Ossibuchi beim Metzger bestellen
Kalbsossibuchi sind quer geschnittene Stücke aus dem hinteren Kalbsstielbein mit Knochen und Mark. Stücke von etwa 3–4 cm Stärke am besten vorbestellen.
Lombardei · Schmorgericht
Zarte Kalbsossibuchi schmoren langsam in Weißwein, Fond und Passata, werden mit frischer Gremolata vollendet und mit cremigem Safranrisotto serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Ossobuco alla milanese gehört zu den markanten Schmorgerichten der lombardischen Küche. Quer geschnittene Kalbshaxen werden zunächst angebraten und anschließend langsam in Weißwein, Brühe und etwas Passata gegart. Die Gremolata aus Petersilie, Knoblauch, Zitronenschale und Sardelle setzt am Ende einen frischen, würzigen Kontrast zur zarten Fleischsauce. Dazu kommt Risotto alla milanese mit Safran.
Zartes, saftiges Kalbfleisch trifft auf eine sämige, würzige Schmorsauce. Die Gremolata sorgt für zitronige Frische und einen feinen Knoblauchton, während das Risotto cremig und aromatisch bleibt, aber im Kern noch leichten Biss hat.
Schritt für Schritt
Tupfe die Ossibuchi trocken. Schneide die Haut und das feste Bindegewebe am Rand jedes Stücks an drei Stellen leicht ein. So wölbt sich das Fleisch beim Braten weniger stark.
Würze das Mehl mit etwas schwarzem Pfeffer und wende die Ossibuchi darin dünn. Schüttle überschüssiges Mehl ab.
Erhitze das Olivenöl und 20 g Butter in einem breiten Schmortopf. Brate die Ossibuchi bei mittlerer bis hoher Hitze 2–3 Minuten pro Seite an, bis sie gut gebräunt sind. Nimm sie aus dem Topf und stelle sie kurz beiseite.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist auf beiden Seiten gut gebräunt.
Gib die übrige Butter in den Topf. Dünste die gewürfelte Zwiebel bei kleiner bis mittlerer Hitze 8–10 Minuten weich, ohne sie dunkel werden zu lassen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich und glasig, aber nicht gebräunt.
Lege das Fleisch wieder in den Topf. Gieße den Weißwein an und lasse ihn 2–3 Minuten einkochen. Rühre die passierten Tomaten ein und gieße den heißen Fond dazu. Die Flüssigkeit sollte die Ossibuchi etwa bis zur Hälfte umgeben. Salze vorsichtig.
Daran erkennst du es: Der Wein ist teilweise eingekocht und die Flüssigkeit umgibt das Fleisch etwa bis zur Hälfte.
Decke den Topf ab und lasse das Fleisch bei sehr kleiner Hitze etwa 80 Minuten sanft schmoren. Wende die Ossibuchi nach der Hälfte der Zeit vorsichtig, ohne in das Fleisch zu stechen. Nimm den Deckel für die letzten 10 Minuten ab, damit die Sauce etwas einkocht.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist zart und lässt sich leicht mit einer Gabel prüfen; die Sauce ist leicht eingekocht.
Hacke für die Gremolata Petersilie, Knoblauch und Sardellenfilet sehr fein. Mische alles mit der Zitronenschale. Rühre die Gremolata etwa 5 Minuten vor Ende der Schmorzeit in die Sauce.
Daran erkennst du es: Die Gremolata ist gleichmäßig verteilt und die Sauce duftet frisch und zitronig.
Beginne etwa 25 Minuten vor dem Servieren mit dem Risotto. Schmelze 30 g Butter in einem zweiten Topf und dünste die fein gewürfelte Zwiebel 4–5 Minuten glasig. Gib den Reis dazu und röste ihn 2–3 Minuten, bis die Körner an den Rändern glasig wirken.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist glasig und die Reiskörner wirken an den Rändern leicht durchsichtig.
Lösche den Reis mit 80 ml Weißwein ab und lasse ihn vollständig einkochen. Gib den heißen Fond nun nach und nach schöpfkellenweise dazu. Rühre regelmäßig und lasse jede Zugabe fast vollständig aufnehmen, bevor du die nächste angießt.
Daran erkennst du es: Der Reis nimmt jede Fondzugabe fast vollständig auf, bevor die nächste dazukommt.
Löse den Safran nach etwa 8 Minuten in zwei Esslöffeln heißem Fond auf und rühre ihn unter den Reis. Koche das Risotto insgesamt etwa 17–18 Minuten, bis es cremig ist, die Körner im Kern aber noch leichten Biss haben.
Daran erkennst du es: Das Risotto ist cremig, die Reiskörner haben im Kern noch leichten Biss.
Ziehe den Risottotopf vom Herd. Rühre die restlichen 20 g kalte Butter und den Grana Padano ein. Schmecke mit Salz ab und lasse das Risotto 2 Minuten ruhen.
Daran erkennst du es: Das Risotto ist cremig gebunden und fließt langsam vom Löffel.
Verteile das Risotto auf vorgewärmte Teller. Setze je einen Ossobuco darauf oder daneben und löffle etwas Gremolata-Sauce darüber. Serviere das Gericht sofort.
Daran erkennst du es: Risotto, Ossobuco und Sauce sind heiß angerichtet und werden unmittelbar serviert.
Gut zu wissen
Kalbsossibuchi sind quer geschnittene Stücke aus dem hinteren Kalbsstielbein mit Knochen und Mark. Stücke von etwa 3–4 cm Stärke am besten vorbestellen.
Carnaroli-Reis bleibt beim langsamen Rühren cremig und behält dabei einen leichten Biss.
Safran wird in heißem Fond aufgelöst und erst während des Garens unter den Reis gerührt, damit sich Farbe und Aroma gleichmäßig verteilen.
Kalbsfond wirkt etwas feiner, Rinderfond kräftiger und dunkler.
Verwende für Ossobuco und Risotto entweder heißen Kalbsfond oder heißen Rinderfond, wie im Rezept vorgesehen.
Die Stücke bei mittlerer bis hoher Hitze portionsweise oder mit ausreichend Abstand anbraten.
Die Sauce weiterkochen und am Ende mit der Gremolata aromatisch ausbalancieren; fehlende Röstnoten lassen sich jedoch nur begrenzt ausgleichen.
Bei kleiner bis mittlerer Hitze weich dünsten und regelmäßig rühren.
Die dunklen Zwiebelstücke entfernen, sofern möglich, und mit einem frischen Ansatz fortfahren.
Fond nach und nach angießen und das Risotto nach 17–18 Minuten prüfen.
Sofort vom Herd nehmen und Butter sowie Käse einarbeiten; weiteres Garen vermeiden.
Für eine zurückhaltendere, hellere Fassung werden passierte Tomaten im Schmoransatz und das Sardellenfilet in der Gremolata weggelassen.
Häufig gefragt
Ossibuchi sind quer geschnittene Stücke aus dem hinteren Kalbsstielbein mit Knochen und Mark. Für dieses Rezept eignen sich Stücke von etwa 3–4 cm Stärke.
Das Risotto sollte cremig sein, während die Reiskörner im Kern noch einen leichten Biss haben. Nach dem Einrühren von Butter und Grana Padano ruht es noch 2 Minuten.
Petersilie, Zitronenschale, Knoblauch und Sardelle behalten so ihren frischen, würzigen Charakter und setzen einen Kontrast zur kräftigen Schmorsauce.
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