Eine herzhafte abruzzesische Sauce aus langsam geschmorter Aubergine, rotem Paprika, Tomaten und Pancetta, vollendet mit Sahne, Parmigiano Reggiano und Pecorino dolce.
Von Italien auf dem TellerVeröffentlicht am 29. September 2026
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Was dieses Rezept zuverlässig macht
Das langsam geschmorte Gemüse entwickelt ein tiefes, rundes Aroma und eine natürliche Bindung.
Pancetta bringt herzhafte Würze und eine leicht rauchige Fleischigkeit in die Sauce.
Trebbiano d’Abruzzo lockert die kräftigen Aromen mit trockener Frische auf.
Sahne, Butter und die beiden Käse sorgen für eine glatte, sämige Konsistenz.
Aubergine, roter Paprika und Tomate werden mit Pancetta, trockenem Trebbiano d’Abruzzo und etwas Sahne weich gegart und anschließend fein verarbeitet. So entsteht eine würzige, sämige Sauce, die Pasta und Gnocchi trägt und sich auch als dicker Aufstrich auf geröstetem Brot eignet.
Würzig und cremig mit weicher Aubergine, süßlich-reifer Tomate, fruchtigem Paprika und herzhaften Pancetta-Noten. Die Sauce ist glatt bis leicht rustikal, je nach gewünschter Feinheit, mit milder Schärfe und einem salzig-nussigen Käseabschluss.
Schritt für Schritt
Zubereitung
Sauce zubereiten
1
Gemüse vorbereiten
Zwiebel fein würfeln. Aubergine und Paprika in etwa 1 cm große Würfel schneiden. Tomaten grob würfeln, den Knoblauch schälen und die Pancetta bereitstellen.
Daran erkennst du es: Alle Zutaten sind vorbereitet und gleichmäßig geschnitten.
Gleichmäßig große Würfel garen später möglichst gleichzeitig.
2
Pancetta und Zwiebel anschwitzen
40 g Butter in der tiefen Pfanne bei niedriger bis mittlerer Hitze schmelzen. Zwiebel und Pancetta darin etwa 8 Minuten langsam braten, bis die Zwiebel weich und die Pancetta leicht gebräunt ist. Knoblauch zufügen und 1 Minute mitgaren.
9 Minuten
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich, die Pancetta leicht gebräunt und der Knoblauch duftet, ohne dunkel zu werden.
Die niedrige bis mittlere Hitze verhindert, dass Knoblauch und Zwiebel bitter werden.
3
Gemüse schmoren und Wein einkochen
Aubergine und Paprika einrühren und 8 bis 10 Minuten unter gelegentlichem Rühren schmoren, bis das Gemüse sichtbar weicher wird. Mit dem Trebbiano d’Abruzzo ablöschen und etwa 3 Minuten einkochen lassen.
13 Minuten
Daran erkennst du es: Aubergine und Paprika sind deutlich weicher, aber noch nicht vollständig zerfallen; der Wein ist teilweise eingekocht.
Beim Ablöschen den Pfannenboden mit dem Kochlöffel lösen, damit sich die Röststoffe verteilen.
4
Sauce weich garen
Tomaten, Salz und Chiliflocken hinzufügen. Die Sauce offen bei niedriger Hitze etwa 15 Minuten garen, bis Aubergine, Paprika und Tomaten sehr weich sind.
15 Minuten
Daran erkennst du es: Das Gemüse lässt sich leicht zerdrücken und die Mischung wirkt bereits sämig.
Offenes Garen lässt überschüssige Flüssigkeit verdampfen und konzentriert den Geschmack.
5
Sauce pürieren
Den Knoblauch herausnehmen. Die Gemüsemischung durch eine Passiermühle streichen oder mit dem Stabmixer fein pürieren. Für eine rustikalere Sauce nur kurz mixen, für eine glatte Konsistenz gründlicher pürieren.
Daran erkennst du es: Die Sauce hat die gewünschte rustikale oder glatte Konsistenz erreicht.
Beim Mixen auf Spritzer achten, da die Gemüsemischung noch heiß ist.
Wichtig: Heiße Sauce vorsichtig pürieren und den Stabmixer vollständig eintauchen, bevor er eingeschaltet wird.
6
Sahne und Käse einarbeiten
Die Sauce zurück in die Pfanne geben, die Sahne einrühren und 3 Minuten sanft erhitzen. Nicht sprudelnd kochen lassen. Die restlichen 20 g Butter, Parmigiano Reggiano und Pecorino dolce einrühren, bis die Sauce glatt und sämig ist. Abschmecken.
3 Minuten
Daran erkennst du es: Die Sauce ist glatt, sämig und gleichmäßig mit Käse und Butter verbunden.
Sanftes Erhitzen hält die Sahne-Käse-Sauce glatt.
7
Sofort verwenden
Die Sauce sofort verwenden. Für Pasta oder Gnocchi genügen etwa 120 bis 130 ml pro 100 g trockener Pasta. Alternativ schmeckt sie als dicker Aufstrich auf geröstetem Brot oder als Begleiter zu gegrilltem Gemüse.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist warm, sämig und direkt servierbereit.
Die Sauce erst kurz vor dem Servieren mit Pasta oder Gnocchi vermengen, damit sie ihre cremige Konsistenz behält.
Gut zu wissen
Hinweise zum Rezept
Wein einkochen: Den Trebbiano nach dem Schmoren des Gemüses kurz einkochen lassen. So bleibt die regionale Weinnote erhalten, ohne dass die Sauce wässrig wird.
Konsistenz anpassen: Eine kurze Mixzeit ergibt eine rustikalere Sauce mit etwas mehr Struktur; gründliches Passieren oder Pürieren führt zu einer besonders glatten Konsistenz.
Käse nicht sprudelnd kochen: Sahne und Käse nur sanft erhitzen. Starkes Kochen kann die cremige Bindung beeinträchtigen.
Zutatenwissen
Trebbiano d’Abruzzo
Der trockene Weißwein ist in italienischen Weinhandlungen, gut sortierten Supermärkten oder online erhältlich. Ein anderer trockener, neutraler Weißwein funktioniert ebenfalls, bringt aber nicht dieselbe regionale Traubennote mit.
Pecorino dolce
Der milde Schafskäse ist meist in italienischen Feinkostläden, Käsefachgeschäften und manchen gut sortierten Supermärkten zu finden.
Pancetta fresca
Ungeräucherte Pancetta ist häufig bei italienischen Metzgereien oder an gut sortierten Fleischtheken erhältlich. Sie bringt eine milde, herzhafte Fleischwürze in die Sauce.
Sinnvolle Alternativen
Trockener, neutraler Weißwein
Die Sauce bleibt trocken und aromatisch, verliert aber die spezifische regionale Traubennote des Trebbiano d’Abruzzo.
Den Trebbiano d’Abruzzo im gleichen Volumen durch einen trockenen, neutralen Weißwein ersetzen und wie angegeben einkochen lassen.
Milder Pecorino
Die Sauce wird etwas würziger und salziger als mit Pecorino dolce.
Den Pecorino dolce im gleichen Gewicht durch einen milden Pecorino ersetzen und ihn am Ende mit dem Parmigiano einrühren.
Ungeräucherter Bauchspeck
Die Sauce erhält meist eine etwas kräftigere Fleischstruktur.
Pancetta fresca im gleichen Gewicht durch ungeräucherten Bauchspeck ersetzen und fein würfeln.
Typische Fehler und ihre Lösung
Die Sahne-Käse-Sauce wird körnig oder trennt sich.
Die Sauce nach Zugabe der Sahne nur sanft erhitzen und nicht sprudelnd kochen lassen.
Die Pfanne sofort von der Hitze nehmen und die Sauce mit einem kleinen Schuss Sahne vorsichtig glatt rühren.
Die Sauce bleibt faserig und lässt sich nicht glatt pürieren.
Das Gemüse so lange offen garen, bis es sich leicht zerdrücken lässt.
Die Mischung bei niedriger Hitze noch einige Minuten weitergaren und anschließend erneut pürieren.
Die Sauce schmeckt bitter oder der Knoblauch dominiert unangenehm.
Den Knoblauch erst nach dem Anschwitzen von Zwiebel und Pancetta zufügen und nur etwa 1 Minute mitgaren.
Den Knoblauch vor dem Pürieren vollständig entfernen und die Sauce mit etwas zusätzlicher Sahne abrunden.
Servieren und kombinieren
Zu Pasta oder Gnocchi: Etwa 120 bis 130 ml Sauce pro 100 g trockener Pasta verwenden. Die Sauce direkt mit Pasta oder Gnocchi vermengen und sofort servieren.
Als Aufstrich auf geröstetem Brot: Die dicke, sämige Sauce auf geröstete Brotscheiben streichen und warm oder lauwarm servieren.
Zu gegrilltem Gemüse: Die Sauce als kräftigen Begleiter zu gegrilltem Gemüse reichen.
Allergene und Nährwerte
Milch: enthält · Butter, Sahne, Parmigiano Reggiano und Pecorino dolce sind Milchprodukte.
Häufig gefragt
Fragen zum Rezept
Kann ich den Trebbiano d’Abruzzo ersetzen?
Ja. Ein trockener, neutraler Weißwein funktioniert im gleichen Volumen. Die Sauce verliert dadurch nur die spezifische regionale Traubennote.
Wie wird die Sauce besonders glatt?
Die sehr weich gegarte Gemüsemischung gründlich mit dem Stabmixer pürieren oder durch eine Passiermühle streichen. Für eine rustikalere Konsistenz nur kurz mixen.
Was eignet sich als Ersatz für Pancetta fresca?
Ungeräucherter Bauchspeck ist eine passende Alternative. Er bringt meist eine etwas kräftigere Fleischstruktur mit.
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