Südtiroler Faschingskrapfen

Gefülltes Südtiroler Hefegebäck

Lockere, kalt geführte Hefekrapfen werden goldbraun frittiert, mit fester Aprikosenmarmelade gefüllt und mit Puderzucker vollendet. Die Stücke erhalten durch das Ausstechen und die sorgfältige Gare ihren typischen hellen Rand.

Zum Rezept
Der Krapfen mit dem hellen Rand
Vorbereitung 50 Minuten
Kochen / Backen 20 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 15 Stunden
Gesamtzeit ca. 16 Std. 15 Min.
Menge 16 Stück
Gerichtsform und Gerichtsart Süße Teiggebäcke
Prägende Zutatenfamilie Eier, Milchprodukte, Obst, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Fermentieren, Frittieren
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Anlasskontext Feierlicher Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die kalte Gare entwickelt ein aromatisches Teiggerüst und macht den Teig gut formbar.
  • Die Stückgare sorgt für eine lockere Krume und unterstützt den hellen Rand beim Frittieren.
  • Das Frittieren bei moderater Temperatur bräunt die Krapfen gleichmäßig, ohne die Oberfläche zu schnell zu verdunkeln.
  • Feste Aprikosenmarmelade lässt sich gezielt in die ausgebackenen Krapfen spritzen und bleibt als fruchtige Füllung gut erkennbar.

Diese Südtiroler Faschingskrapfen verbinden aromatischen Hefeteig mit einer fruchtigen Aprikosenfüllung. Der Teig wird über Nacht kalt geführt, am nächsten Tag ausgestochen, nochmals gehen gelassen und portionsweise frittiert. Lauwarm serviert und frisch mit Puderzucker bestäubt, passen sie besonders gut in die Faschingszeit.

Außen goldbraun und fein zart, innen locker und weich mit leicht glänzender Krume. Die Aprikosenmarmelade bringt eine fruchtige Säure und Süße, während Zitrone, Vanille und Grappa den Hefeteig aromatisch abrunden.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Teig ansetzen

    Mehl, Trockenhefe, Zucker und Zitronenschale in der Rührschüssel vermengen. Milch, Eier, Vanillepaste und Grappa zugeben und den Teig zunächst langsam, dann auf mittlerer Stufe etwa 5 Minuten kneten. Das Salz einarbeiten.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zutaten sind zu einem zusammenhängenden Teig verbunden.

    • Milch und Eier sollten zimmerwarm sein, damit der Teig gleichmäßig startet.
  2. Butter einkneten

    Die weiche Butter in drei bis vier Portionen zugeben. Jede Portion erst vollständig einarbeiten, bevor die nächste folgt. Den Teig weitere 6 bis 8 Minuten kneten, bis er glatt, elastisch und leicht glänzend ist.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und leicht glänzend.

    • Die Butter nicht auf einmal zugeben; sonst kann der Teig vorübergehend schmierig wirken.
  3. Teig kalt gehen lassen

    Den Teig zu einer Kugel formen, in die leicht gefettete Rührschüssel legen und abdecken. Im Kühlschrank 12 Stunden kalt gehen lassen. Die lange Gare ist Teil dieser Hausversion und sorgt für ein aromatisches, gut formbares Teiggerüst.

    12 Stunden

    Daran erkennst du es: Der Teig ist nach der kalten Gare sichtbar entwickelt und bleibt formbar.

    • Die Schüssel so abdecken, dass die Teigoberfläche nicht austrocknet.
  4. Ausstechen und Stückgare

    Den kalten Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 2 cm dick ausrollen. 16 Teiglinge mit dem 6-cm-Ausstecher abnehmen. Jeden Teigling auf ein eigenes Stück Backpapier setzen, locker abdecken und bei etwa 24 bis 26 °C ungefähr 3 Stunden gehen lassen. Die Krapfen sollen sichtbar aufgegangen sein, aber noch Spannung behalten.

    3 Stunden 25 °C

    Daran erkennst du es: Die Teiglinge sind sichtbar aufgegangen, behalten aber noch Spannung.

    • Die Teiglinge beim Umsetzen nicht zusammendrücken.
  5. Krapfen frittieren

    Das Öl in einem schweren Topf oder einer Fritteuse auf 160 °C erhitzen. Die Krapfen portionsweise mit der aufgegangenen Seite nach unten ins Öl gleiten lassen. Etwa 2 Minuten frittieren, wenden und weitere 2 Minuten goldbraun ausbacken. Bei Bedarf ein weiteres Mal kurz wenden. Die Temperatur zwischen den Portionen möglichst bei 158 bis 165 °C halten.

    20 Minuten 160 °C

    Daran erkennst du es: Die Krapfen sind gleichmäßig goldbraun und haben einen hellen Rand.

    • Nicht zu viele Krapfen gleichzeitig frittieren, damit die Öltemperatur stabil bleibt.

    Wichtig: Heißes Öl kann schwere Verbrennungen verursachen. Den Topf nicht unbeaufsichtigt lassen und niemals Wasser in heißes Öl geben.

  6. Abtropfen lassen

    Die Krapfen mit einer Schaumkelle herausheben und auf einem Gitter abtropfen lassen. Das Backpapier vorsichtig abziehen, falls es noch anhaftet. Die Krapfen lauwarm abkühlen lassen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Überschüssiges Öl ist abgetropft und die Krapfen sind lauwarm.

    • Das Backpapier erst lösen, wenn die Krapfen sicher auf dem Gitter liegen.

    Wichtig: Die Krapfen und das Öl sind unmittelbar nach dem Frittieren sehr heiß.

  7. Füllen und bestäuben

    Die Aprikosenmarmelade glatt rühren und in einen Spritzbeutel mit schmaler Tülle füllen. Seitlich in jeden Krapfen stechen und ihn mit etwa 15 g Marmelade füllen. Zum Schluss mit Puderzucker bestäuben und am besten noch am selben Tag servieren.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Jeder Krapfen ist gefüllt und gleichmäßig mit Puderzucker bestäubt.

    • Die Marmelade vor dem Einfüllen glatt rühren, damit die Tülle nicht verstopft.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Kalte Gare: Die zwölfstündige Gare im Kühlschrank ist ein wichtiger Bestandteil dieser Hausversion. Sie entwickelt Aroma und ergibt einen gut formbaren Teig.
  • Heller Rand: Für den hellen Rand sind eine gleichmäßige Stückgare und eine stabile Öltemperatur entscheidend. Die Krapfen nicht zu dicht aneinander frittieren.
  • Frisch servieren: Die gefüllten Krapfen schmecken lauwarm und frisch mit Puderzucker am besten. Sie sollten möglichst noch am selben Tag gegessen werden.

Zutatenwissen

Mehlwahl

Type 550 oder Manitoba-Mehl eignet sich für den elastischen Hefeteig und unterstützt die Formstabilität beim Ausrollen und Ausstechen.

Grappa im Teig

Grappa gibt dem Teig ein mildes, traubiges Aroma. Für eine alkoholfreie Variante kann er durch 20 ml zusätzliche Milch ersetzt werden.

Feste Füllung

Feste Aprikosenmarmelade bleibt beim Füllen gut im Krapfen. Vor dem Einfüllen glatt rühren, damit sie gleichmäßig durch die schmale Tülle läuft.

Sinnvolle Alternativen

Milch

Der Teig schmeckt etwas neutraler und verliert die milde traubige Grappanote.

Den Grappa vollständig weglassen und stattdessen 20 ml zusätzliche Milch zu den flüssigen Zutaten geben.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Krapfen gehen bei der Stückgare kaum auf oder verlieren ihre Spannung.

Die Teiglinge locker abdecken und die Gare anhand ihres Volumens beurteilen, nicht nur nach der Uhr.

Bei zu kurzer Gare etwas länger warten; bei deutlich übergangenen Teiglingen vorsichtig weiterarbeiten und sie nicht mehr stark bewegen.

Die Krapfen werden außen zu dunkel oder saugen viel Öl auf.

Mit Thermometer arbeiten, portionsweise frittieren und die Temperatur zwischen 158 und 165 °C halten.

Die nächste Portion erst einlegen, wenn das Öl wieder im Zielbereich liegt.

Der Teig wirkt schmierig und entwickelt keine glatte, elastische Struktur.

Jede Butterportion vollständig einarbeiten, bevor die nächste folgt.

Den Teig weiterkneten, bis er wieder glatter und elastischer wird.

Die Füllung lässt sich nur schwer in die Krapfen spritzen.

Die feste Aprikosenmarmelade vor dem Einfüllen gründlich glatt rühren.

Die Marmelade aus dem Spritzbeutel nehmen, nochmals glattrühren und erneut einfüllen.

Servieren und kombinieren

  • Lauwarm mit Puderzucker: Die frisch gefüllten Krapfen lauwarm servieren und unmittelbar vor dem Essen mit Puderzucker bestäuben.
  • Frisch am selben Tag: Die Krapfen möglichst am Tag der Zubereitung genießen, wenn Kruste, lockere Krume und Aprikosenfüllung am ausgewogensten wirken.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Den Hefeteig nach dem Kneten abdecken und bis zu 12 Stunden im Kühlschrank kalt gehen lassen. Am nächsten Tag ausrollen, ausstechen und die Stückgare anschließen.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl.
  • Milch: enthält · Das Rezept enthält Milch und Butter.
  • Eier: enthält · Das Rezept enthält Eier.

Lebensmittelsicherheit

  • Arbeiten mit heißem Öl: Das heiße Öl während des gesamten Frittiervorgangs beaufsichtigen. Krapfen vorsichtig einlegen und niemals Wasser in heißes Öl geben.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Warum haben die Krapfen einen hellen Rand?

Der helle Rand entsteht durch die aufgegangene, gespannte Teigstruktur und eine gleichmäßige Stückgare. Auch eine stabile Öltemperatur und portionsweises Frittieren tragen dazu bei.

Kann die kalte Gare verkürzt werden?

Die kalte Gare ist als zwölfstündige Phase vorgesehen. Sie entwickelt Aroma und verbessert die Formbarkeit des Teigs; eine Verkürzung verändert daher das Ergebnis.

Wodurch kann Grappa ersetzt werden?

Grappa kann durch 20 ml zusätzliche Milch ersetzt werden. Der Teig schmeckt dann etwas neutraler.

Welche Marmelade eignet sich zum Füllen?

Am besten eignet sich feste Aprikosenmarmelade, die vor dem Einfüllen glatt gerührt wird und nicht aus der Füllöffnung läuft.

Aus unserer Küche

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