Coccoi de cibudda

Herzhafter Zwiebelsformato

Herzhafter sardischer Zwiebelsformato aus langsam geschmorten Zwiebeln, Ei, Pecorino Sardo und Brotbröseln. Im Ofen entsteht eine saftige, schnittfeste Masse mit goldener Oberfläche.

Zum Rezept
Sardiniens herzhafter Ofenklassiker
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 40 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 15 Minuten
Gesamtzeit ca. 90 Minuten
Menge 4–6 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Aufläufe und überbackene Formgerichte, Eierspeisen
Prägende Zutatenfamilie Eier, Gemüse, Getreide, Milchprodukte
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Binden, Gelieren und Stocken, Schmoren
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das langsame Schmoren macht die Zwiebeln weich und mild, ohne sie dunkel zu bräunen.
  • Brotbrösel und Ei geben der Zwiebelmasse Halt, während Milch für eine saftige, zarte Textur sorgt.
  • Pecorino Sardo bringt eine würzige Schafmilchnote und unterstützt die goldbraune Oberfläche.

Coccoi de cibudda ist ein herzhafter Zwiebelsformato aus Sardinien. Langsam geschmorte Zwiebeln werden mit Ei, Pecorino Sardo, Petersilie und Brotbröseln zu einer gebundenen Masse vermischt und anschließend in der Form gebacken. Das Ergebnis ist innen saftig, außen goldbraun und lässt sich nach einer kurzen Ruhezeit in Stücke schneiden. Warm oder lauwarm schmeckt der Sformato als eigenständige kleine Mahlzeit oder als Gemüsegericht.

Goldbraune, leicht knusprige Oberfläche; darunter eine saftige, weich gebundene Zwiebelmasse mit würzigem Pecorino-Aroma, milder Süße und frischer Petersiliennote.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Ofen und Form vorbereiten

    Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine 24-cm-Springform oder eine 20 × 20 cm große Auflaufform mit etwas von den 15 g Olivenöl ausstreichen und mit etwas von den 15 g Brotbröseln ausstreuen.

    180 °C

    Wichtig: Beim Umgang mit der heißen Form später Ofenhandschuhe verwenden.

  2. Zwiebeln schmoren

    Die Zwiebeln halbieren und in feine Streifen schneiden. Das Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen, die Zwiebeln und die Hälfte des Salzes hineingeben und bei niedriger bis mittlerer Hitze 20–25 Minuten weich schmoren. Regelmäßig rühren; die Zwiebeln sollen weich und leicht goldgelb, aber nicht dunkel gebräunt sein.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind weich und leicht goldgelb, aber nicht dunkel gebräunt.

    • Den Herd nicht zu heiß stellen, damit die Zwiebeln weich werden, ohne bitter zu bräunen.
  3. Abkühlen und Brotbrösel quellen lassen

    Die geschmorten Zwiebeln vom Herd nehmen und etwa 10 Minuten abkühlen lassen. Währenddessen die Brotbrösel mit der Milch in der großen Schüssel vermischen und 5 Minuten quellen lassen.

    10 Minuten
    • Die Zwiebeln sollen nur noch lauwarm sein, bevor sie mit den Eiern vermischt werden.
  4. Masse anrühren

    Eier, Pecorino Sardo, Petersilie, das restliche Salz und den Pfeffer in der großen Schüssel verrühren. Die lauwarmen Zwiebeln und die gequollenen Brotbrösel dazugeben und alles gründlich vermengen. Die Masse 5 Minuten stehen lassen; sie soll feucht, dicklich und gut formbar sein.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse ist feucht, dicklich und gut formbar.

    • Die Zwiebeln während des Abkühlens nicht vollständig auskühlen lassen; lauwarm lassen sie sich gut mit der Eimasse verbinden.

    Wichtig: Die Zwiebeln vor dem Einrühren der Eier ausreichend abkühlen lassen, damit die Eier nicht vorzeitig stocken.

  5. Form füllen

    Die Zwiebelmasse in die vorbereitete Form geben und gleichmäßig verstreichen. Mit den restlichen Brotbröseln bestreuen und das übrige Olivenöl darüberträufeln.

    • Die Oberfläche möglichst gleichmäßig verteilen, damit sie einheitlich bräunt.
  6. Sformato backen

    Den Sformato auf der mittleren Schiene 35–40 Minuten backen. Die Oberfläche soll goldbraun sein und die Mitte beim leichten Rütteln nur noch sanft nachgeben. Die Masse soll innen saftig bleiben, aber so weit stocken, dass sie sich in Stücke schneiden lässt.

    40 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun, die Mitte gibt beim leichten Rütteln nur noch sanft nach und die Masse lässt sich schneiden.

    • Die Backzeit kann je nach Formmaterial und Ofen leicht variieren.

    Wichtig: Die eihaltige Masse vollständig stocken lassen, bevor der Sformato angeschnitten wird.

  7. Ruhen lassen und servieren

    Den Coccoi de cibudda aus dem Ofen nehmen und 15 Minuten ruhen lassen. Vorsichtig aus der Springform lösen oder direkt aus der Auflaufform in Stücke schneiden. Warm oder lauwarm servieren.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Sformato lässt sich nach der Ruhezeit in Stücke schneiden.

    • Die Ruhezeit stabilisiert die Masse und erleichtert das Schneiden.

    Wichtig: Die Form und der Sformato bleiben nach dem Backen heiß.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Zwiebeln sanft schmoren: Die Zwiebeln sollen weich und leicht goldgelb werden. Dunkle Röststellen würden den milden, saftigen Charakter des Sformato überdecken.
  • Zwiebeln lauwarm einarbeiten: Die Zwiebeln vor dem Vermengen mit den Eiern etwa 10 Minuten abkühlen lassen. So bleibt die Masse gleichmäßig und die Eier stocken nicht vorzeitig.
  • Vor dem Schneiden ruhen lassen: Die 15-minütige Ruhezeit ist wichtig, damit die gebundene Masse stabiler wird und sich sauber portionieren lässt.

Zutatenwissen

Pecorino Sardo

Pecorino Sardo ist ein sardischer Schafmilchkäse. Er ist meist an gut sortierten Käsetheken, in italienischen Feinkostläden oder im gut sortierten Käsehandel erhältlich.

Geschmacksalternative

Ein milder Pecorino aus einer anderen Region kann verwendet werden. Der Sformato schmeckt dann etwas weniger sardisch-würzig.

Brotbrösel getrennt verwenden

Die 100 g Brotbrösel werden mit Milch gequollen und binden die Masse. Die zusätzlichen 15 g sind für Form und Oberfläche vorgesehen.

Sinnvolle Alternativen

milder Pecorino aus einer anderen Region

Der Sformato bleibt würzig, schmeckt aber etwas weniger sardisch-würzig.

Den Pecorino Sardo im gleichen Gewicht durch einen milden Pecorino aus einer anderen Region ersetzen und fein reiben.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Zwiebeln schmecken bitter oder überdecken die übrigen Aromen.

Die Zwiebeln bei niedriger bis mittlerer Hitze weich und nur leicht goldgelb schmoren.

Stark dunkel gebräunte oder bitter schmeckende Zwiebeln besser nicht weiterverwenden.

Die Masse wird ungleichmäßig oder die Eier beginnen bereits vor dem Backen zu stocken.

Die Zwiebeln etwa 10 Minuten abkühlen lassen, bis sie nur noch lauwarm sind.

Die Stücke fallen beim Servieren auseinander.

Den Sformato mindestens 15 Minuten in der Form ruhen lassen.

Den Sformato wieder in die Form legen und vor dem erneuten Portionieren weiter abkühlen lassen.

Servieren und kombinieren

  • Warm servieren: Den Sformato nach der Ruhezeit warm in Tortenstücken schneiden und als eigenständige kleine Mahlzeit servieren.
  • Lauwarm als Gemüsegericht: Coccoi de cibudda lauwarm in Stücke schneiden und als Gemüsegericht auf den Tisch bringen.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Milch und Pecorino Sardo sind ausdrücklich enthalten.
  • Eier: enthält · Eier sind ausdrücklich enthalten.
  • Glutenhaltiges Getreide: uncertain · Brotbrösel sind enthalten, das verwendete Getreide ist jedoch nicht näher spezifiziert.

Lebensmittelsicherheit

  • Eihaltige Masse: Die eihaltige Zwiebelmasse so lange backen, bis sie vollständig gestockt ist und sich in Stücke schneiden lässt.
  • Heiße Backform: Beim Herausnehmen und Lösen des Sformato Ofenhandschuhe verwenden, da Form und Inhalt nach dem Backen sehr heiß sind.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Pecorino Sardo ersetzen?

Ja. Ein milder Pecorino aus einer anderen Region funktioniert im gleichen Gewicht. Der Sformato schmeckt dann etwas weniger sardisch-würzig.

Wie wird Coccoi de cibudda serviert?

Der Sformato kann warm oder lauwarm serviert werden. Nach dem Backen sollte er 15 Minuten ruhen, damit er sich besser in Stücke schneiden lässt.

Welche Form eignet sich?

Geeignet sind eine 24-cm-Springform oder eine 20 × 20 cm große Auflaufform.

Aus unserer Küche

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