Zuppa di cicerchia aus den Marken

Hülsenfrucht-Eintopf aus den Marken

Rustikale Hülsenfruchtsuppe aus den Marken mit weich gekochten Cicerchie, Lardo, Pancetta und zerdrückten Tomaten.

Zum Rezept
Zuppa di cicerchia aus den Marken
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 70 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 12 Stunden
Gesamtzeit ca. 13 Std. 35 Min.
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Suppen
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Hülsenfrüchte
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Garen auf heißer Platte, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das teilweise Pürieren bindet die Suppe natürlich und erhält zugleich ganze Cicerchie für mehr Biss.
  • Lardo und Pancetta geben dem Tomatenansatz Tiefe, Würze und eine weich-schmelzende Textur.
  • Geröstetes Bauernbrot ergänzt die sämige Suppe mit kräftigem Röstaroma und knusprigem Kontrast.
  • Das aufgefangene Kochwasser erlaubt eine gezielte Abstimmung zwischen sämiger und suppiger Konsistenz.

Zuppa di cicerchia ist eine kräftige Suppe aus den Marken. Getrocknete Cicerchie werden nach dem Einweichen weich gekocht und anschließend mit einem Ansatz aus Lardo, Pancetta, Knoblauch und Tomate verbunden. Ein Teil der Hülsenfrüchte wird fein püriert, sodass die Brühe sämig wird, während die übrigen Cicerchie ihre angenehme Struktur behalten.

Die Suppe ist sämig, aber nicht breiig, mit weichen Cicerchie und einzelnen festen Hülsenfrüchten. Lardo und Pancetta sorgen für eine herzhafte, leicht rauchig-würzige Tiefe, während Tomate und Olivenöl die Brühe abrunden. Dazu kommt knuspriges, aromatisch geröstetes Bauernbrot.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Cicerchie einweichen

    Die getrockneten Cicerchie gründlich abspülen und in 2 l kaltem Wasser 12 Stunden einweichen. Anschließend das Einweichwasser abgießen und die Hülsenfrüchte erneut abspülen.

    12 Stunden
    • Das Einweichwasser vollständig wegschütten und zum Garen frisches Wasser verwenden.

    Wichtig: Einweichwasser abgießen und die Cicerchie erneut abspülen.

  2. Cicerchie vorgaren

    Die Cicerchie mit 1,5 l frischem Wasser in den großen Topf geben. Aufkochen, eventuell aufsteigenden Schaum abschöpfen und bei kleiner Hitze etwa 40 bis 50 Minuten garen. Falls nötig, etwas heißes Wasser nachgießen. Die Cicerchie sollen weich sein, aber nicht vollständig zerfallen. Erst am Ende dieser ersten Garphase salzen.

    50 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Cicerchie sind weich, behalten aber noch ihre Form.

    • Die Salzmenge zunächst zurückhalten und erst am Ende dieser ersten Garphase zugeben.
    • Etwas heißes Wasser bereithalten, falls die Flüssigkeit vor dem Weichwerden zu stark reduziert.
  3. Brot rösten

    Während die Cicerchie garen, die Brotscheiben in einer Pfanne ohne zusätzliches Fett rösten. Mit 1 EL Olivenöl beträufeln und beiseitestellen.

    Daran erkennst du es: Die Brotscheiben sind außen geröstet und knusprig.

    • Diesen Schritt parallel zur ersten Garphase erledigen.
  4. Lardo und Pancetta auslassen

    Lardo in einem schweren kleinen Topf bei kleiner bis mittlerer Hitze langsam auslassen. Pancetta und die leicht angedrückte Knoblauchzehe dazugeben und 3 bis 4 Minuten braten, bis die Pancetta leicht gebräunt ist.

    4 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Pancetta ist leicht gebräunt, der Lardo ist teilweise geschmolzen.

    • Bei kleiner bis mittlerer Hitze arbeiten, damit der Knoblauch nicht verbrennt.
  5. Tomatenansatz fertigstellen

    Die zerdrückten Tomaten unterrühren und 5 Minuten schmoren lassen. Den Knoblauch anschließend entfernen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Ansatz ist aromatisch verbunden und leicht eingedickt.

  6. Suppe verbinden

    Die gegarten Cicerchie abgießen und dabei das Kochwasser auffangen. Die Hülsenfrüchte zum Tomatenansatz geben, 600 ml Kochwasser angießen und alles 10 Minuten sanft köcheln lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Cicerchie sind mit dem Tomatenansatz verbunden und die Flüssigkeit ist leicht gebunden.

    • Das Kochwasser auffangen, bevor die Cicerchie vollständig abgegossen werden.
  7. Teilweise pürieren

    Etwa ein Drittel der Cicerchie mit 100 bis 150 ml Kochwasser fein pürieren. Die Creme zurück in den Topf geben und die Zuppa weitere 5 Minuten leise köcheln lassen. Bei Bedarf mit etwas Kochwasser auf die gewünschte sämige, aber noch suppige Konsistenz bringen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zuppa ist sämig, bleibt aber noch suppig und enthält ganze Cicerchie.

    • Nur etwa ein Drittel pürieren, damit die Suppe Struktur behält.
    • Kochwasser nach und nach zugeben, statt die Suppe sofort zu verdünnen.
  8. Abschmecken und servieren

    Mit dem restlichen Salz und dem schwarzen Pfeffer abschmecken. Die Zuppa di cicerchia in tiefen Tellern anrichten, mit dem übrigen Olivenöl beträufeln und mit den gerösteten Brotscheiben servieren.

    Daran erkennst du es: Die Suppe ist kräftig abgeschmeckt und wird heiß serviert.

    • Das Brot erst beim Servieren dazugeben, damit es knusprig bleibt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Einweichwasser wechseln: Das Einweichwasser nach 12 Stunden vollständig abgießen und die Cicerchie erneut abspülen. Zum Garen frisches Wasser verwenden.
  • Salz erst nach der ersten Garphase: Die Cicerchie erst am Ende der ersten Garphase salzen. So bleibt die erste Garphase klar steuerbar und die Hülsenfrüchte können weich werden, ohne vollständig zu zerfallen.
  • Kochwasser auffangen: Das Kochwasser nicht wegschütten. Es wird zum Verbinden der Suppe und zum Einstellen der sämigen, aber noch suppigen Konsistenz benötigt.
  • Nur einen Teil pürieren: Durch das Pürieren von etwa einem Drittel der Cicerchie wird die Suppe gebunden, während die übrigen Hülsenfrüchte ihre Struktur behalten.

Zutatenwissen

Cicerchie auswählen

Besonders passend sind kleinformatige Cicerchie di Serra de’ Conti aus den Marken. Getrocknete Cicerchie findest du in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Bioläden oder bei spezialisierten Onlinehändlern.

Lardo im Ansatz

Fein gehackter Lardo wird langsam ausgelassen und gibt dem Tomatenansatz eine weiche, schmelzende Grundlage.

Herzhafte Grundlage

Lardo und Pancetta bilden gemeinsam den kräftigen Speck-Tomaten-Ansatz der Suppe.

Olivenöl aufteilen

Ein Teil des Olivenöls wird über das geröstete Brot gegeben, der übrige Teil kommt erst beim Anrichten über die Zuppa.

Sinnvolle Alternativen

Getrocknete Kichererbsen

Die Suppe schmeckt etwas nussiger und verliert ihren charakteristischen Cicerchia-Geschmack.

Die getrockneten Kichererbsen wie die Cicerchie einweichen, in frischem Wasser weich garen und anschließend nach denselben Schritten mit dem Tomatenansatz verbinden.

Zusätzliche Pancetta und Olivenöl

Der Ansatz wird etwas weniger weich und schmelzend.

Den Lardo durch 30 g zusätzliche Pancetta und 1 EL Olivenöl ersetzen. Die zusätzliche Pancetta mit der vorhandenen Pancetta anbraten und das Öl nach Bedarf zum Auslassen verwenden.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Cicerchie zerfallen bereits in der ersten Garphase vollständig.

Bei kleiner Hitze garen und ab etwa 40 Minuten die Konsistenz prüfen. Die Hülsenfrüchte sollen weich sein, aber ihre Form behalten.

Die Suppe trotzdem weiterführen und beim späteren Pürieren weniger zusätzliche Cicerchie verwenden, damit sie nicht noch breiiger wird.

Die Zuppa bleibt wässrig und entwickelt keine sämige Bindung.

Etwa ein Drittel der Cicerchie fein pürieren und das Kochwasser nur nach und nach ergänzen.

Eine weitere kleine Menge Cicerchie mit etwas Kochwasser pürieren und zurück in den Topf geben.

Die Suppe wird eher breiig als suppig.

Das Kochwasser auffangen und die gewünschte Konsistenz schrittweise einstellen.

Mit etwas aufgefangenem Kochwasser verdünnen und kurz sanft erwärmen.

Der Knoblauch schmeckt bitter und überdeckt den Speck-Tomaten-Ansatz.

Bei kleiner bis mittlerer Hitze arbeiten und den Knoblauch nach dem Schmoren des Tomatenansatzes entfernen.

Den Knoblauch sofort entfernen. Bei stark bitterem Geschmack den Ansatz neu ansetzen.

Varianten

Zuppa mit Kichererbsen

Eine nussigere Variante mit getrockneten Kichererbsen anstelle der Cicerchie.

Servieren und kombinieren

  • Mit geröstetem Bauernbrot: Die Zuppa di cicerchia mit den knusprig gerösteten Bauernbrotscheiben servieren. Das Brot kann in die sämige Suppe getaucht werden oder separat daneben liegen.
  • Mit Olivenöl vollenden: Zum Servieren das übrige native Olivenöl extra über die heiße Suppe geben. Es bringt einen frischen, fruchtigen Akzent in den kräftigen Speck-Tomaten-Ansatz.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Cicerchie können für die angegebene 12-stündige Einweichzeit vorbereitet werden. Anschließend das Einweichwasser abgießen, die Hülsenfrüchte abspülen und mit frischem Wasser garen.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: uncertain · Bauernbrot kann glutenhaltiges Getreide enthalten; die genaue Rezeptur des Brotes ist nicht angegeben.

Lebensmittelsicherheit

  • Einweichwasser: Nach der 12-stündigen Einweichzeit das Einweichwasser vollständig abgießen, die Cicerchie erneut abspülen und zum Garen frisches Wasser verwenden.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Warum müssen die Cicerchie eingeweicht werden?

Die getrockneten Cicerchie werden 12 Stunden eingeweicht, anschließend abgespült und in frischem Wasser gegart. So werden sie gleichmäßiger weich.

Kann ich Cicerchie durch Kichererbsen ersetzen?

Ja. Verwende getrocknete Kichererbsen in gleicher Menge und bereite sie nach denselben Einweich-, Gar- und Pürierschritten zu. Die Suppe schmeckt dann etwas nussiger.

Warum wird nur ein Teil der Cicerchie püriert?

Das teilweise Pürieren bindet die Brühe, während die übrigen Cicerchie als ganze Hülsenfrüchte für Struktur und Biss erhalten bleiben.

Ist die Zuppa di cicerchia vegetarisch?

In der angegebenen Version nicht, weil Lardo und Pancetta verwendet werden. Für eine vegetarische Abwandlung müssten beide Zutaten durch eine passende pflanzliche Würzbasis ersetzt werden.

Aus unserer Küche

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