Schafsricotta
Schafsricotta bringt mehr Würze und Charakter als Kuhmilchricotta. Sie sollte vor dem Anrühren gründlich abtropfen, damit die süße Füllung formstabil bleibt.
Gefüllte Pasta aus dem Lazio
Gefüllte Ravioli aus dem Lazio mit süßer Schafsricotta, Espresso und Mistrà, serviert mit einem herzhaften Sugo aus zart geschmorter Schafsschulter.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Ravioli dolci di Camerata Nuova sind eine ungewöhnliche gefüllte Pasta aus Camerata Nuova im Lazio. Ihre Ricottafüllung verbindet Zucker, kräftigen Kaffee und Mistrà; dazu kommt ein herzhafter Sugo di pecora. So entsteht ein regional geprägtes Gericht, bei dem süße Füllung und würzige Sauce bewusst zusammenspielen.
Die Ravioli haben einen zarten, bissfesten Teig und eine cremige, süße Füllung mit deutlichen Kaffee- und Anisnoten. Dazu kommen die würzigen, saftigen Fasern der geschmorten Schafsschulter und eine fruchtige Tomatensauce mit kräftigem Fleischgeschmack.
Schritt für Schritt
Die Schafsricotta in ein mit einem sauberen Tuch ausgelegtes Sieb geben und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank abtropfen lassen. So wird die Füllung fest genug zum Formen.
Daran erkennst du es: Die Ricotta ist deutlich fester und gibt keine überschüssige Flüssigkeit mehr ab.
Das Olivenöl in einem schweren Topf erhitzen. Die Fleischwürfel rundherum kräftig anbraten. Zwiebel, Karotte und Sellerie zugeben und bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten mitbraten.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist rundherum gebräunt, das Gemüse leicht weich.
Mit dem Weißwein ablöschen und 3 Minuten einkochen lassen. Passierte Tomaten, Wasser, Salz und etwas Pfeffer einrühren. Den Topf abdecken und den Sugo bei niedriger Hitze 75 bis 90 Minuten sanft schmoren lassen, bis das Fleisch weich ist.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht mit einer Gabel zerteilen und die Sauce ist aromatisch eingekocht.
Das Mehl auf die Arbeitsfläche geben, in der Mitte eine Mulde formen und Eier sowie Salz hineingeben. Mit einer Gabel langsam Mehl einarbeiten, anschließend alles 8 bis 10 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig verkneten. In Folie oder ein Wachstuch wickeln und 30 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und federt beim Eindrücken leicht zurück.
Die abgetropfte Ricotta mit Zucker, abgekühltem Espresso und Mistrà gründlich verrühren. Die Füllung bis zum Formen kalt stellen.
Daran erkennst du es: Die Füllung ist gleichmäßig cremig und lässt sich mit dem Löffel portionieren.
Den Teig in vier Portionen teilen und mit einer Nudelmaschine oder einem Nudelholz dünn ausrollen. Die Teigbahnen sollten etwa 1 mm dünn und 8 bis 10 cm breit sein.
Daran erkennst du es: Die Teigbahnen sind gleichmäßig dünn und lassen sich noch gut anheben.
Auf eine Teigbahn mit etwa 5 cm Abstand je einen knapp gehäuften Teelöffel Füllung setzen. Die freie Teighälfte darüberklappen. Die Luft rund um die Füllungen vorsichtig herausdrücken und die Ränder gut andrücken.
Daran erkennst du es: Die Füllung ist vollständig von Teig umschlossen und die Ränder haften ohne sichtbare Luftblasen.
Die Ravioli mit einem Teigrädchen oder Ausstecher zu etwa 7 cm großen Quadraten schneiden. Die Ränder nochmals fest verschließen und die fertigen Ravioli auf ein leicht bemehltes Brett legen.
Daran erkennst du es: Alle Ravioli sind gleichmäßig geschnitten und an den Rändern dicht verschlossen.
Das Schaffleisch aus dem Sugo nehmen, mit zwei Gabeln zerpflücken und wieder unter die Sauce mischen. Den Sugo bis zum Servieren warm halten.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist weich genug, um sich in zarte Fasern zu zerteilen.
Wasser und Salz in einem großen Topf zum Kochen bringen. Die Ravioli portionsweise hineingeben und nach dem erneuten Aufkochen etwa 3 bis 4 Minuten garen, bis der Teig weich, aber noch bissfest ist.
Daran erkennst du es: Der Teig ist weich, aber im Kern noch leicht bissfest; die Ravioli bleiben geschlossen.
Die Ravioli mit einer Schaumkelle herausheben, kurz abtropfen lassen und vorsichtig mit dem Sugo di pecora vermengen. Sofort servieren.
Daran erkennst du es: Die Ravioli sind vollständig mit Sugo überzogen und bleiben unbeschädigt.
Gut zu wissen
Schafsricotta bringt mehr Würze und Charakter als Kuhmilchricotta. Sie sollte vor dem Anrühren gründlich abtropfen, damit die süße Füllung formstabil bleibt.
Mistrà gibt der Füllung eine trockene, anisartige Likörnote. Ein milder Anislikör kann ihn ersetzen, schmeckt jedoch etwas süßer und weniger trocken.
Der Espresso sollte kräftig und vollständig abgekühlt sein. Er vertieft die Süße der Ricottafüllung mit einer deutlichen Röstnote.
Die Schulter wird in Würfeln angebraten und anschließend lange geschmort. Durch das Zerpflücken verbindet sich das weiche Fleisch besonders gut mit dem Sugo.
Die Füllung schmeckt milder und weniger würzig.
Kuhmilchricotta in derselben Menge verwenden und ebenfalls mindestens 2 Stunden abtropfen lassen.
Die Füllung wird etwas süßer und weniger trocken im Aroma.
Den milden Anislikör in derselben Menge verwenden und wie Mistrà unter die abgekühlte Ricottamischung rühren.
Die Ricotta mindestens 2 Stunden im Kühlschrank abtropfen lassen und erst danach mit den übrigen Zutaten verrühren.
Die angerührte Füllung nochmals länger kühlen und, falls nötig, weiter abtropfen lassen.
Die Luft rund um die Füllung herausdrücken und die Ränder nochmals sorgfältig andrücken.
Aufgeplatzte Ravioli vorsichtig aus dem Wasser heben und die übrigen Teigtaschen in kleineren Portionen garen.
Den Sugo 75 bis 90 Minuten bei niedriger Hitze zugedeckt schmoren lassen.
Das Fleisch mit etwas Sugo weiter sanft schmoren, bis es weich genug zum Zerpflücken ist.
Die Ravioli mit Abstand auf ein leicht bemehltes Brett legen und erst kurz vor dem Garen formen.
Die Kanten vorsichtig voneinander lösen und beschädigte Stellen vor dem Kochen nochmals verschließen.
Häufig gefragt
Durch das Abtropfen verliert die Ricotta überschüssige Flüssigkeit und wird fest genug, um als Füllung portioniert und im Teig eingeschlossen zu werden.
Ja. Kuhmilchricotta kann in derselben Menge verwendet werden. Die Füllung schmeckt dann milder und weniger würzig.
Als Ersatz eignet sich ein milder Anislikör. Er macht die Füllung etwas süßer und weniger trocken im Aroma.
Die Teigbahnen sollten etwa 1 mm dünn und 8 bis 10 cm breit sein, damit die Ravioli zart werden, aber beim Füllen und Verschließen stabil bleiben.
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