Radicchio Rosso di Treviso
Der längliche, rot-weiße Radicchio ist angenehm herb und besonders im Winter auf gut sortierten Wochenmärkten, in italienischen Feinkostläden und in größeren Supermärkten erhältlich.
Gefüllte Pasta aus Venetien
Quadratische Ravioli aus dünnem Eierpastateig mit einer cremigen Füllung aus herbem Radicchio Rosso di Treviso, Ricotta und Parmigiano. Serviert werden sie mit duftender Salbeibutter und zusätzlichem Parmigiano.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Ravioli di radicchio rosso verbinden zarten Eierpastateig mit einer cremigen, angenehm herben Radicchio-Ricotta-Füllung. Der Radicchio wird zunächst mit Schalotte gegart und abgekühlt, bevor er mit Ricotta, Parmigiano, Eigelb und Muskatnuss in die Füllung kommt. In Salbeibutter geschwenkt und mit Parmigiano serviert, werden die Ravioli zu einem klaren, herzhaften Pastagericht mit venezianischem Charakter.
Die Ravioli sind außen zart und weich, mit leicht bissfestem Teigrand. Innen treffen cremige Ricotta auf den mild-herben Radicchio und feine Muskatnoten. Die schmelzende Butter duftet nach Salbei und verbindet sich mit dem nussig-salzigen Parmigiano.
Schritt für Schritt
Mehl auf die Arbeitsfläche geben, in der Mitte eine Mulde formen und Eier sowie die Prise Salz hineingeben. Mit einer Gabel nach und nach Mehl einarbeiten, dann alles 8 bis 10 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig verkneten. Den Teig abdecken und 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und elastisch.
Radicchio längs halbieren, den festen Strunk entfernen und die Blätter in feine Streifen schneiden. Die Schalotte fein würfeln.
Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Schalotte 2 Minuten glasig dünsten, den Radicchio dazugeben und 5 bis 7 Minuten unter Rühren garen, bis er zusammenfällt und die Flüssigkeit fast vollständig verdampft ist. Mit Salz und Pfeffer würzen, anschließend auf einem Teller mindestens 15 Minuten abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Der Radicchio ist zusammengefallen und fast trocken gegart.
Den abgekühlten Radicchio fein hacken und mit Ricotta, 60 g Parmigiano, Eigelb und Muskatnuss vermengen. Die Füllung abschmecken. Sie soll kompakt und nicht wässrig sein.
Daran erkennst du es: Die Füllung hält ihre Form und ist nicht wässrig.
Den Teig in vier Stücke teilen und jeweils mit der Nudelmaschine oder einem Rollholz zu dünnen Bahnen von etwa 1 bis 1,5 mm ausrollen. Die Bahnen auf eine leicht mit Hartweizengrieß bestreute Fläche legen.
Daran erkennst du es: Die Teigbahnen sind dünn, gleichmäßig und noch stabil genug zum Füllen.
Auf eine Teighälfte in Abständen von etwa 3 cm je 1 gehäuften Teelöffel Füllung setzen. Die Zwischenräume mit wenig Wasser bepinseln, die freie Teighälfte darüberlegen und die Luft rund um die Füllungen vorsichtig herausdrücken. Die Ravioli mit einem Teigrad in etwa 6 bis 7 cm große Quadrate schneiden und die Ränder gut andrücken. Mit dem restlichen Teig und der Füllung ebenso verfahren.
Daran erkennst du es: Die Ränder sind geschlossen und rund um die Füllung befindet sich möglichst wenig Luft.
Die fertigen Ravioli bis zum Garen nebeneinander auf Hartweizengrieß legen, damit sie nicht ankleben. Einen großen Topf mit 3 l Wasser und 30 g Salz zum sanften Kochen bringen.
Daran erkennst du es: Das Wasser kocht sanft und die Ravioli liegen getrennt voneinander.
Die Ravioli portionsweise in das leicht sprudelnde Wasser geben und 4 bis 5 Minuten garen. Sobald sie an die Oberfläche steigen und der Rand weich ist, mit einem Schaumlöffel herausheben.
Daran erkennst du es: Die Ravioli steigen an die Oberfläche und der Teigrand ist weich.
Während die Ravioli garen, Butter in einer großen Pfanne schmelzen. Salbeiblätter 2 bis 3 Minuten darin ziehen lassen, bis die Butter duftet. Ravioli vorsichtig in der Salbeibutter schwenken und bei Bedarf 2 EL Kochwasser ergänzen. Mit dem restlichen Parmigiano servieren.
Daran erkennst du es: Die Butter duftet deutlich nach Salbei, ohne dass die Salbeiblätter verbrennen.
Gut zu wissen
Der längliche, rot-weiße Radicchio ist angenehm herb und besonders im Winter auf gut sortierten Wochenmärkten, in italienischen Feinkostläden und in größeren Supermärkten erhältlich.
Gut abgetropfter Ricotta hält die Füllung kompakt und verhindert, dass der Teig beim Formen oder Garen durchweicht.
Die Füllung wird etwas saftiger und milder, aber weniger typisch für die Treviso-Variante.
Radicchio di Chioggia in gleicher Menge verwenden und ebenso sorgfältig garen, bis die Flüssigkeit fast vollständig verdampft ist.
Radicchio fast trocken garen, vollständig abkühlen lassen und gut abgetropften Ricotta verwenden.
Die Füllung vor dem Formen länger abtropfen lassen und mit etwas zusätzlichem geriebenem Parmigiano verdichten.
Nur je 1 gehäuften Teelöffel Füllung verwenden, die Luft herausdrücken und die Ränder gut verschließen.
Aufgerissene Ravioli vorsichtig aus dem Wasser nehmen und die übrigen in kleineren Portionen garen.
Die Ravioli nebeneinander auf Hartweizengrieß legen und möglichst zeitnah garen.
Verklebte Stellen vorsichtig trennen und beschädigte Ravioli zuerst garen.
Radicchio garen, bis er zusammenfällt und die Flüssigkeit fast vollständig verdampft ist.
Die Radicchio-Mischung vor dem Vermengen weiter in der Pfanne trocknen.
Häufig gefragt
Ja. Radicchio di Chioggia eignet sich als Ersatz. Die Füllung wird dadurch etwas milder und saftiger und ist weniger typisch für die Treviso-Variante.
Den Radicchio so lange garen, bis die Flüssigkeit fast vollständig verdampft ist. Außerdem sollte der Ricotta gut abgetropft und der Radicchio vor dem Vermengen vollständig abgekühlt sein.
Die Teigbahnen sollten etwa 1 bis 1,5 mm dünn sein. Sie müssen dünn genug für zarte Ravioli, aber stabil genug zum Füllen und Verschließen bleiben.
Die Ravioli steigen an die Oberfläche und der Teigrand fühlt sich weich an. Je nach Größe und Teigdicke dauert das etwa 4 bis 5 Minuten.
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