Schaffleisch vom Kastrat
Kastratenfleisch ist am ehesten bei einer gut sortierten Metzgerei, in einer türkischen oder arabischen Fleischerei sowie bei spezialisierten Online-Fleischhändlern erhältlich.
Handgeformte Nocken aus Latium
Handgeformte, gekräuselte Mehl-Ei-Wasser-Nocken aus Amatrice treffen auf langsam geschmortes Schaffleisch in würzigem Tomatensugo. Pecorino Romano oder Pecorino di Amatrice vollendet das rustikale Gericht aus Latium.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Gnocchi ricci aus Amatrice werden ohne Kartoffeln zubereitet. Ein fester Ei-Mehl-Teig und ein mit kochendem Wasser angesetzter Mehlteig werden verbunden, zu kleinen Stücken geformt und mit Daumen und Zeigefinger gekräuselt. Dazu kommt ein kräftiger Sugo di castrato mit zart geschmortem Schaffleisch und Pecorino.
Die Gnocchi sind außen weich, innen durchgegart und leicht elastisch. Ihre unregelmäßigen Rillen nehmen den dichten Sugo auf, in dem zartes, aromatisches Schaffleisch, süßliche Zwiebel, Möhre und Sellerie sowie Rosmarin und Lorbeer zusammenkommen. Der Pecorino sorgt für einen markanten, salzigen Abschluss.
Schritt für Schritt
Zwiebel, Möhre und Sellerie fein würfeln. Knoblauch schälen und fein hacken. Das Schaffleisch mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen.
Das Olivenöl in einem schweren Topf erhitzen. Das Fleisch portionsweise rundherum kräftig anbraten. Zwiebel, Möhre, Sellerie und Knoblauch zugeben und bei mittlerer Hitze 8 Minuten mitbraten.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist rundherum gebräunt, das Gemüse leicht weich und duftend.
Mit dem Rotwein ablöschen und 3 Minuten offen einkochen lassen. Passierte Tomaten, Wasser, Lorbeerblatt, Rosmarin, Salz und Pfeffer einrühren. Den Sugo aufkochen, dann zugedeckt bei sehr niedriger Hitze etwa 2 Stunden und 15 Minuten schmoren lassen. Zwischendurch gelegentlich umrühren.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist weich und lässt sich mit einer Gabel zerteilen; der Sugo ist sämig eingekocht.
Für den ersten Teig 250 g des Weizenmehls mit den Eiern zu einem festen Teig verkneten. Für den zweiten Teig das übrige Mehl mit dem Salz mischen. Das kochende Wasser langsam dazugießen und zunächst mit einem Kochlöffel verrühren. Sobald der Teig nur noch warm ist, 6 Minuten mit den Händen kneten.
Daran erkennst du es: Der Wasserteig ist gleichmäßig und lässt sich zu einer zusammenhängenden Masse formen.
Wichtig: Vorsicht beim Umgang mit kochendem Wasser.
Beide Teige zu einer einheitlichen Masse verbinden und weitere 8 Minuten kneten, bis der Teig gleichmäßig und elastisch ist. Zu einer Kugel formen, abdecken und 30 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und lässt sich ohne Risse zu einer Kugel formen.
Den Teig vierteln. Jedes Stück zu einer etwa 1,5 cm dicken Rolle formen und davon sehr kleine Stücke von ungefähr 1 cm Länge abstechen. Die Stücke mit dem restlichen Mehl leicht bestäuben. Jedes Teigstück zwischen Daumen und Zeigefinger leicht zusammendrücken und mit einer kurzen ziehenden Bewegung über die Arbeitsfläche rollen, sodass die unregelmäßige, gekräuselte Form entsteht.
Daran erkennst du es: Jedes Stück ist klein, kompakt und weist eine deutlich gekräuselte Oberfläche auf.
Die fertigen Gnocchi auf einem bemehlten Tuch verteilen und 20 Minuten antrocknen lassen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche fühlt sich trocken an, die Gnocchi bleiben aber formbar.
Lorbeerblatt und Rosmarinzweig aus dem Sugo nehmen. Das Fleisch im Topf lassen und größere Stücke bei Bedarf mit zwei Gabeln etwas zerteilen. Den Sugo bis zum Kochen der Gnocchi warm halten.
Daran erkennst du es: Der Sugo ist heiß, sämig und das Fleisch lässt sich leicht zerteilen.
Das Wasser mit dem Salz in einem großen Topf sprudelnd aufkochen. Die Gnocchi portionsweise hineingeben, damit das Wasser weiterkocht. Sobald sie an die Oberfläche steigen, noch etwa 2 Minuten garen. Ein Stück probieren; die Gnocchi sollen außen weich und innen durchgegart sein.
Daran erkennst du es: Die Gnocchi steigen auf, sind außen weich und innen vollständig durchgegart.
Wichtig: Beim Abseihen und Entnehmen vorsichtig mit dem heißen Kochwasser umgehen.
Die Gnocchi mit einer Schaumkelle direkt in den Sugo geben und vorsichtig vermengen. Bei Bedarf 2 bis 3 Esslöffel Kochwasser unterheben. Auf Teller verteilen und mit dem geriebenen Pecorino servieren.
Daran erkennst du es: Die Gnocchi sind vollständig mit Sugo überzogen und der Pecorino liegt frisch gerieben darüber.
Gut zu wissen
Kastratenfleisch ist am ehesten bei einer gut sortierten Metzgerei, in einer türkischen oder arabischen Fleischerei sowie bei spezialisierten Online-Fleischhändlern erhältlich.
Pecorino di Amatrice ist eine regionale Option. Pecorino Romano ist leichter erhältlich und bringt ebenfalls eine salzige, würzige Note ein.
Das fein gemahlene Mehl lässt sich gut zu einem elastischen Teig verarbeiten und eignet sich auch zum leichten Bestäuben der geformten Gnocchi.
Der Sugo schmeckt etwas kräftiger und kann eine längere Schmorzeit benötigen.
Schafsschulter in 3 cm große Würfel schneiden und wie das Kastratenfleisch portionsweise kräftig anbraten. Während des Schmorens prüfen, ob das Fleisch bereits weich genug ist.
Der Geschmack bleibt salzig und würzig; der Käse ist meist leichter erhältlich als Pecorino di Amatrice.
Den Pecorino Romano fein reiben und direkt vor dem Servieren über die Gnocchi geben.
Das kochende Wasser langsam einarbeiten, den Wasserteig erst handwarm kneten und beide Teige anschließend gründlich verbinden.
Den Teig einige Minuten weiterkneten und anschließend ruhen lassen. Nur falls nötig, die Arbeitsfläche sehr sparsam mit zusätzlichem Mehl bestäuben.
Stücke von ungefähr 1 cm Länge abstechen und portionsweise in reichlich sprudelndes Wasser geben.
Die Gnocchi nach dem Aufsteigen etwas länger garen und ein Stück zur Kontrolle probieren.
Das Fleisch möglichst gleichmäßig würfeln und den Sugo bei sehr niedriger Hitze zugedeckt weiter schmoren lassen.
Den Sugo weiter zugedeckt schmoren, bis das Fleisch weich ist, und bei Bedarf einen kleinen Schuss Wasser ergänzen.
Das Tuch und die Gnocchi sparsam mit dem vorgesehenen Mehl bestäuben und die Stücke nebeneinander verteilen.
Die Stücke vorsichtig voneinander lösen und unmittelbar portionsweise kochen.
Häufig gefragt
Nein. Der Teig besteht aus Weizenmehl, Eiern, kochendem Wasser und Salz und kommt ohne Kartoffeln aus.
Am ehesten bei einer gut sortierten Metzgerei, in einer türkischen oder arabischen Fleischerei oder bei einem spezialisierten Online-Fleischhändler.
Ja. Pecorino Romano ist leichter erhältlich und passt mit seiner salzigen, würzigen Note sehr gut zu den Gnocchi und dem Sugo.
Die kurze ziehende Bewegung zwischen Daumen und Zeigefinger gibt den Gnocchi ihre charakteristische unregelmäßige Form und schafft eine Oberfläche, an der der Sugo gut haftet.
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