Falagone lucano

Gefüllte Pizza aus Basilikata

Herzhafte, halbmondförmige gefüllte Pizza aus der Basilikata mit dünnem, ungesäuertem Teig, gegartem Mangold, Knoblauch, Peperoncino und Pecorino.

Zum Rezept
Falagone lucano: gefüllte Pizza mit Mangold
Vorbereitung 45 Minuten
Kochen / Backen 25 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 30 Minuten
Gesamtzeit ca. 100 Minuten
Menge 6 Falagoni
Gerichtsform und Gerichtsart Herzhafte Pasteten und Tartes
Prägende Zutatenfamilie Gemüse, Kräuter und Gewürze, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Abtropfen und Entwässern, Backen, Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der ungesäuerte Teig lässt sich dünn ausrollen und bildet eine zarte, knusprig werdende Hülle.
  • Mangold, Knoblauch, Peperoncino und Pecorino verbinden herzhafte, würzige und leicht pikante Aromen.
  • Das vollständige Ausdrücken und Abkühlen der Bietole hält die Füllung kompakt und erleichtert das Verschließen der Falagoni.

Falagone lucano ist eine herzhafte, halbmondförmige gefüllte Pizza aus der Basilikata. In dieser Bietole-Variante trifft dünner, ungesäuerter Teig auf gegarten Mangold, Knoblauch, Peperoncino und Pecorino. Der Teig wird dünn ausgerollt, die Füllung eingeschlagen und im Haushaltsbackofen goldbraun gebacken.

Außen goldbraun und knusprig, innen weich und herzhaft gefüllt. Der Mangold schmeckt angenehm erdig, der Pecorino würzig-salzig, während Knoblauch und Peperoncino für Tiefe und leichte Schärfe sorgen.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Teig herstellen und ruhen lassen

    Mehl und Salz in die Schüssel geben. Wasser und 45 ml Olivenöl hinzufügen und alles zu einem festen, glatten Teig verkneten. Den Teig etwa 8 Minuten weiterkneten, zu einer Kugel formen, abdecken und 30 Minuten ruhen lassen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist fest und glatt.

    • Die Ruhezeit macht den Teig geschmeidiger und erleichtert das dünne Ausrollen.
  2. Mangold vorbereiten und vorgaren

    Die Bietole gründlich waschen. Dicke Stiele klein schneiden, Blätter grob hacken und beides getrennt beiseitelegen. Die Bietole in einem großen Topf mit wenig Wasser 3 Minuten vorgaren, abgießen und im Sieb sehr gut ausdrücken. Anschließend grob hacken.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Bietole ist zusammengefallen und weich genug zum Weiterverarbeiten.

    • Das gründliche Ausdrücken verhindert eine zu feuchte Füllung.
  3. Füllung würzen und garen

    30 ml Olivenöl in der Pfanne erhitzen. Die leicht angedrückten Knoblauchzehen und die Chiliflocken oder den kleinen Peperoncino 1 Minute darin erwärmen. Die Bietole hinzufügen und bei mittlerer Hitze 5 Minuten unter Rühren braten. Mit 4 g Salz würzen, den Knoblauch herausnehmen und die Füllung vollständig abkühlen lassen. Anschließend den Pecorino unterheben.

    6 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Bietole ist aromatisch, gegart und die Füllung vollständig abgekühlt, bevor der Pecorino untergehoben wird.

    • Chiliflocken und Peperoncino sind Alternativen; nur eine der beiden Zutaten verwenden.
  4. Backofen vorbereiten

    Den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen. Den Teig in 6 gleich große Stücke teilen und jedes Stück zu einer Kugel formen.

    220 °C
    • Das Backblech kann während des Vorheizens vorbereitet werden.
  5. Teig ausrollen und füllen

    Jede Teigkugel auf wenig Mehl zu einem dünnen Kreis von etwa 18 bis 20 cm Durchmesser ausrollen. Jeweils ein Sechstel der Füllung auf eine Hälfte geben und rundherum etwa 2 cm Rand frei lassen.

    Daran erkennst du es: Die Teigkreise sind dünn ausgerollt und der Rand bleibt rundherum frei.

    • Die Füllung nicht bis an den Rand verteilen, damit die Teighälften sauber verschlossen werden können.
  6. Falagoni verschließen

    Die freie Teighälfte über die Füllung klappen. Die Ränder zuerst mit den Fingern zusammendrücken und anschließend nach innen umlegen, damit die Falagoni gut verschlossen sind. Die Oberfläche jedes Stücks zweimal mit einer Gabel einstechen.

    Daran erkennst du es: Die Ränder sind rundum verschlossen und die Oberfläche ist zweimal eingestochen.

    • Ein sauber umgelegter Rand hilft, die Füllung während des Backens im Teig zu halten.
  7. Backen und ruhen lassen

    Die Falagoni auf das Backblech legen, mit den restlichen 15 ml Olivenöl dünn bestreichen und auf der mittleren Schiene 20 bis 25 Minuten backen. Nach etwa 20 Minuten prüfen und bis zur goldbraunen Oberfläche weiterbacken. Vor dem Servieren 5 Minuten ruhen lassen.

    25 Minuten 220 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun.

    • Die kurze Ruhezeit vor dem Servieren erleichtert das Anschneiden und schützt vor zu heißer Füllung.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Ungesäuerter Teig: Der Teig enthält keine Hefe und benötigt daher keine Gärzeit. Die angegebene 30-minütige Ruhezeit dient dazu, ihn vor dem Ausrollen entspannter und geschmeidiger zu machen.
  • Füllung vollständig abkühlen lassen: Die gegarte Mangoldfüllung vollständig abkühlen lassen, bevor der Pecorino untergehoben wird und bevor sie auf den Teig kommt.
  • Rand sauber verschließen: Rundherum etwa 2 cm Rand frei lassen und die Kante nach dem Zusammendrücken nach innen umlegen.

Zutatenwissen

Bietole ist Mangold

Bietole bezeichnet Mangold. Du findest ihn meist auf Wochenmärkten, in türkischen oder italienischen Lebensmittelgeschäften und in gut sortierten Supermärkten.

Stiele und Blätter getrennt vorbereiten

Dicke Mangoldstiele und Blätter werden getrennt geschnitten, weil sie unterschiedlich vorbereitet werden. Nach dem Vorgaren wird alles grob gehackt.

Zwei Chili-Optionen

Verwende entweder 1 g getrocknete Chiliflocken oder 1 kleinen Peperoncino. Beide Varianten werden nicht zusätzlich kombiniert.

Sinnvolle Alternativen

Blattspinat

Blattspinat schmeckt zarter und weniger erdig und verliert beim Garen etwas mehr Volumen.

Den Mangold durch Blattspinat ersetzen, diesen ebenfalls vorgaren, sehr gut ausdrücken und anschließend grob hacken.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Füllung ist zu feucht und erschwert das Verschließen.

Die Bietole nach dem Abgießen sehr gut ausdrücken und erst vollständig abkühlen lassen.

Die Füllung vor dem Weiterverarbeiten nochmals ausdrücken.

Beim Backen tritt Füllung aus.

Rundherum etwa 2 cm Rand frei lassen, die Ränder zusammendrücken und nach innen umlegen.

Offene Stellen vor dem Backen nochmals fest zusammendrücken.

Die Falagoni wirken schwer und backen nicht gleichmäßig durch.

Jede Kugel zu einem dünnen Kreis von etwa 18 bis 20 cm Durchmesser ausrollen.

Varianten

Falagone mit Blattspinat

Eine zartere Gemüsefüllung entsteht, wenn Mangold durch Blattspinat ersetzt wird.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten: enthält · Enthalten durch Weizenmehl.
  • Milch: enthält · Enthalten durch Pecorino.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was bedeutet Bietole?

Bietole ist die italienische Bezeichnung für Mangold. Für die Füllung werden Blätter und dicke Stiele verwendet.

Kann ich Mangold durch Blattspinat ersetzen?

Ja. Blattspinat schmeckt zarter und weniger erdig und verliert beim Garen etwas mehr Volumen. Auch er sollte vorgart und sehr gut ausgedrückt werden.

Kann ich statt Chiliflocken einen Peperoncino verwenden?

Ja. Verwende entweder 1 g getrocknete Chiliflocken oder 1 kleinen Peperoncino, nicht beide Varianten zusammen.

Aus unserer Küche

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