Herzhaft-würziger Rotkohl aus Trentino-Südtirol, der mit Speck, Zwiebel und trockenem Rotwein langsam weich geschmort wird. Butter und Zucker runden die kräftige, leicht süßliche Beilage ab.
Von Italien auf dem TellerVeröffentlicht am 27. September 2026
Prägende ZutatenfamilieAlkohol als Zutat, Fleisch, Gemüse, Milchprodukte
Prägende ZubereitungsverfahrenBraten in wenig Fett, Schmoren
ServierrolleAls Beilage vorgesehen
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Was dieses Rezept zuverlässig macht
Das langsame Schmoren lässt den Rotkohl gleichmäßig weich werden und verbindet seine herbe Note mit dem trockenen Rotwein.
Speck, Zwiebel, Butter und Olivenöl bilden eine aromatische Grundlage, während Zucker die natürliche Würze des Kohls ausbalanciert.
Das offene Einkochen am Ende konzentriert die Flüssigkeit und sorgt für einen intensiveren Geschmack.
Cavolo rosso al vino ist ein herzhaftes Gemüsegericht aus Trentino-Südtirol. Rotkohl wird mit Zwiebel, Speck und Rotwein langsam geschmort, bis er weich ist und eine würzige, leicht süßliche Tiefe bekommt. Als eigenständiges Contorno passt der Rotkohl besonders gut zu kräftigen Braten oder gekochtem Fleisch.
Der Rotkohl wird weich, bleibt dabei angenehm strukturiert und glänzt leicht in seiner dunklen, rotvioletten Schmorflüssigkeit. Speck und Zwiebel geben ihm herzhafte Tiefe, der Rotwein eine würzige Fruchtigkeit und der Zucker eine dezente Süße.
Schritt für Schritt
Zubereitung
Vorbereiten
1
Rotkohl und Zwiebel schneiden
Die äußeren Blätter des Rotkohls entfernen. Den Kohl vierteln, den Strunk herausschneiden und die Viertel in feine Streifen schneiden. Die Zwiebel schälen und fein würfeln.
15 Minuten
Je gleichmäßiger die Rotkohlstreifen sind, desto gleichmäßiger garen sie.
Den Strunk vollständig entfernen, damit die Streifen später zart werden.
Anschwitzen und würzen
1
Speck und Zwiebel anbraten
Butter und Olivenöl in einem breiten Schmortopf erhitzen. Speck und Zwiebel darin bei mittlerer Hitze 5 bis 6 Minuten anbraten, bis die Zwiebel glasig ist und der Speck leicht Farbe bekommt.
6 Minuten
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist glasig, der Speck leicht gebräunt.
Nicht zu heiß braten, damit die Zwiebel nicht dunkel wird, bevor der Kohl dazukommt.
2
Rotkohl mitbraten
Den Rotkohl dazugeben und unter Rühren 4 bis 5 Minuten mitbraten, bis die Streifen etwas zusammenfallen.
5 Minuten
Daran erkennst du es: Die Kohlstreifen sind leicht zusammengefallen, aber noch nicht weich.
Den Kohl gründlich unter die Speck-Zwiebel-Mischung heben, damit er gleichmäßig mit Fett überzogen wird.
3
Rotwein und Gewürze zugeben
Den Rotwein angießen. Zucker, Salz und Pfeffer einrühren und alles einmal kräftig aufkochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit kocht deutlich auf und verteilt die Gewürze im Topf.
Beim Aufkochen den Topfboden mit dem Kochlöffel gut erreichen, damit sich nichts festsetzt.
Schmoren und servieren
1
Rotkohl zugedeckt schmoren
Den Topf abdecken und den Rotkohl bei niedriger Hitze etwa 45 bis 50 Minuten schmoren. Zwischendurch zwei- bis dreimal umrühren, damit nichts ansetzt und der Kohl gleichmäßig weich wird.
50 Minuten
Daran erkennst du es: Der Rotkohl ist weich und aromatisch, behält aber noch etwas Struktur.
Während des Schmorens nur kurz den Deckel abnehmen, damit möglichst wenig Flüssigkeit verloren geht.
Bei Bedarf die Hitze weiter reduzieren, wenn die Flüssigkeit stark sprudelt.
2
Einkochen und abschmecken
Den Deckel abnehmen und den Rotkohl bei Bedarf noch 3 bis 5 Minuten offen einkochen lassen. Abschmecken und heiß zu Braten oder gekochtem Fleisch servieren.
5 Minuten
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist leicht eingedickt und haftet am Kohl.
Das offene Einkochen nur so lange fortsetzen, bis die Flüssigkeit konzentriert ist und der Kohl nicht trocken wirkt.
Gut zu wissen
Hinweise zum Rezept
Gleichmäßige Streifen: Feine, möglichst gleichmäßige Rotkohlstreifen garen gleichmäßiger und nehmen die Schmorflüssigkeit besser auf.
Beim Schmoren rühren: Den Rotkohl während der langen Schmorzeit zwei- bis dreimal umrühren, damit die Streifen gleichmäßig weich werden und am Topfboden nichts ansetzt.
Typische Fehler und ihre Lösung
Der Rotkohl setzt am Topfboden an oder wird an einzelnen Stellen dunkel.
Nach dem Aufkochen die Hitze deutlich reduzieren, den Topf abdecken und den Rotkohl zwei- bis dreimal umrühren.
Die angesetzten Stellen nicht vom Boden lösen, sondern den unbeschädigten Kohl in einen sauberen Topf umfüllen und bei niedriger Hitze fertig garen.
Der Rotkohl ist nach der angegebenen Zeit noch fest.
Den Kohl fein schneiden und während des Schmorens auf eine sanft konstante Hitze achten.
Den Topf wieder abdecken und den Rotkohl weiter schmoren, bis die gewünschte Weichheit erreicht ist.
Der Rotkohl wirkt wässrig und die Aromen sind wenig konzentriert.
Nach dem Weichwerden den Deckel abnehmen und die Flüssigkeit bei Bedarf wenige Minuten reduzieren lassen.
Den Kohl einige Minuten offen weiter einkochen und dabei häufig umrühren.
Servieren und kombinieren
Zu kräftigem Braten: Den Rotkohl heiß als würzige Beilage zu einem kräftigen Braten servieren. Seine leicht süßliche Rotweinnote ergänzt herzhafte Bratensäfte besonders gut.
Zu gekochtem Fleisch: Der geschmorte Rotkohl passt auch zu gekochtem Fleisch und bringt Farbe, Würze und eine fruchtige Tiefe auf den Teller.
Allergene und Nährwerte
Milch: enthält · Butter ist ein Milchprodukt.
Häufig gefragt
Fragen zum Rezept
Woran erkenne ich, dass der Rotkohl fertig ist?
Der Rotkohl sollte weich und aromatisch sein, aber noch etwas Struktur behalten. Die Schmorflüssigkeit darf leicht eingedickt am Kohl haften.
Warum wird der Rotkohl am Ende offen eingekocht?
Beim offenen Einkochen verdampft überschüssige Flüssigkeit. Dadurch werden die Aromen konzentrierter und die Beilage erhält eine angenehm sämige Konsistenz.
Warum eignet sich ein breiter Schmortopf besonders gut?
In einem breiten Topf liegt der Kohl gleichmäßiger in der Schmorflüssigkeit, kann zwischendurch gut umgerührt werden und lässt sich am Ende effizient einkochen.
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