Carnaroli-Reis
Carnaroli eignet sich für Risotto, weil die Körner beim schrittweisen Garen cremig werden und im Kern bissfest bleiben können.
Risotto aus Latium
Cremiges Risotto mit separat gegarten Artischocken, Pecorino Romano, Mentuccia und Petersilie nach römischer Art.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Risotto ai carciofi verbindet die cremige Konsistenz eines klassischen Risottos mit den Aromen der römischen Artischockenküche. Artischocken, Knoblauch, Petersilie und Mentuccia geben dem Reisgericht eine klare Kräuternote, während Pecorino Romano für herzhaften, würzigen Abschluss sorgt. Der Reis wird all’onda gegart: weich fließend und cremig, aber im Kern noch leicht bissfest.
Das Risotto ist weich fließend und cremig, mit leicht bissfestem Reiskern. Die Artischocken bleiben zart und formstabil, während Pecorino Romano, Knoblauch und die beiden Kräuter eine würzige, frische und leicht pfeffrige Tiefe geben.
Schritt für Schritt
Die Gemüsebrühe in einem Topf erhitzen und knapp unter dem Siedepunkt warm halten. Sie darf während der gesamten Risotto-Zubereitung nicht abkühlen.
Daran erkennst du es: Die Brühe ist heiß, aber nicht sprudelnd kochend.
Wichtig: Vorsicht beim Umgang mit der heißen Brühe.
Die harten Außenblätter der Artischocken entfernen, die Spitzen abschneiden, die Stiele schälen und die Artischocken längs halbieren. Das faserige Heu im Inneren herauslösen und die Artischocken in dünne Spalten schneiden. Die Zitrone auspressen und den Saft mit den ausgepressten Zitronenhälften und reichlich Wasser in eine Schüssel geben. Die Artischockenspalten bis zur Verwendung hineinlegen.
Daran erkennst du es: Die Artischockenspalten liegen vollständig im Zitronenwasser.
Die Artischocken abtropfen lassen. In einer weiten Pfanne 30 ml Olivenöl erhitzen. Die Knoblauchzehe darin kurz erwärmen, dann die Artischocken, die Hälfte von Petersilie und Mentuccia sowie die Hälfte des Salzes zugeben. Mit 100 ml heißer Brühe angießen, abdecken und bei mittlerer Hitze garen, bis die Artischocken weich, aber noch formstabil sind. Den Knoblauch entfernen und die Artischocken warm halten.
Daran erkennst du es: Die Artischocken sind weich, behalten aber ihre Form.
Wichtig: Beim Abgießen und beim Öffnen des Deckels auf heißen Dampf achten.
In einem breiten Topf das restliche Olivenöl erhitzen. Die fein gewürfelte Zwiebel darin 3 bis 4 Minuten glasig dünsten. Den Reis einstreuen und 2 Minuten unter Rühren rösten, bis die Körner an den Rändern leicht durchsichtig sind.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist glasig und die Reiskörner sind an den Rändern leicht durchsichtig.
Den Weißwein angießen und vollständig verdampfen lassen. Anschließend nach und nach die heiße Brühe zugießen. Nach jeder Kelle warten, bis die Flüssigkeit fast aufgenommen ist, bevor weitere Brühe dazukommt. Häufig, aber nicht ununterbrochen rühren.
Daran erkennst du es: Der Wein ist vollständig verdampft und der Reis nimmt die Brühe portionsweise auf.
Wichtig: Beim Angießen kann heißer Dampf aufsteigen.
Nach etwa 5 Minuten die gegarten Artischocken unterheben. Das Risotto insgesamt etwa 17 bis 19 Minuten garen, bis der Reis außen cremig und innen noch leicht bissfest ist. Je nach Reissorte werden insgesamt ungefähr 1,0 bis 1,1 l Brühe benötigt.
Daran erkennst du es: Der Reis ist außen cremig, innen noch leicht bissfest und das Risotto fließt langsam auseinander.
Den Topf vom Herd nehmen. Butter, Pecorino Romano, die restlichen Kräuter und etwas schwarzen Pfeffer unterrühren. Bei Bedarf mit dem restlichen Salz abschmecken. Das Risotto 2 Minuten ruhen lassen; es soll weich fließend und cremig bleiben, nicht fest stehen.
Daran erkennst du es: Das Risotto bleibt weich fließend und cremig, statt fest zu stehen.
Das Risotto sofort auf vorgewärmten Tellern servieren.
Daran erkennst du es: Das Risotto ist noch weich fließend und wird direkt serviert.
Gut zu wissen
Carnaroli eignet sich für Risotto, weil die Körner beim schrittweisen Garen cremig werden und im Kern bissfest bleiben können.
Carciofo Romanesco del Lazio passt besonders gut zur römisch geprägten Ausrichtung des Gerichts. Entscheidend sind frische, feste Artischocken.
Butter und fein geriebener Pecorino Romano werden erst nach dem Garen eingerührt. Dadurch bleibt die Mantecatura cremig und der Käse verteilt sich gleichmäßig.
Das Risotto wird etwas milder und weniger salzig als mit Pecorino Romano.
Den Pecorino Romano im letzten Schritt durch die gleiche Menge fein geriebenen Parmigiano Reggiano ersetzen.
Die Kräuternote wird frischer und minziger, bleibt aber weniger römisch-typisch.
Die Mentuccia im gleichen Arbeitsschritt durch fein gehackte frische Minze ersetzen.
Die Brühe von Anfang an erhitzen und während der gesamten Zubereitung knapp unter dem Siedepunkt halten.
Mit weiterer heißer Brühe portionsweise lockern und vorsichtig weitergaren.
Die Artischocken nur garen, bis sie weich, aber noch formstabil sind.
Zerfallene Stücke vorsichtig unterheben und einige größere gegarte Spalten zum Servieren zurückbehalten.
Die Konsistenz am Ende weich fließend halten und sofort auf vorgewärmten Tellern servieren.
Einen kleinen Schuss heiße Brühe unterrühren und kurz warten, bis die Konsistenz wieder fließender ist.
Den Topf vom Herd nehmen und erst dann Butter, Käse und Kräuter unterrühren.
Mit einem kleinen Schuss heißer Brühe vorsichtig glatt rühren.
Eine rustikalere Variante mit deutlich erkennbaren, größeren Artischockenstücken.
Eine besonders cremige Version mit stärker betonter Risotto all’onda-Konsistenz.
Häufig gefragt
Carnaroli-Reis ist im Rezept vorgesehen. Er wird beim schrittweisen Garen cremig und bleibt im Kern leicht bissfest.
So können sie weich, aber formstabil gegart werden und behalten beim späteren Unterheben ihre eigene Struktur.
Die Brühe portionsweise und heiß zugießen, häufig, aber nicht ununterbrochen rühren und Butter sowie Pecorino erst abseits der Hitze einarbeiten.
Risotto ai carciofi am besten direkt nach der zweiminütigen Ruhezeit auf vorgewärmten Tellern servieren.
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