Rinderschulter oder Rinderbug
Beide angegebenen Rindfleischstücke eignen sich für das lange, sanfte Schmoren und werden anschließend in Scheiben geschnitten.
Kampanisches Ragù
Kräftiges kampanisches Ragù mit großen Stücken von Rind und Schweinerippchen, langsam geschmorten Zwiebeln, geschälten Tomaten und trockenem Rotwein. Die sämige Sauce wird zu kräftiger Pasta serviert, während das geschmorte Fleisch separat auf den Tisch kommen kann.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieses Ragù alla napoletana aus Kampanien verbindet grobe Fleischstücke, viele weich geschmorte Zwiebeln und Tomaten zu einer tief aromatischen Sauce. Anders als ein Ragù aus Hackfleisch bleibt das Fleisch hier in großen Stücken und gart sehr langsam, bis es zart ist und die Sauce sämig wird. Serviert wird sie klassisch zu Ziti, Paccheri oder Rigatoni; das Fleisch kann anschließend als eigener Gang gereicht werden.
Eine dichte, glänzende Tomatensauce mit süßlich geschmorten Zwiebelnoten, herzhaften Röstaromen und einer warmen Rotweintiefe. Das Rind wird sehr zart, die Schweinerippchen geben zusätzlich Fülle und Würze.
Schritt für Schritt
Das Fleisch mit Küchenpapier trocken tupfen. Das Olivenöl in einem schweren großen Topf erhitzen und Rind sowie Schweinerippchen portionsweise rundum kräftig anbraten. Das dauert insgesamt etwa 8 bis 10 Minuten. Das Fleisch herausnehmen.
Daran erkennst du es: Die Fleischoberflächen sind rundum kräftig gebräunt.
Die Zwiebeln in denselben Topf geben, die Hitze auf niedrig bis mittel stellen und die Zwiebeln 20 bis 25 Minuten langsam weich schmoren. Sie sollen goldgelb und sehr weich werden, aber nicht dunkel verbrennen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind goldgelb, sehr weich und nicht verbrannt.
Das Fleisch wieder in den Topf legen. Den Rotwein angießen, den Bratensatz mit einem Holzlöffel lösen und den Wein 8 bis 10 Minuten einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Der Bratensatz ist gelöst und der Rotwein deutlich reduziert.
Die zerdrückten Tomaten, 15 g Salz und den Pfeffer einrühren. Alles einmal aufkochen lassen. Falls die Sauce sehr dick wirkt, zunächst 100 ml heißes Wasser ergänzen.
Daran erkennst du es: Die Tomaten sind vollständig eingearbeitet und die Sauce beginnt einmal aufzukochen.
Die Hitze auf die niedrigste Stufe reduzieren. Das Ragù mit leicht geöffnetem Deckel 4 Stunden 30 Minuten bis 5 Stunden ganz sanft köcheln lassen. Es soll nur leise blubbern. Etwa alle 30 Minuten vorsichtig umrühren und bei Bedarf etwas von dem restlichen heißen Wasser ergänzen.
Daran erkennst du es: Das Rindfleisch ist sehr zart und die Sauce deutlich verdickt, während sie nur leise blubbert.
Wenn das Rindfleisch sehr zart ist und sich die Sauce deutlich verdickt hat, das Fleisch herausheben. Das Rind in Scheiben schneiden und die Rippchen für die separate Servierportion beiseitestellen. Die Sauce abschmecken.
Daran erkennst du es: Das Rind lässt sich zart schneiden und die Sauce ist sämig eingekocht.
Das Ragù 20 Minuten ruhen lassen. Zum Servieren die gekochte Pasta mit der Sauce vermengen oder sie portionsweise darübergeben. Das geschmorte Fleisch kann anschließend als eigener Gang serviert werden.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht abgekühlt, sämig und bereit zum Vermengen mit der Pasta.
Gut zu wissen
Beide angegebenen Rindfleischstücke eignen sich für das lange, sanfte Schmoren und werden anschließend in Scheiben geschnitten.
Die geschälten Dosentomaten vor dem Einrühren zerdrücken, damit sich eine zusammenhängende Sauce bildet.
Das heiße Wasser dient ausschließlich dazu, die Sauce während des langen Köchelns bei Bedarf geschmeidig zu halten.
Rind und Schweinerippchen portionsweise rundum kräftig anbraten.
Das Fleisch herausnehmen, die Flüssigkeit einkochen lassen und die Stücke anschließend weiter anbraten.
Bei niedriger bis mittlerer Hitze langsam schmoren und regelmäßig umrühren.
Verbrannte Zwiebeln nicht unterheben; bei starkem bitterem Geschmack die Zwiebelphase neu beginnen.
Auf die niedrigste Stufe reduzieren und nur leises Blubbern zulassen.
Etwas heißes Wasser ergänzen, den Topfboden vorsichtig lösen und bei niedrigerer Hitze weitergaren.
Wasser nur nach Bedarf verwenden und den Deckel leicht geöffnet lassen.
Die Sauce ohne zusätzliches Wasser bei niedriger Hitze weiter einkochen lassen.
Häufig gefragt
Geeignet sind kräftige Pastaformen wie Ziti, Paccheri oder Rigatoni, die die sämige Sauce gut aufnehmen.
Das Rind wird in Scheiben geschnitten, die Schweinerippchen werden beiseitegestellt; beides kann anschließend separat als eigener Gang serviert werden.
Zunächst können 100 ml ergänzt werden, falls die Sauce sehr dick wirkt. Während des langen Köchelns bei Bedarf weitere kleine Mengen verwenden.
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