Wilder Fenchel
Getrockneten wilden Fenchel gibt es in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Gewürzgeschäften oder auf regionalen Märkten. Als Ersatz eignen sich 1 TL Fenchelsamen; sie schmecken kräftiger und deutlich anisbetonter.
Schmorgericht aus Kalabrien
Kräftiges kalabrisches Schweinefleischgericht aus dem Raum Casabona: Zarter Schweinenacken schmort mit passierten Tomaten, trockenem Rotwein, wildem Fenchel und Chili zu einer sämigen, aromatischen Soße.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
A frissurata verbindet sanft gegarten Schweinenacken mit einer würzigen Tomatensoße, trockenem Rotwein, wildem Fenchel und Chili. Das Fleisch wird zunächst in Wasser weich gegart und anschließend offen in der aromatischen Soße geschmort, bis sie deutlich eingedickt ist.
Zartes, saftiges Schweinefleisch in einer tief würzigen, leicht scharfen Tomatensoße. Der Rotwein sorgt für dunkle Fruchtigkeit, während wilder Fenchel eine herbe, fein anisartige Note beisteuert.
Schritt für Schritt
Den Schweinenacken auf dem Schneidebrett in etwa 4 cm große Stücke schneiden. Größere Fettstücke entfernen, eine dünne Fettschicht für den Geschmack jedoch belassen.
Das Fleisch mit dem Wasser und dem Salz für das Vorgaren in den weiten Topf geben. Langsam aufkochen lassen und den entstehenden Schaum mit der Schaumkelle abnehmen.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist heiß und beginnt zu kochen; der aufsteigende Schaum ist entfernt.
Den Topf teilweise abdecken und das Fleisch bei niedriger Hitze etwa 65 Minuten sanft köcheln lassen. Es soll weich werden, aber noch nicht auseinanderfallen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist weich, behält aber noch seine Stückform.
Passierte Tomaten, Rotwein, getrockneten wilden Fenchel, Chiliflocken und das Salz für die Soße verrühren. Die Mischung zum Fleisch geben und alles offen weitere 30 bis 35 Minuten schmoren lassen. Zwischendurch vorsichtig umrühren.
Daran erkennst du es: Die Soße wird sämig und deutlich eingedickt.
Die Frissurata ist fertig, wenn das Fleisch zart ist und die Soße deutlich eingedickt hat. Bei Bedarf mit wenig Wasser korrigieren und vor dem Servieren nochmals abschmecken. Heiß mit der eingedickten Schmorsoße servieren.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist zart und die Soße haftet sämig an den Stücken.
Gut zu wissen
Getrockneten wilden Fenchel gibt es in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Gewürzgeschäften oder auf regionalen Märkten. Als Ersatz eignen sich 1 TL Fenchelsamen; sie schmecken kräftiger und deutlich anisbetonter.
Die Fenchelsamen schmecken kräftiger und deutlich anisbetonter als wilder Fenchel.
Den getrockneten wilden Fenchel durch 1 TL Fenchelsamen ersetzen und wie beschrieben mit den übrigen Zutaten für die Soße verrühren.
Die Soße 30 bis 35 Minuten offen schmoren lassen und zwischendurch vorsichtig umrühren.
Die Soße bei niedriger bis mittlerer Hitze noch etwas offen einkochen lassen, bis sie deutlich sämiger ist.
Nur sanft köcheln lassen und beim Umrühren vorsichtig vorgehen.
Die Stücke vorsichtig mit der Schmorsoße servieren und weiteres Umrühren vermeiden.
Erst am Ende abschmecken und zusätzliches Wasser nur sparsam einsetzen.
Mit wenig Wasser verdünnen und die Soße kurz erneut erwärmen, ohne sie unnötig weiter zu reduzieren.
A frissurata lässt sich an die gewünschte Schärfe anpassen: Für eine mildere Version die Chiliflocken reduzieren, für eine deutlich schärfere Version mehr Chiliflocken verwenden.
Häufig gefragt
Als Alternative eignen sich 1 TL Fenchelsamen. Sie schmecken kräftiger und deutlich anisbetonter als wilder Fenchel.
Das Fleisch soll zart sein, aber noch seine Stückform behalten. Die Soße ist fertig, wenn sie offen deutlich eingedickt und sämig geworden ist.
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