Pasta butada

Frische Pasta aus Friaul-Julisch Venetien

Pasta butada ist ein schlichtes Triester Gericht aus frischen, ungefüllten Teigfäden, die direkt durch ein grobes Sieb in heiße klare Fleischbrühe gedrückt werden. Petersilie und Parmesan runden die herzhafte Suppe ab.

Zum Rezept
Pasta butada aus Triest: frische Teigfäden in Brühe
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 5 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 25 Minuten
Gesamtzeit ca. 50 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Nudelgerichte, Suppen
Prägende Zutatenfamilie Eier, Fleisch, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Sanftes Köcheln

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der dickflüssige Teig lässt sich durch das grobe Sieb drücken und ergibt dadurch die charakteristisch unregelmäßige Form.
  • Die klare Fleischbrühe gart die frischen Teigfäden direkt und verleiht ihnen einen herzhaften Geschmack.
  • Parmesan im Teig sorgt für Würze, während zusätzlicher Parmesan beim Servieren eine kräftige, cremige Note ergänzt.

Für Pasta butada wird ein weicher Eier-Mehl-Teig nicht ausgerollt, sondern direkt durch ein grobes Sieb in die heiße Brühe gedrückt. Dadurch entstehen unregelmäßige kurze Teigfäden und kleine Stückchen, die an kleine Girini erinnern. Die Pasta wird mit Petersilie und Parmesan in der Brühe serviert.

Die Pasta butada schmeckt herzhaft und klar nach Brühe und Parmesan. Die kurzen Teigfäden sind weich und zart, die Petersilie bringt eine frische Kräuternote und die unregelmäßigen Stückchen geben der Suppe eine handgemachte Struktur.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Brühe erhitzen

    Die klare Fleischbrühe in einem großen Topf erhitzen und knapp unter dem Siedepunkt halten. Sie soll heiß sein, aber nicht stark sprudelnd kochen.

    Daran erkennst du es: Die Brühe ist heiß und bewegt sich nur leicht, ohne stark zu sprudeln.

    • Die Brühe während der Teigzubereitung auf niedriger Hitze warm halten.
  2. Teig anrühren

    Eier, Milch und Salz in einer Schüssel verquirlen. Mehl und 40 g Parmesan nach und nach einarbeiten, bis ein glatter, dickflüssiger Teig ohne Klümpchen entsteht.

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, dickflüssig und frei von sichtbaren Mehlklümpchen.

    • Das Mehl portionsweise einarbeiten, damit der Teig glatt bleibt.
  3. Teig ruhen lassen

    Den Teig 10 Minuten ruhen lassen, anschließend noch einmal kräftig durchrühren und weitere 15 Minuten ruhen lassen. Insgesamt ruht der Teig 25 Minuten. Danach soll er so weich sein, dass er durch die Öffnungen eines groben Siebs gedrückt werden kann.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist weich, glatt und dickflüssig genug für das grobe Sieb.

    • Die beiden Ruhephasen verbessern die Konsistenz und erleichtern das Durchdrücken.
  4. Teig durch das Sieb drücken

    Ein grobes Metallsieb oder einen grob gelochten Durchschlag über den Topf halten. Den Teig portionsweise hineingeben und mit einem Teigschaber direkt in die heiße Brühe drücken. Dabei entstehen unregelmäßige kurze Fäden und kleine Teigstückchen.

    Daran erkennst du es: Die Teigportionen fallen als kurze unregelmäßige Fäden und kleine Stückchen in die Brühe.

    • Den Teig nicht auf einmal in einer dicken Schicht auf das Sieb geben.
    • Das Sieb knapp über dem Topf halten, damit die Teigfäden direkt in die Brühe fallen.

    Wichtig: Vorsichtig arbeiten, da die heiße Brühe spritzen kann.

  5. Pasta garen

    Die Pasta butada vorsichtig umrühren und 4–5 Minuten garen. Die Brühe nur sanft köcheln lassen. Sobald die Teigfäden an die Oberfläche steigen und nicht mehr mehlig wirken, ist die Pasta fertig.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Teigfäden steigen an die Oberfläche und wirken nicht mehr mehlig.

    • Nur vorsichtig umrühren, damit die zarten Teigfäden nicht zerfallen.

    Wichtig: Die Teigfäden vollständig durchgaren und erst servieren, wenn sie nicht mehr mehlig wirken.

  6. Anrichten und servieren

    Die heiße Pasta butada mit der Brühe auf tiefe Teller verteilen. Mit der gehackten Petersilie bestreuen und mit den restlichen 20 g Parmesan servieren.

    Daran erkennst du es: Die Suppe wird heiß und unmittelbar nach dem Garen serviert.

    • Tiefe Teller halten Brühe und Teigfäden angenehm heiß.

    Wichtig: Beim Verteilen der heißen Brühe vorsichtig arbeiten.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Brühe nicht sprudelnd kochen: Die Brühe soll knapp unter dem Siedepunkt bleiben. Starkes Kochen kann die zarten Teigfäden unnötig bewegen und ihre Form beeinträchtigen.
  • Die richtige Teigkonsistenz: Der Teig muss dickflüssig, aber weich genug sein, um durch ein grobes Sieb gedrückt zu werden. Ist er zu fest, entstehen keine kurzen Teigfäden.
  • Direkt servieren: Pasta butada schmeckt am besten heiß und unmittelbar nach dem Garen, solange die Teigfäden ihre zarte Struktur behalten.

Zutatenwissen

Geeignetes Weizenmehl

Weizenmehl Type 405 oder Tipo 00 eignet sich für den weichen, glatten Teig.

Parmesan getrennt verwenden

40 g Parmesan kommen in den Teig. Die restlichen 20 g werden erst beim Servieren über die heiße Pasta gestreut.

Klare Brühe verwenden

Eine klare Fleischbrühe bildet die herzhafte Grundlage und sollte während der Zubereitung nur sanft erhitzt werden.

Sinnvolle Alternativen

klare Gemüsebrühe

Die Suppe wird leichter und pflanzlich-herzhafter, während die Teigfäden und die Zubereitungsweise unverändert bleiben.

Die klare Fleischbrühe vollständig durch 1,2 l klare Gemüsebrühe ersetzen und diese ebenso knapp unter dem Siedepunkt halten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Teig lässt sich kaum durch das Sieb drücken.

Das Mehl nach und nach einarbeiten und die beiden Ruhephasen einhalten. Vor dem Durchdrücken prüfen, ob der Teig dickflüssig und weich ist.

Den Teig gründlich durchrühren. Falls er weiterhin nicht durch die Öffnungen geht, sehr vorsichtig wenig Milch einarbeiten und die Konsistenz erneut prüfen.

Die Teigfäden zerfallen oder werden unregelmäßig zerdrückt.

Die Brühe knapp unter dem Siedepunkt halten und die Pasta nur vorsichtig umrühren.

Die Hitze sofort reduzieren und die Pasta ohne weiteres kräftiges Rühren sanft fertig garen.

Der Teig bildet keine kurzen Fäden, sondern bleibt im Sieb hängen.

Ein grobes Metallsieb oder einen grob gelochten Durchschlag verwenden.

Den Teig aus dem zu feinen Sieb nehmen und portionsweise durch ein gröberes Sieb drücken.

Varianten

Pasta butada mit Gemüsebrühe

Eine klare Gemüsebrühe ersetzt die Fleischbrühe und gibt der Suppe eine mildere, pflanzliche Grundlage.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch mit Petersilie und Parmesan: Die heiße Pasta butada in tiefen Tellern servieren, mit glatter Petersilie bestreuen und den restlichen Parmesan direkt darübergeben.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten: enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl.
  • Ei: enthält · Der Teig wird mit Hühnereiern zubereitet.
  • Milch: enthält · Das Rezept enthält Vollmilch und Parmesan.

Lebensmittelsicherheit

  • Durchgaren des Eier-Mehl-Teigs: Die Teigfäden vollständig garen und erst servieren, wenn sie an die Oberfläche gestiegen sind und nicht mehr mehlig wirken.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Welches Sieb eignet sich für Pasta butada?

Am besten eignet sich ein grobes Metallsieb oder ein grob gelochter Durchschlag. Durch die größeren Öffnungen kann der dickflüssige Teig als kurze, unregelmäßige Fäden in die Brühe gedrückt werden.

Darf die Brühe stark kochen?

Nein. Die Brühe soll heiß sein und knapp unter dem Siedepunkt bleiben. Starkes Sprudeln kann die zarten Teigfäden beschädigen.

Kann Pasta butada auch mit Gemüsebrühe zubereitet werden?

Ja. Die klare Fleischbrühe kann im gleichen Volumen durch klare Gemüsebrühe ersetzt werden. Die Teigzubereitung und die Garzeit bleiben unverändert.

Woran erkennt man, dass die Pasta fertig ist?

Die Teigfäden steigen an die Oberfläche und wirken nicht mehr mehlig. Dann wird die Pasta vorsichtig umgerührt und direkt serviert.

Aus unserer Küche

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