Favabohnen auswählen
Getrocknete Favabohnen sind kräftiger und größer als gewöhnliche getrocknete Bohnen. Geschälte Ackerbohnen garen meist schneller und ergeben eine glattere Suppe.
Dichte sardische Hülsenfruchtsuppe
Eine kräftige sardische Favabohnensuppe aus dem Raum Sassari mit Kohl, Wildfenchel, Schweineschwarte und sardischer trockener Wurst, serviert auf knusprigem Pane carasau.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Fabadda sassarese ist eine dichte, langsam gekochte Suppe mit cremig weichen Favabohnen, herzhaftem Schweinesud und aromatischem Wildfenchel. Kohl und sardische Wurst kommen später hinzu, damit sie ihre Struktur behalten und die Suppe zugleich kräftig und sättigend wird. Serviert auf grob gebrochenem Pane carasau entsteht eine rustikale sardische Mahlzeit mit viel Textur.
Die Suppe ist dicklich und löffelbar, mit cremigen Bohnen, weichem Kohl und herzhaften Wurstscheiben. Schweineschwarte sorgt für eine gelatineartige Fülle, während Fenchel, Lorbeer und Knoblauch würzige, leicht anisartige Noten beitragen. Das Pane carasau beginnt knusprig und wird im Sud weich und saftig.
Schritt für Schritt
Die Favabohnen nach dem Einweichen in ein Sieb geben, gründlich abspülen und abtropfen lassen. Die Schweineschwarte mit kaltem Wasser abspülen. Den Kohl in etwa 3 cm breite Streifen schneiden, die Zwiebel grob würfeln und den Knoblauch leicht andrücken.
Die Schweineschwarte in den großen Topf legen und mit 2,2 l kaltem Wasser bedecken. Zwiebel, Knoblauch, Lorbeerblätter und Wildfenchel hinzufügen. Langsam aufkochen, anschließend die Hitze reduzieren und alles 30 Minuten sanft köcheln lassen.
Daran erkennst du es: Der Sud duftet aromatisch und bewegt sich nur sanft.
Die abgetropften Favabohnen in den Topf geben. Die Suppe erneut aufkochen und bei kleiner Hitze etwa 75 Minuten garen. Gelegentlich umrühren und bei Bedarf etwas heißes Wasser nachgießen, damit die Bohnen stets knapp bedeckt bleiben.
Daran erkennst du es: Die Bohnen beginnen weich zu werden und lassen sich leicht zerdrücken, sind aber noch nicht vollständig gar.
Kohl und die ganze trockene Wurst in den Topf geben. Weitere 45 bis 60 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Bohnen weich sind und die Suppe deutlich eingedickt ist. Die Wurst nach etwa 35 Minuten herausnehmen, in Scheiben schneiden und bis zum Servieren beiseitelegen.
Daran erkennst du es: Die Bohnen sind weich, der Kohl ist zart und die Suppe deutlich dicklicher geworden.
Die Lorbeerblätter entfernen. Die Schweineschwarte aus dem Topf nehmen, in feine Streifen schneiden und wieder unter die Suppe mischen. Mit der fest dosierten Salzmenge und bei Bedarf weiterem Salz abschmecken. Das Olivenöl einrühren. Falls die Suppe zu dick ist, mit wenig heißem Wasser auf die gewünschte Konsistenz bringen.
Daran erkennst du es: Die Suppe ist löffelbar und dicklich, aber nicht trocken; die Bohnen sind vollständig weich.
Die Suppe zugedeckt 10 Minuten ruhen lassen. Anschließend die Wurstscheiben wieder unterheben oder auf die einzelnen Portionen verteilen.
Daran erkennst du es: Die Suppe hat sich leicht gesetzt und bleibt beim Schöpfen zusammenhängend.
Pane carasau in grobe Stücke brechen und auf vier Schalen verteilen. Die heiße Fabadda darübergeben und sofort servieren.
Gut zu wissen
Getrocknete Favabohnen sind kräftiger und größer als gewöhnliche getrocknete Bohnen. Geschälte Ackerbohnen garen meist schneller und ergeben eine glattere Suppe.
Das sehr dünne sardische Fladenbrot wird zum Servieren in grobe Stücke gebrochen. Dünnes, knuspriges Fladenbrot kann es ersetzen, verändert aber die typische Servierform.
Frische Wildfencheltriebe sind saisonal erhältlich. Alternativ passt 1 TL Fenchelsaat; ihr Aroma wirkt etwas wärmer und intensiver.
Eine milde luftgetrocknete Schweinswurst kann die sardische trockene Wurst ersetzen. Die Suppe wird dadurch etwas weniger würzig und benötigt eventuell zusätzliches Salz.
Sie garen meist schneller und ergeben eine glattere Suppe.
Die geschälten Ackerbohnen wie die eingeweichten Favabohnen vorbereiten und während des Garens früher auf ihre Konsistenz prüfen.
Die Suppe bleibt ähnlich servierbar, die sardische Brotform wird jedoch weniger typisch.
Das Fladenbrot in grobe Stücke brechen, auf die Schalen verteilen und die heiße Suppe darübergeben.
Das Fenchelaroma wirkt etwas wärmer und intensiver als mit frischem Wildfenchel.
Die Fenchelsaat zusammen mit Zwiebel, Knoblauch und Lorbeer in den Sud geben.
Die Suppe schmeckt etwas weniger würzig und benötigt eventuell mehr Salz.
Die Ersatzwurst ganz mitgaren, nach etwa 35 Minuten herausnehmen, in Scheiben schneiden und später wieder unterheben oder auf die Portionen verteilen.
Die Suppe regelmäßig umrühren und bei Bedarf heißes Wasser nachgießen.
Heißes Wasser ergänzen und die Suppe bei kleiner Hitze weitergaren, bis die Bohnen weich sind.
Bei kleiner Hitze garen und die Konsistenz während des Kochens kontrollieren.
Schluckweise heißes Wasser einrühren und die Suppe vorsichtig wieder erwärmen.
Den Kohl erst nach dem ersten Garabschnitt der Favabohnen hinzufügen und anschließend nur sanft köcheln lassen.
Die Suppe als besonders gebundene Variante servieren und beim nächsten Mal den Kohl später zugeben.
Zunächst die Grundmenge verwenden und erst am Ende vorsichtig nachsalzen.
Mit wenig heißem Wasser verdünnen und die Suppe kurz weiterköcheln lassen.
Häufig gefragt
Die getrockneten Favabohnen werden etwa 12 Stunden oder über Nacht eingeweicht. Anschließend gründlich abspülen und abtropfen lassen.
Ja. Geschälte Ackerbohnen garen meist schneller und ergeben eine glattere Suppe. Prüfe deshalb die Konsistenz während des Garens etwas früher.
Als Ersatz passt 1 TL Fenchelsaat. Ihr Aroma ist etwas wärmer und intensiver als das von frischem Wildfenchel.
Dünnes, knuspriges Fladenbrot kann verwendet werden. Die Suppe wird dadurch ähnlich serviert, aber weniger typisch sardisch.
Eine milde luftgetrocknete Schweinswurst ist geeignet. Die Suppe schmeckt dann etwas weniger würzig und benötigt eventuell mehr Salz.
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