Mehlwahl
Type 550 oder Manitoba-Mehl eignet sich für den elastischen Hefeteig und unterstützt die Formstabilität beim Ausrollen und Ausstechen.
Gefülltes Südtiroler Hefegebäck
Lockere, kalt geführte Hefekrapfen werden goldbraun frittiert, mit fester Aprikosenmarmelade gefüllt und mit Puderzucker vollendet. Die Stücke erhalten durch das Ausstechen und die sorgfältige Gare ihren typischen hellen Rand.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese Südtiroler Faschingskrapfen verbinden aromatischen Hefeteig mit einer fruchtigen Aprikosenfüllung. Der Teig wird über Nacht kalt geführt, am nächsten Tag ausgestochen, nochmals gehen gelassen und portionsweise frittiert. Lauwarm serviert und frisch mit Puderzucker bestäubt, passen sie besonders gut in die Faschingszeit.
Außen goldbraun und fein zart, innen locker und weich mit leicht glänzender Krume. Die Aprikosenmarmelade bringt eine fruchtige Säure und Süße, während Zitrone, Vanille und Grappa den Hefeteig aromatisch abrunden.
Schritt für Schritt
Mehl, Trockenhefe, Zucker und Zitronenschale in der Rührschüssel vermengen. Milch, Eier, Vanillepaste und Grappa zugeben und den Teig zunächst langsam, dann auf mittlerer Stufe etwa 5 Minuten kneten. Das Salz einarbeiten.
Daran erkennst du es: Die Zutaten sind zu einem zusammenhängenden Teig verbunden.
Die weiche Butter in drei bis vier Portionen zugeben. Jede Portion erst vollständig einarbeiten, bevor die nächste folgt. Den Teig weitere 6 bis 8 Minuten kneten, bis er glatt, elastisch und leicht glänzend ist.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und leicht glänzend.
Den Teig zu einer Kugel formen, in die leicht gefettete Rührschüssel legen und abdecken. Im Kühlschrank 12 Stunden kalt gehen lassen. Die lange Gare ist Teil dieser Hausversion und sorgt für ein aromatisches, gut formbares Teiggerüst.
Daran erkennst du es: Der Teig ist nach der kalten Gare sichtbar entwickelt und bleibt formbar.
Den kalten Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 2 cm dick ausrollen. 16 Teiglinge mit dem 6-cm-Ausstecher abnehmen. Jeden Teigling auf ein eigenes Stück Backpapier setzen, locker abdecken und bei etwa 24 bis 26 °C ungefähr 3 Stunden gehen lassen. Die Krapfen sollen sichtbar aufgegangen sein, aber noch Spannung behalten.
Daran erkennst du es: Die Teiglinge sind sichtbar aufgegangen, behalten aber noch Spannung.
Das Öl in einem schweren Topf oder einer Fritteuse auf 160 °C erhitzen. Die Krapfen portionsweise mit der aufgegangenen Seite nach unten ins Öl gleiten lassen. Etwa 2 Minuten frittieren, wenden und weitere 2 Minuten goldbraun ausbacken. Bei Bedarf ein weiteres Mal kurz wenden. Die Temperatur zwischen den Portionen möglichst bei 158 bis 165 °C halten.
Daran erkennst du es: Die Krapfen sind gleichmäßig goldbraun und haben einen hellen Rand.
Wichtig: Heißes Öl kann schwere Verbrennungen verursachen. Den Topf nicht unbeaufsichtigt lassen und niemals Wasser in heißes Öl geben.
Die Krapfen mit einer Schaumkelle herausheben und auf einem Gitter abtropfen lassen. Das Backpapier vorsichtig abziehen, falls es noch anhaftet. Die Krapfen lauwarm abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Überschüssiges Öl ist abgetropft und die Krapfen sind lauwarm.
Wichtig: Die Krapfen und das Öl sind unmittelbar nach dem Frittieren sehr heiß.
Die Aprikosenmarmelade glatt rühren und in einen Spritzbeutel mit schmaler Tülle füllen. Seitlich in jeden Krapfen stechen und ihn mit etwa 15 g Marmelade füllen. Zum Schluss mit Puderzucker bestäuben und am besten noch am selben Tag servieren.
Daran erkennst du es: Jeder Krapfen ist gefüllt und gleichmäßig mit Puderzucker bestäubt.
Gut zu wissen
Type 550 oder Manitoba-Mehl eignet sich für den elastischen Hefeteig und unterstützt die Formstabilität beim Ausrollen und Ausstechen.
Grappa gibt dem Teig ein mildes, traubiges Aroma. Für eine alkoholfreie Variante kann er durch 20 ml zusätzliche Milch ersetzt werden.
Feste Aprikosenmarmelade bleibt beim Füllen gut im Krapfen. Vor dem Einfüllen glatt rühren, damit sie gleichmäßig durch die schmale Tülle läuft.
Der Teig schmeckt etwas neutraler und verliert die milde traubige Grappanote.
Den Grappa vollständig weglassen und stattdessen 20 ml zusätzliche Milch zu den flüssigen Zutaten geben.
Die Teiglinge locker abdecken und die Gare anhand ihres Volumens beurteilen, nicht nur nach der Uhr.
Bei zu kurzer Gare etwas länger warten; bei deutlich übergangenen Teiglingen vorsichtig weiterarbeiten und sie nicht mehr stark bewegen.
Mit Thermometer arbeiten, portionsweise frittieren und die Temperatur zwischen 158 und 165 °C halten.
Die nächste Portion erst einlegen, wenn das Öl wieder im Zielbereich liegt.
Jede Butterportion vollständig einarbeiten, bevor die nächste folgt.
Den Teig weiterkneten, bis er wieder glatter und elastischer wird.
Die feste Aprikosenmarmelade vor dem Einfüllen gründlich glatt rühren.
Die Marmelade aus dem Spritzbeutel nehmen, nochmals glattrühren und erneut einfüllen.
Den Hefeteig nach dem Kneten abdecken und bis zu 12 Stunden im Kühlschrank kalt gehen lassen. Am nächsten Tag ausrollen, ausstechen und die Stückgare anschließen.
Häufig gefragt
Der helle Rand entsteht durch die aufgegangene, gespannte Teigstruktur und eine gleichmäßige Stückgare. Auch eine stabile Öltemperatur und portionsweises Frittieren tragen dazu bei.
Die kalte Gare ist als zwölfstündige Phase vorgesehen. Sie entwickelt Aroma und verbessert die Formbarkeit des Teigs; eine Verkürzung verändert daher das Ergebnis.
Grappa kann durch 20 ml zusätzliche Milch ersetzt werden. Der Teig schmeckt dann etwas neutraler.
Am besten eignet sich feste Aprikosenmarmelade, die vor dem Einfüllen glatt gerührt wird und nicht aus der Füllöffnung läuft.
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