Cuculli

Ligurische Kichererbsenfrittelle

Ligurische Cuculli aus vergorener Kichererbsenpastete: löffelweise frittiert, außen goldbraun und knusprig, innen weich und würzig.

Zum Rezept
Cuculli aus Ligurien
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 15 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 8 Stunden
Gesamtzeit ca. 8 Std. 40 Min.
Menge ca. 20 Stück
Gerichtsform und Gerichtsart Herzhafte Teigkleingebäcke und ausgebackene Teigportionen
Prägende Zutatenfamilie Hülsenfrüchte, Kräuter und Gewürze
Prägende Zubereitungsverfahren Fermentieren, Frittieren
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan, Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die 8-stündige Ruhezeit lockert die dickflüssige Kichererbsenpastete auf und sorgt für eine angenehm weiche Mitte.
  • Das portionsweise Frittieren bei 175 bis 180 °C bildet rasch eine goldbraune, knusprige Oberfläche.
  • Majoran und Salz geben der milden Kichererbsenbasis ein klares, herzhaftes Aroma.

Cuculli In Ligurien werden Cuculli aus einer locker vergorenen Kichererbsenpastete löffelweise ins heiße Öl gesetzt. Außen werden sie goldbraun und knusprig, innen bleiben sie weich und würzig. Die Genueser Spezialität gehört zu den herzhaften Fritti der ligurischen Küche und schmeckt frisch serviert am besten.

Cuculli schmecken frisch aus dem Öl herzhaft und würzig. Die Oberfläche ist goldbraun und knusprig, während das Innere weich und locker bleibt.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Hefe anrühren

    50 ml vom lauwarmen Wasser abnehmen. Hefe und Zucker darin glatt verrühren und 5 Minuten stehen lassen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Hefemischung ist glatt verrührt und hat kurz geruht.

  2. Pastete anrühren

    Kichererbsenmehl in eine große Schüssel geben. Die Hefemischung und das übrige Wasser dazugießen. Alles mit einem Schneebesen zu einer glatten, dickflüssigen Pastete verrühren.

    Daran erkennst du es: Die Pastete ist glatt und dickflüssig.

    • Das Wasser nach und nach einarbeiten, damit eine gleichmäßige Pastete entsteht.
  3. Pastete ruhen lassen

    Die Schüssel abdecken und die Pastete 8 Stunden bei Raumtemperatur ruhen lassen. Sie soll danach sichtbar gelockert sein.

    8 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Pastete ist sichtbar gelockert.

    • Die Schüssel während der Ruhezeit abdecken.
  4. Würzen

    Salz und Majoran gründlich unterrühren. Die Pastete soll zäh vom Löffel fallen. Cuculli werden ohne Füllung und ohne Panierung zubereitet.

    Daran erkennst du es: Die Pastete fällt zäh vom Löffel.

    • Den Majoran gleichmäßig in der Pastete verteilen.
  5. Öl erhitzen

    Das Öl in einem hohen Topf auf 175 bis 180 °C erhitzen. Einen kleinen Tropfen Pastete hineingeben: Steigt er langsam auf und beginnt sofort zu brutzeln, ist das Öl heiß genug.

    Daran erkennst du es: Ein kleiner Tropfen Pastete steigt langsam auf und beginnt sofort zu brutzeln.

    • Der Topf sollte hoch genug sein, damit das heiße Öl sicher bleibt.

    Wichtig: Mit heißem Öl vorsichtig arbeiten und den Topf nicht unbeaufsichtigt lassen.

  6. Cuculli ausbacken

    Mit zwei leicht geölten Teelöffeln portionsweise kleine Bällchen abstechen und vorsichtig ins Öl geben. Jeweils nur wenige Stücke gleichzeitig frittieren, damit die Temperatur nicht zu stark fällt.

    Daran erkennst du es: Die kleinen Portionen schwimmen im heißen Öl und garen gleichmäßig.

    • Die Teelöffel leicht ölen, damit sich die Pastete besser löst.

    Wichtig: Die Teigportionen vorsichtig ins Öl geben, um Spritzer zu vermeiden.

  7. Goldbraun frittieren und bestreuen

    Die Cuculli etwa 3 Minuten frittieren und dabei einmal wenden, bis sie rundum goldbraun sind. Mit einer Schaumkelle herausheben, kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen und noch heiß mit etwas Salz bestreuen.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Cuculli sind rundum goldbraun.

    • Die Cuculli direkt nach dem Abtropfen salzen.

    Wichtig: Die Cuculli mit der Schaumkelle vorsichtig aus dem heißen Öl heben.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Auf die Lockerung achten: Die Pastete sollte nach der 8-stündigen Ruhezeit sichtbar gelockert sein. Dieses Zeichen ist wichtiger als eine völlig gleichbleibende Oberfläche.
  • Richtiges Frittieröl: Das Öl muss heiß genug sein, damit die Cuculli rasch goldbraun werden, darf aber nicht so heiß sein, dass die Oberfläche zu schnell bräunt.
  • In kleinen Portionen frittieren: Nur wenige Cuculli gleichzeitig ins Öl geben, damit die Temperatur möglichst stabil bleibt und die Stücke gleichmäßig garen.

Zutatenwissen

Kichererbsenmehl

Kichererbsenmehl bildet die Grundlage der dickflüssigen Pastete und bleibt nach dem Frittieren im Inneren weich und locker.

Majoran

Fein gehackter Majoran gibt der milden Kichererbsenbasis eine herzhafte, würzige Note.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Cuculli werden kompakt und wenig locker.

Die Pastete vollständig abgedeckt 8 Stunden bei Raumtemperatur ruhen lassen und vor dem Würzen auf eine sichtbare Lockerung achten.

Die Pastete weiter ruhen lassen, sofern sie noch nicht frittiert wurde.

Die Cuculli saugen viel Öl auf und werden blass oder schwer.

Das Öl auf 175 bis 180 °C erhitzen und nur wenige Stücke gleichzeitig frittieren.

Das Öl zwischen den Portionen wieder auf die Zieltemperatur kommen lassen.

Die Cuculli bräunen außen zu schnell und bleiben innen unausgeglichen gegart.

Die Temperatur prüfen und die Cuculli erst einlegen, wenn ein kleiner Tropfen Pastete langsam aufsteigt und sofort brutzelt.

Die Hitze reduzieren und die nächsten Portionen erst bei stabiler Temperatur frittieren.

Die Öltemperatur fällt stark ab und die Cuculli garen ungleichmäßig.

Jeweils nur wenige Cuculli gleichzeitig frittieren.

Zwischen den Portionen warten, bis das Öl wieder heiß ist.

Servieren und kombinieren

  • Heiß und frisch servieren: Cuculli direkt nach dem Abtropfen noch heiß mit etwas Salz bestreuen und frisch servieren. So bleibt die Oberfläche knusprig und das Innere weich.

Lebensmittelsicherheit

  • Arbeiten mit heißem Öl: Das Öl vorsichtig erhitzen, den Topf nicht unbeaufsichtigt lassen und die Teigportionen behutsam ins Öl geben, damit Spritzer vermieden werden.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Warum muss die Kichererbsenpastete 8 Stunden ruhen?

Die Ruhezeit lockert die Pastete sichtbar auf. Dadurch werden die Cuculli nach dem Frittieren innen weicher und lockerer.

Woran erkenne ich, dass das Öl heiß genug ist?

Einen kleinen Tropfen Pastete ins Öl geben. Steigt er langsam auf und beginnt sofort zu brutzeln, ist das Öl bereit.

Warum sollen nur wenige Cuculli gleichzeitig frittiert werden?

So fällt die Temperatur des Öls nicht zu stark ab und die Cuculli werden gleichmäßig goldbraun und knusprig.

Werden Cuculli paniert oder gefüllt?

Nein. Die Pastete wird ohne Füllung und ohne Panierung löffelweise ins heiße Öl gegeben.

Aus unserer Küche

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