Frittelle viterbesi di San Giuseppe

Warme Reisküchlein aus dem Latium

Warme, goldbraun frittierte Reisküchlein aus Viterbo mit Rosinen, Zimt und Rum oder Alchermes. Nach dem Ausbacken werden sie noch warm in Zucker gewälzt.

Zum Rezept
Frittelle viterbesi di San Giuseppe
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 45 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 45 Minuten
Gesamtzeit ca. 2 Stunden
Menge 20 bis 24 Stück
Gerichtsform und Gerichtsart Desserts und eigenständige Süßspeisen
Prägende Zutatenfamilie Alkohol als Zutat, Eier, Kräuter und Gewürze, Milchprodukte, Obst, Reis, Weizen, Zucker und Süßungsmittel
Prägende Zubereitungsverfahren Einweichen, Quellenlassen und Wässern, Frittieren, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Anlasskontext Ritueller oder religiöser Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der in Milch weich gekochte Rundkornreis sorgt für eine saftige, zart gebundene Mitte.
  • Rosinen, Zimt und Rum oder Alchermes geben der milden Reismasse ein warmes, würziges Aroma.
  • Das Frittieren macht die Oberfläche goldbraun und knusprig, während das Innere weich bleibt.
  • Das Wälzen in Zucker direkt nach dem Ausbacken verleiht den Frittelle ihre typische süße Oberfläche.

Im Raum Viterbo im Latium gehören diese warmen Reisküchlein zu den traditionellen Zubereitungen rund um den 19. März, den Festtag des heiligen Josef. Die weiche Reismasse wird mit Rosinen, Zimt und einem Schuss Rum oder Alchermes vermengt, portionsweise frittiert und noch warm in Zucker gewälzt.

Außen goldbraun und leicht knusprig, innen weich und feucht mit einzelnen süßen Rosinen. Zimt und Rum oder Alchermes sorgen für ein warmes, würziges Aroma; frisch gewälzt schmecken die Frittelle besonders duftig und zart.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Rosinen aromatisieren

    Die Rosinen in der Schüssel mit dem Rum oder Alchermes übergießen und 15 Minuten quellen lassen. Anschließend gut abtropfen lassen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Rosinen sind weich und gut abgetropft.

    • Die Rosinen nach dem Quellen gründlich abtropfen lassen, damit der Teig später nicht unnötig weich wird.
  2. Reis in Milch garen

    Die Milch in dem weiten Topf erhitzen. Den Reis einrühren und bei kleiner Hitze 22 bis 25 Minuten zugedeckt köcheln lassen, bis die Körner sehr weich sind und die Milch fast vollständig aufgenommen haben. Zwischendurch umrühren, damit nichts ansetzt.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Reiskörner sind sehr weich, und die Milch ist fast vollständig aufgenommen.

    • Bei kleiner Hitze garen und zwischendurch umrühren, damit die Milch nicht am Topfboden ansetzt.
  3. Reis abkühlen lassen

    Den Reis vom Herd nehmen, in die große Schüssel geben und etwa 20 Minuten abkühlen lassen. Er soll noch lauwarm, aber nicht mehr heiß sein.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Reis ist lauwarm und nicht mehr heiß.

  4. Teig mischen

    Eier und Zucker unter den lauwarmen Reis rühren. Mehl, Backpulver und Zimt mischen und kurz unterarbeiten. Zum Schluss die eingeweichten Rosinen samt ihrem Aroma einrühren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zutaten sind gleichmäßig vermengt, ohne dass der Teig lange bearbeitet wurde.

    • Den Reis vor dem Einrühren der Eier ausreichend abkühlen lassen, damit die Eier nicht stocken.
  5. Teig ruhen lassen

    Die Schüssel abdecken und den Teig 30 Minuten ruhen lassen. Er soll dick und löffelfest sein. Falls er ungewöhnlich weich bleibt, 1 EL Mehl zusätzlich einarbeiten – nur so viel, dass sich Portionen abstechen lassen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist dick und löffelfest.

    • Zusätzliches Mehl nur bei Bedarf verwenden, damit die Frittelle innen weich bleiben.
  6. Öl erhitzen

    Das Öl in dem hohen Topf auf 170 bis 175 °C erhitzen. Mit zwei leicht geölten Teelöffeln portionsweise walnussgroße Teigstücke abstechen und vorsichtig ins Öl gleiten lassen. Den Topf nicht überfüllen.

    170 °C

    Daran erkennst du es: Das Öl liegt im Bereich von 170 bis 175 °C.

    • Die Teigportionen mit Abstand einsetzen, damit die Öltemperatur möglichst stabil bleibt.

    Wichtig: Heißes Öl vorsichtig handhaben und die Teigstücke langsam ins Öl gleiten lassen.

  7. Frittelle ausbacken

    Die Frittelle 3 bis 4 Minuten frittieren, dabei mehrmals wenden, bis sie rundum goldbraun sind. Mit der Schaumkelle herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

    4 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Frittelle sind rundum goldbraun und durchgegart.

    • Den Topf nicht überfüllen und die Frittelle mehrmals wenden, damit sie gleichmäßig bräunen.

    Wichtig: Beim Wenden und Herausheben Spritzer von heißem Öl vermeiden.

  8. In Zucker wälzen

    Die noch warmen Frittelle im Zucker wälzen und sofort servieren.

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gleichmäßig mit Zucker überzogen.

    • Die Frittelle direkt nach dem Abtropfen wälzen, damit der Zucker gut haftet.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Auf die Reiskonsistenz achten: Der Reis sollte sehr weich gekocht sein und die Milch fast vollständig aufgenommen haben. Nur dann erhält der Teig seine weiche, zusammenhängende Struktur.
  • Teig löffelfest halten: Der Teig soll dick genug sein, dass sich walnussgroße Portionen abstechen lassen. Zusätzliches Mehl nur einarbeiten, wenn der Teig ungewöhnlich weich bleibt.
  • Topf nicht überfüllen: Die Frittelle portionsweise ausbacken. Ein überfüllter Topf erschwert das Wenden und kann die Temperatur des Öls deutlich absenken.

Zutatenwissen

Rum oder Alchermes

Alchermes bringt warme Gewürznoten und eine rötliche Färbung an die Rosinen. Rum ist eine passende Alternative mit einem etwas weniger würzigen Aroma.

Rundkornreis verwenden

Rundkornreis gibt beim Kochen in Milch genügend Stärke ab, damit die Masse weich und zusammenhängend wird.

Sinnvolle Alternativen

Rum

Die Rosinen schmecken weniger würzig und bleiben ungefärbt.

Die im Rezept vorgesehene Menge Alchermes durch 30 ml Rum ersetzen und die Rosinen wie beschrieben darin quellen lassen.

Alchermes

Die Rosinen erhalten ein würzigeres Aroma und eine rötliche Färbung.

Die im Rezept vorgesehene Menge Rum durch 30 ml Alchermes ersetzen und die Rosinen wie beschrieben darin quellen lassen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Teig lässt sich nicht portionsweise abstechen und läuft auseinander.

Den Reis weich, aber mit fast vollständig aufgenommener Milch kochen und den Teig 30 Minuten ruhen lassen.

Nur so viel zusätzliches Mehl einarbeiten, dass der Teig dick und löffelfest wird.

Die Frittelle werden blass und saugen viel Öl auf.

Das Öl auf 170 bis 175 °C erhitzen und portionsweise frittieren.

Die nächste Portion erst einsetzen, wenn das Öl wieder den vorgesehenen Temperaturbereich erreicht hat.

Die Frittelle werden außen schnell dunkel, bleiben innen aber weich oder ungegart.

Die Temperatur im Bereich von 170 bis 175 °C halten und walnussgroße Portionen abstechen.

Die Hitze reduzieren und die nächsten Portionen bei gleichmäßiger Temperatur etwas länger ausbacken.

Der Zucker bleibt kaum an der Oberfläche haften.

Die Frittelle kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen und noch warm im Zucker wälzen.

Die noch warmen Stücke erneut vorsichtig in etwas Zucker wälzen.

Varianten

Rum-Version

Die Frittelle mit Rum statt Alchermes zubereiten. So bleibt das Aroma warm und rund, während die Rosinen ihre natürliche dunkle Farbe behalten.

Servieren und kombinieren

  • Warm und frisch servieren: Die Frittelle direkt nach dem Wälzen in Zucker warm servieren. So bleiben die Außenflächen angenehm zart-knusprig und das würzige Aroma von Zimt und Rum oder Alchermes kommt besonders gut zur Geltung.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Das Rezept enthält Vollmilch.
  • Eier: enthält · Das Rezept enthält Eier.
  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl.

Lebensmittelsicherheit

  • Umgang mit heißem Öl: Heißes Öl vorsichtig erhitzen und die Teigportionen langsam einsetzen. Den Topf nicht überfüllen und beim Wenden sowie Herausheben Spritzer vermeiden.

Aus unserer Küche

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