Schweineschwarte
Frische Schwarten sind meist an der Fleischtheke oder beim Metzger erhältlich. Sie sorgen beim langen Garen für Bindung und eine besonders kräftige Brühe.
Bohneneintopf aus dem Piemont
Kräftiger canavesischer Bohneneintopf aus dem Piemont mit Borlotti-Bohnen, SchweineschwarteGebrühte und enthaarte Haut des Schweins mit hohem Bindegewebsanteil., SchweinefußEin längs geteilter Schweinefuß passt leichter in den Topf. und Schweinerippchen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Fagioli grassi gehören zur canavesischen Küche im Piemont. Bohnen und Schweinefleisch garen langsam in einem schweren ofenfesten Topf, bis die Brühe sämig und die Bohnen weich sind. Serviert wird der Eintopf mit Bohnen, etwas Brühe, Schwartenrollen und den Fleischstücken aus demselben Topf.
Sämige Brühe, cremig-weiche Borlotti-Bohnen und kräftige, gelatinöse Fleischaromen treffen auf würzige Kräuter- und Gewürznoten. Die Schwartenrollen sind weich und gehaltvoll, die Rippchen zart.
Schritt für Schritt
Die Borlotti-Bohnen in reichlich kaltem Wasser 8–12 Stunden einweichen. Anschließend in einem Sieb abgießen und gründlich abspülen.
Die Schweineschwarte mit warmem Wasser abspülen und trocken tupfen. Eine Knoblauchzehe und die Rosmarinnadeln fein hacken und mit Muskatnuss sowie der Hälfte des Pfeffers mischen. Die Mischung auf den Schwartenstücken verteilen, diese fest aufrollen und jeweils mit Küchengarn binden.
Zwiebel, Karotte, Sellerie und die zweite Knoblauchzehe grob schneiden. Das Gemüse mit Salbei, Gewürznelken, Zimt, SaporitaDie piemontesische Gewürzmischung ist in italienischen Feinkostläden oder gut sortierten Gewürzgeschäften erhältlich., Bohnen, Schwartenrollen, Schweinefuß und Rippchen in den schweren ofenfesten Topf geben. 2 l Wasser, 8 g Salz und den restlichen Pfeffer hinzufügen.
Wichtig: Beim Befüllen ausreichend Abstand zum Topfrand lassen, damit die Flüssigkeit beim langen Garen nicht überläuft.
Den Topf verschließen und im vorgeheizten Backofen bei 170 °C Ober-/Unterhitze auf der unteren Schiene 4,5–5 Stunden langsam garen. Nach etwa 3 Stunden prüfen, ob die Bohnen noch knapp mit Flüssigkeit bedeckt sind. Falls nötig, etwas kochendes Wasser nachgießen. Ein- bis zweimal vorsichtig umrühren, damit nichts am Boden ansetzt.
Daran erkennst du es: Die Bohnen sind weich, das Fleisch ist durchgegart und die Brühe wirkt sämig.
Wichtig: Den schweren heißen Topf nur mit geeigneten Ofenhandschuhen herausnehmen.
Sobald die Bohnen weich sind und die Brühe sämig wirkt, mit dem restlichen Salz abschmecken. Die Gewürze und Kräuter entfernen und den Eintopf 15 Minuten zugedeckt ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Brühe ist sämig und der Geschmack ausgewogen salzig.
Die Schwartenrollen in Scheiben schneiden. Fagioli grassi mit Bohnen, etwas Brühe und den Fleischstücken aus demselben Topf servieren.
Gut zu wissen
Frische Schwarten sind meist an der Fleischtheke oder beim Metzger erhältlich. Sie sorgen beim langen Garen für Bindung und eine besonders kräftige Brühe.
Ein längs geteilter Schweinefuß passt leichter in den Topf. Er macht die Brühe gelatinös und würzig; ohne ihn wird der Eintopf weniger vollmundig.
Die piemontesische Gewürzmischung ist in italienischen Feinkostläden oder gut sortierten Gewürzgeschäften erhältlich. Ohne Saporita wird das Aroma schlichter.
Das Aroma wird etwas schlichter als mit Saporita.
Die Saporita-Gewürzmischung weglassen und stattdessen eine kleine zusätzliche Prise Muskatnuss sowie schwarzen Pfeffer in den Topf geben.
Die Brühe wird weniger gelatinös und etwas weniger vollmundig.
Den Schweinefuß weglassen und die übrigen Zutaten wie angegeben garen. Den Flüssigkeitsstand während der langen Garzeit besonders aufmerksam prüfen.
Die Bohnen 8–12 Stunden in reichlich kaltem Wasser einweichen und anschließend gründlich abspülen.
Den Eintopf weitergaren und bei Bedarf mit kochendem Wasser auffüllen, bis die Bohnen weich sind.
Nach etwa 3 Stunden prüfen, ob die Bohnen noch knapp bedeckt sind, und bei Bedarf kochendes Wasser nachgießen.
Vorsichtig kochendes Wasser nachgießen und den Topf wieder verschließen.
Die Schwartenstücke fest aufrollen und jede Rolle mit ausreichend Küchengarn sichern.
Gelöste Stücke vorsichtig aus dem Topf nehmen, erneut binden, soweit möglich, und zurück in den Topf geben.
Im Topf nur die vorgesehenen 8 g verwenden und erst nach dem Garen mit dem restlichen Salz abschmecken.
Mit etwas heißem Wasser verdünnen und die Bohnen noch kurz weitergaren, falls die Konsistenz es zulässt.
Der Schweinefuß wird weggelassen, während die übrigen charakteristischen Zutaten erhalten bleiben.
Die piemontesische Gewürzmischung wird durch eine kleine zusätzliche Prise Muskatnuss und schwarzen Pfeffer ersetzt.
Die Bohnen können bis zu 12 Stunden vor der eigentlichen Zubereitung eingeweicht werden. Anschließend abgießen und gründlich abspülen.
Häufig gefragt
Die Bohnen 8–12 Stunden in reichlich kaltem Wasser einweichen und anschließend gründlich abspülen.
Der Schweinefuß passt so leichter in den Topf und macht die Brühe gelatinös und würzig. Ohne ihn wird der Eintopf weniger vollmundig.
Als Ersatz eine kleine zusätzliche Prise Muskatnuss und schwarzen Pfeffer verwenden. Das Aroma wird dann etwas schlichter.
Die Bohnen sollen weich sein, die Brühe sämig wirken und das Fleisch vollständig gegart sein. Während der Garzeit bei Bedarf etwas kochendes Wasser nachgießen.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …