Ligurische Gnocchi mit Borretsch und Pilz-Sugo

Ligurische Gnocchi

Weiche Kartoffel-Borretsch-Gnocchi treffen auf einen sämigen ligurischen Pilz-Sugo mit getrockneten Steinpilzen, Gemüse, Weißwein und Kräutern. Das aromatische Gericht wird ohne zusätzliche Beilage serviert und bringt erdige, kräuterige und angenehm herzhafte Noten zusammen.

Zum Rezept
Ligurische Gnocchi mit Borretsch und Pilz-Sugo
Vorbereitung 55 Minuten
Kochen / Backen 45 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 20 Minuten
Gesamtzeit ca. 80 Minuten
Menge 4 Portionen Gnocchi mit Pilz-Sugo
Gerichtsform und Gerichtsart Klöße und Teigtaschen
Prägende Zutatenfamilie Gemüse, Kräuter und Gewürze, Pilze, Weizen, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Abtropfen und Entwässern, Einweichen, Quellenlassen und Wässern, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Kartoffeln geben den Gnocchi eine weiche, zarte Struktur, während Borretsch für eine frische, leicht gurkige Kräuternote sorgt.
  • Das Einweichwasser der Steinpilze verstärkt den Sugo mit konzentriertem Pilzaroma, ohne zusätzliche Gewürzmischungen zu benötigen.
  • Passierte Tomaten, Weißwein, Gemüse und frische Kräuter verbinden sich zu einer sämigen Sauce, die die Gnocchi vollständig umhüllt.

Diese weichen Gnocchi bringen den leicht kräuterigen Geschmack von Borretsch auf den Teller. Dazu kommt ein sämiger ligurischer Pilz-Sugo, der mit getrockneten Steinpilzen, Gemüse und Weißwein langsam Tiefe bekommt. So wird aus einer einfachen Nockenform ein eigenständiges Gericht aus Ligurien – aromatisch, bodenständig und angenehm herzhaft.

Die Gnocchi sind weich und zart, aber formstabil. Der Sugo schmeckt erdig und herzhaft, mit konzentrierten Steinpilznoten, milder Tomatensäure und warmen Aromen von Rosmarin, Thymian und Majoran.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Gnocchi vorbereiten

  1. Steinpilze einweichen

    Die getrockneten Steinpilze mit 150 ml heißem Wasser übergießen und 20 Minuten einweichen lassen. Anschließend herausheben, grob hacken und das Einweichwasser durch ein feines Sieb oder einen Kaffeefilter gießen.

    20 Minuten
    • Das gefilterte Einweichwasser auffangen; es gibt dem Sugo zusätzliches Pilzaroma.
  2. Borretsch blanchieren

    Für die Gnocchi 2 l Wasser mit 20 g Salz aufkochen. Die Borretschblätter darin 2 Minuten blanchieren, abgießen, kurz abkühlen lassen und sehr gründlich ausdrücken. Die Blätter fein hacken.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Blätter sind zusammengefallen und weich.

    • Das gründliche Ausdrücken verhindert, dass der Gnocchi-Teig durch überschüssige Flüssigkeit weich wird.
  3. Kartoffeln garen und pressen

    Die Kartoffeln ungeschält in einem Topf mit Wasser bedecken, aufkochen und je nach Größe 25 bis 30 Minuten garen, bis sie sich leicht einstechen lassen. Abgießen, noch heiß schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Die Kartoffelmasse 5 Minuten ausdampfen lassen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich leicht einstechen.

    • Die Kartoffeln möglichst heiß pressen, damit die Masse locker bleibt.

    Wichtig: Beim Schälen und Pressen der heißen Kartoffeln vorsichtig arbeiten.

  4. Gnocchi-Teig mischen

    Borretsch, Ei, Majoran, 6 g Salz und 200 g Mehl zu den Kartoffeln geben. Alles nur so lange vermengen, bis ein weicher, formbarer Teig entsteht. Nicht länger als nötig kneten.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist weich, formbar und gerade verbunden.

    • Zu langes Kneten macht die Gnocchi kompakt und zäh.
  5. Gnocchi formen und ruhen lassen

    Den Teig in vier Portionen teilen und jede Portion auf der bemehlten Fläche zu einer etwa 2 cm dicken Rolle formen. Die Rollen in rund 2 cm lange Stücke schneiden. Die Gnocchi auf ein bemehltes Brett legen und 10 Minuten ruhen lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Gnocchi sind gleichmäßig geschnitten und liegen getrennt auf der bemehlten Fläche.

    • Die Gnocchi nicht zu eng auflegen, damit sie nicht aneinanderkleben.

Tocco di funzi zubereiten

  1. Gemüse anschwitzen

    Während die Gnocchi ruhen, das Olivenöl in einem breiten Topf erhitzen. Zwiebel, Möhre und Sellerie bei mittlerer Hitze 6 bis 8 Minuten weich dünsten. Knoblauch und die gehackten Steinpilze hinzufügen und 1 Minute mitdünsten.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich, aber noch nicht stark gebräunt.

    • Das Gemüse langsam weich dünsten, damit der Sugo eine runde, süßliche Grundlage bekommt.
  2. Sugo einkochen lassen

    Mit dem Weißwein ablöschen und 2 Minuten einkochen lassen. Passierte Tomaten, Gemüsebrühe und das gefilterte Steinpilzwasser angießen. Lorbeerblatt, Rosmarin und Thymian einlegen, mit Salz und Pfeffer würzen und den Sugo 25 Minuten bei kleiner Hitze offen köcheln lassen. Lorbeerblatt und Kräuterzweige anschließend entfernen.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Sugo ist sämig und aromatisch eingekocht.

    • Den Sugo offen köcheln lassen, damit er leicht eindickt.

Gnocchi garen und servieren

  1. Gnocchi garen

    3 l Wasser mit 30 g Salz aufkochen. Die Gnocchi portionsweise hineingeben. Sobald sie an die Oberfläche steigen, noch 1 Minute garen, mit einer Schaumkelle herausheben und direkt in den Pilz-Sugo geben.

    1 Minute

    Daran erkennst du es: Die Gnocchi steigen an die Oberfläche und garen anschließend noch 1 Minute.

    • Die Gnocchi portionsweise garen, damit das Wasser weiter deutlich kocht.

    Wichtig: Mit der Schaumkelle vorsichtig arbeiten, um Spritzer von heißem Wasser zu vermeiden.

  2. Vermengen und servieren

    Die Gnocchi vorsichtig mit dem Tocco di funzi vermengen und sofort servieren.

    • Die Gnocchi nur vorsichtig wenden, damit sie ihre Form behalten.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Borretsch gründlich ausdrücken: Nach dem Blanchieren sollte möglichst viel Wasser aus den Borretschblättern entfernt werden. So bleibt der Teig formbar und benötigt nicht mehr Mehl als vorgesehen.
  • Teig nur kurz vermengen: Kartoffelteig wird schnell kompakt, wenn er zu lange geknetet wird. Sobald alle Zutaten verbunden sind, sollte der Teig direkt geformt werden.
  • Arbeitsabläufe verbinden: Der Pilz-Sugo kann zubereitet werden, während die geformten Gnocchi 10 Minuten ruhen. Dadurch bleibt die Gesamtzeit überschaubar.

Zutatenwissen

Borretsch einkaufen

Frische Borretschblätter findest du am ehesten auf Wochenmärkten, in gut sortierten Gemüseläden oder im Kräuterhandel.

Getrocknete Steinpilze einkaufen

Getrocknete Steinpilze sind in größeren Supermärkten, italienischen Feinkostläden und gut sortierten Gewürzabteilungen erhältlich.

Sinnvolle Alternativen

junger Spinat

Die Gnocchi schmecken milder und weniger gurkig als mit Borretsch.

Die Borretschblätter durch 250 g jungen Spinat ersetzen und den Spinat auf dieselbe Weise blanchieren, gründlich ausdrücken und fein hacken.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Teig ist sehr weich und lässt sich kaum zu Rollen formen.

Die Blätter nach dem Abgießen kurz abkühlen lassen und sehr gründlich ausdrücken.

Das vorgesehene Formmehl sparsam auf Arbeitsfläche und Teig verwenden, ohne den Teig lange nachzukneten.

Die Gnocchi werden fest oder zäh.

Die Zutaten nur so lange vermengen, bis ein weicher, formbarer Teig entsteht.

Der Pilz-Sugo enthält kleine sandige Partikel.

Das Wasser durch ein feines Sieb oder einen Kaffeefilter gießen.

Varianten

Milde Spinat-Gnocchi

Für eine mildere und weniger gurkige Variante werden die Borretschblätter durch jungen Spinat ersetzt.

Servieren und kombinieren

  • Direkt im Sugo servieren: Die gegarten Gnocchi direkt in den Pilz-Sugo geben, vorsichtig vermengen und sofort servieren.
  • Ohne zusätzliche Beilage: Das Gericht ist als eigenständige Mahlzeit gedacht und wird ohne zusätzliche Beilage serviert.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl.
  • Eier: enthält · Das Rezept enthält ein Ei.
  • Sellerie: enthält · Das Rezept enthält Staudensellerie.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Borretsch ersetzen?

Ja. Als Alternative eignen sich 250 g junger Spinat. Dadurch schmecken die Gnocchi milder und weniger gurkig.

Wo finde ich frischen Borretsch?

Frische Borretschblätter findest du am ehesten auf Wochenmärkten, in gut sortierten Gemüseläden oder im Kräuterhandel.

Wann sind die Gnocchi gar?

Die Gnocchi sind bereit, sobald sie an die Oberfläche steigen. Danach noch 1 Minute weitergaren und mit der Schaumkelle herausheben.

Warum wird das Steinpilzwasser gefiltert?

Das gefilterte Einweichwasser bringt zusätzliches Pilzaroma in den Sugo. Durch das feine Sieben oder Filtern werden mögliche Sandpartikel zurückgehalten.

Aus unserer Küche

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