Wilder Cardone finden
Wilder Cardone, auf Italienisch cardo selvatico, ist in Deutschland am ehesten auf italienischen Wochenmärkten, in gut sortierten mediterranen Gemüsegeschäften oder bei saisonalen Spezialitätenhändlern erhältlich.
Gemüsekonserve aus Sardinien
Herbe, zartknackige Cardoni werden kurz blanchiert und anschließend in einem heißen süß-sauren Sud aus Weißweinessig, Wasser, Zucker und Gewürzen gekühlt durchgezogen. Mit nativem Olivenöl extra serviert, eignen sie sich als sardisch inspirierter Antipasto oder als Beilage.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Cardi sott'aceto bringt wilden Cardone mit seinem leicht artischockenähnlichen Geschmack auf den Teller. Das Gemüse wird in Zitronenwasser hell gehalten, kurz bissfest blanchiert und anschließend von einem heißen Essigsud ausbalanciert. Nach der Kühlzeit entsteht eine aromatische, eigenständige Gemüsezubereitung mit klarer Süße, Säure und würziger Tiefe.
Die Cardoni sind zart und dennoch leicht knackig, mit einer herben, artischockenähnlichen Gemüsenote. Der Sud schmeckt deutlich säuerlich, angenehm süß und würzig; etwas Olivenöl macht den Eindruck runder und geschmeidiger.
Schritt für Schritt
Die äußeren Blätter, harten Fasern und Dornen des Cardone entfernen. Die Stangen in etwa 5 cm lange Stücke schneiden. 1,5 l kaltes Wasser mit dem Zitronensaft mischen und die Cardone-Stücke darin 20 Minuten einlegen, damit sie hell bleiben.
1 l Wasser mit 150 ml Weißweinessig und 10 g Salz in einem großen Topf aufkochen. Die abgetropften Cardone-Stücke hineingeben und 6–8 Minuten knapp bissfest garen. Anschließend gründlich abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Stücke sind knapp bissfest und nicht weich zerfallen.
250 ml Weißweinessig, 250 ml Wasser, 80 g Zucker, 8 g Salz, Knoblauch, Lorbeerblätter und Pfefferkörner aufkochen. Unter Rühren 1 Minute köcheln lassen, bis sich Zucker und Salz gelöst haben.
Daran erkennst du es: Zucker und Salz sind vollständig gelöst.
Die warmen Cardone-Stücke in ein sauberes, hitzefestes Glas oder eine Schüssel geben. Den heißen Sud vollständig darübergießen, sodass das Gemüse bedeckt ist. Kurz abkühlen lassen, dann abdecken und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Cardone-Stücke sind vollständig vom Sud bedeckt.
Wichtig: Nicht als ungekühlte Vorratskonserve behandeln.
Vor dem Servieren die Cardone-Stücke abtropfen lassen und mit dem nativen Olivenöl extra beträufeln. Cardi sott'aceto als Antipasto oder Beilage servieren.
Wichtig: Die Zubereitung ist für den zeitnahen Verzehr gedacht und nicht als ungekühlte Vorratskonserve zu behandeln.
Gut zu wissen
Wilder Cardone, auf Italienisch cardo selvatico, ist in Deutschland am ehesten auf italienischen Wochenmärkten, in gut sortierten mediterranen Gemüsegeschäften oder bei saisonalen Spezialitätenhändlern erhältlich.
Karden oder Cardy aus dem Gemüsehandel eignen sich als Ersatz. Sie schmecken meist milder und etwas weniger herb als wilder Cardone.
Das Zitronenwasser hält die vorbereiteten Cardone-Stücke während des Einlegens hell.
Die Zubereitung bleibt in ihrer Struktur erhalten, schmeckt jedoch meist milder und etwas weniger herb.
Karden oder Cardy küchenfertig vorbereiten und in derselben Weise in etwa 5 cm lange Stücke schneiden. Anschließend wie beschrieben blanchieren und in den süß-sauren Sud geben.
Die Stücke nach 6 Minuten prüfen und nur bis knapp bissfest garen.
Sehr weiche Stücke gründlich abtropfen lassen und gut gekühlt als weichere Antipasto-Zubereitung servieren.
Ein ausreichend großes, schmales Gefäß verwenden und den Sud vollständig über das Gemüse gießen.
Die Stücke vorsichtig wenden und weiter gekühlt ziehen lassen.
Nach kurzem Abkühlen abdecken, im Kühlschrank ziehen lassen und nicht ungekühlt lagern.
Häufig gefragt
Ja. Karden oder Cardy eignen sich als Ersatz. Sie schmecken meist milder und etwas weniger herb als wilder Cardone.
Die Cardone-Stücke sollten mindestens 2 Stunden abgedeckt im Kühlschrank im heißen Sud ziehen.
Nein. Die Zubereitung ist für den zeitnahen Verzehr gedacht und darf nicht als ungekühlte Vorratskonserve behandelt werden.
Die Stücke nur 6–8 Minuten blanchieren und bis knapp bissfest garen. Danach gründlich abtropfen lassen und in den heißen Sud geben.
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