A frissurata

Schmorgericht aus Kalabrien

Kräftiges kalabrisches Schweinefleischgericht aus dem Raum Casabona: Zarter Schweinenacken schmort mit passierten Tomaten, trockenem Rotwein, wildem Fenchel und Chili zu einer sämigen, aromatischen Soße.

Zum Rezept
A frissurata – kräftiges Schweinefleisch aus Kalabrien
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 100 Minuten
Gesamtzeit ca. 2 Stunden
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Eintöpfe und ragoutartige Gerichte
Prägende Zutatenfamilie Alkohol als Zutat, Fleisch, Gemüse, Kräuter und Gewürze
Prägende Zubereitungsverfahren Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln, Schmoren

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Vorgaren macht den Schweinenacken zart, ohne dass er sofort auseinanderfällt.
  • Die anschließende offene Schmorphase konzentriert Tomate, Rotwein, Fenchel und Chili zu einer kräftigen Soße.
  • Wilder Fenchel bringt eine herbe, leicht anisartige Würze ein, die gut mit dem gehaltvollen Schweinefleisch harmoniert.

A frissurata verbindet sanft gegarten Schweinenacken mit einer würzigen Tomatensoße, trockenem Rotwein, wildem Fenchel und Chili. Das Fleisch wird zunächst in Wasser weich gegart und anschließend offen in der aromatischen Soße geschmort, bis sie deutlich eingedickt ist.

Zartes, saftiges Schweinefleisch in einer tief würzigen, leicht scharfen Tomatensoße. Der Rotwein sorgt für dunkle Fruchtigkeit, während wilder Fenchel eine herbe, fein anisartige Note beisteuert.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Fleisch vorbereiten

    Den Schweinenacken auf dem Schneidebrett in etwa 4 cm große Stücke schneiden. Größere Fettstücke entfernen, eine dünne Fettschicht für den Geschmack jedoch belassen.

    10 Minuten
    • Die Stücke möglichst ähnlich groß schneiden, damit sie gleichmäßig garen.
  2. Fleisch sanft vorgaren

    Das Fleisch mit dem Wasser und dem Salz für das Vorgaren in den weiten Topf geben. Langsam aufkochen lassen und den entstehenden Schaum mit der Schaumkelle abnehmen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist heiß und beginnt zu kochen; der aufsteigende Schaum ist entfernt.

    • Das langsame Aufkochen hält die Brühe klarer und erleichtert das Abschäumen.
  3. Fleisch weich köcheln

    Den Topf teilweise abdecken und das Fleisch bei niedriger Hitze etwa 65 Minuten sanft köcheln lassen. Es soll weich werden, aber noch nicht auseinanderfallen.

    65 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Fleisch ist weich, behält aber noch seine Stückform.

    • Die Flüssigkeit nur sanft bewegen lassen, nicht stark sprudelnd kochen.
  4. Soße ansetzen und schmoren

    Passierte Tomaten, Rotwein, getrockneten wilden Fenchel, Chiliflocken und das Salz für die Soße verrühren. Die Mischung zum Fleisch geben und alles offen weitere 30 bis 35 Minuten schmoren lassen. Zwischendurch vorsichtig umrühren.

    35 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Soße wird sämig und deutlich eingedickt.

    • Das offene Schmoren lässt überschüssige Flüssigkeit verdampfen und konzentriert die Aromen.
  5. Fertigstellen und servieren

    Die Frissurata ist fertig, wenn das Fleisch zart ist und die Soße deutlich eingedickt hat. Bei Bedarf mit wenig Wasser korrigieren und vor dem Servieren nochmals abschmecken. Heiß mit der eingedickten Schmorsoße servieren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Fleisch ist zart und die Soße haftet sämig an den Stücken.

    • Wasser nur sparsam ergänzen, damit die Soße ihren konzentrierten Charakter behält.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Soße offen einkochen: Die offene Schmorphase ist entscheidend für die sämige Konsistenz. Wird der Topf abgedeckt, verdampft weniger Flüssigkeit und die Soße bleibt dünner.
  • Stückform bewahren: Der Schweinenacken soll weich werden, aber noch als Stück erkennbar bleiben. Deshalb während des Vorgarens und Schmorens nur vorsichtig umrühren.

Zutatenwissen

Wilder Fenchel

Getrockneten wilden Fenchel gibt es in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Gewürzgeschäften oder auf regionalen Märkten. Als Ersatz eignen sich 1 TL Fenchelsamen; sie schmecken kräftiger und deutlich anisbetonter.

Sinnvolle Alternativen

Fenchelsamen

Die Fenchelsamen schmecken kräftiger und deutlich anisbetonter als wilder Fenchel.

Den getrockneten wilden Fenchel durch 1 TL Fenchelsamen ersetzen und wie beschrieben mit den übrigen Zutaten für die Soße verrühren.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Soße bleibt dünn und haftet nicht an den Fleischstücken.

Die Soße 30 bis 35 Minuten offen schmoren lassen und zwischendurch vorsichtig umrühren.

Die Soße bei niedriger bis mittlerer Hitze noch etwas offen einkochen lassen, bis sie deutlich sämiger ist.

Das Fleisch zerfällt bereits beim Umrühren.

Nur sanft köcheln lassen und beim Umrühren vorsichtig vorgehen.

Die Stücke vorsichtig mit der Schmorsoße servieren und weiteres Umrühren vermeiden.

Die fertige Soße schmeckt zu salzig.

Erst am Ende abschmecken und zusätzliches Wasser nur sparsam einsetzen.

Mit wenig Wasser verdünnen und die Soße kurz erneut erwärmen, ohne sie unnötig weiter zu reduzieren.

Varianten

Mild oder besonders scharf

A frissurata lässt sich an die gewünschte Schärfe anpassen: Für eine mildere Version die Chiliflocken reduzieren, für eine deutlich schärfere Version mehr Chiliflocken verwenden.

Servieren und kombinieren

  • Heiß mit Schmorsoße servieren: A frissurata heiß servieren und die eingedickte, würzige Schmorsoße über den zarten Fleischstücken verteilen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Womit kann ich wilden Fenchel ersetzen?

Als Alternative eignen sich 1 TL Fenchelsamen. Sie schmecken kräftiger und deutlich anisbetonter als wilder Fenchel.

Woran erkenne ich, dass A frissurata fertig ist?

Das Fleisch soll zart sein, aber noch seine Stückform behalten. Die Soße ist fertig, wenn sie offen deutlich eingedickt und sämig geworden ist.

Aus unserer Küche

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