die Gnocchi portionsweise hineingeben. Sobald sie an die Oberfläche steigen, noch 1 Minute garen, mit einer Schaumkelle herausheben und direkt in den Pilz-Sugo geben.
Daran erkennst du es: Die Gnocchi steigen an die Oberfläche und garen anschließend noch 1 Minute.
Wichtig: Mit der Schaumkelle vorsichtig arbeiten, um Spritzer von heißem Wasser zu vermeiden.
Die Gnocchi vorsichtig mit dem Tocco di funzi vermengen und sofort servieren.
Gut zu wissen
Frische Borretschblätter findest du am ehesten auf Wochenmärkten, in gut sortierten Gemüseläden oder im Kräuterhandel.
Getrocknete Steinpilze sind in größeren Supermärkten, italienischen Feinkostläden und gut sortierten Gewürzabteilungen erhältlich.
Die Gnocchi schmecken milder und weniger gurkig als mit Borretsch.
Die Borretschblätter durch 250 g jungen Spinat ersetzen und den Spinat auf dieselbe Weise blanchieren, gründlich ausdrücken und fein hacken.
Die Blätter nach dem Abgießen kurz abkühlen lassen und sehr gründlich ausdrücken.
Das vorgesehene Formmehl sparsam auf Arbeitsfläche und Teig verwenden, ohne den Teig lange nachzukneten.
Die Zutaten nur so lange vermengen, bis ein weicher, formbarer Teig entsteht.
Das Wasser durch ein feines Sieb oder einen Kaffeefilter gießen.
Für eine mildere und weniger gurkige Variante werden die Borretschblätter durch jungen Spinat ersetzt.
Häufig gefragt
Ja. Als Alternative eignen sich 250 g junger Spinat. Dadurch schmecken die Gnocchi milder und weniger gurkig.
Frische Borretschblätter findest du am ehesten auf Wochenmärkten, in gut sortierten Gemüseläden oder im Kräuterhandel.
Die Gnocchi sind bereit, sobald sie an die Oberfläche steigen. Danach noch 1 Minute weitergaren und mit der Schaumkelle herausheben.
Das gefilterte Einweichwasser bringt zusätzliches Pilzaroma in den Sugo. Durch das feine Sieben oder Filtern werden mögliche Sandpartikel zurückgehalten.
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