Sämige Kichererbsen-Pasta von den Eolischen Inseln

Sizilien · Eolische Festtagsküche

Eine sämige sizilianische Pasta mit Kichererbsen, Tomaten, Rosmarin und Lorbeer, bei der die kurze Pasta direkt im aromatischen Kichererbsen-Tomatensud gart.

Zum Rezept
Sämige Kichererbsen-Pasta von den Eolischen Inseln
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 35 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 2 Minuten
Gesamtzeit ca. 55 Minuten
Menge 4 Personen
Gerichtsform und Gerichtsart Nudelgerichte
Prägende Zutatenfamilie Gemüse, Hülsenfrüchte, Kräuter und Gewürze
Prägende Zubereitungsverfahren Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan
Anlasskontext Feierlicher Anlass, Ritueller oder religiöser Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Ein Teil der Kichererbsen wird mit Sud püriert und bindet das Gericht ohne zusätzliche Sahne.
  • Die Pasta gart direkt im aromatischen Kichererbsen-Tomatensud und nimmt dadurch Geschmack und Flüssigkeit auf.
  • Rosmarin, Lorbeer, Knoblauch und Olivenöl geben der einfachen Zutatenliste Tiefe und einen runden Abschluss.

Pasta e ceci di San Giuseppe ist auf Salina mit der Tavuliata am 19. März verbunden, der gemeinschaftlichen Tafel zum Fest des heiligen Josef. Die Eolien-Variante bleibt schlicht und verbindet Kichererbsen, Gemüse, Kräuter und kurze getrocknete Pasta zu einem heißen, löffelbaren Gericht.

Heiß, weich und sämig mit leichtem Biss der Pasta, cremiger Kichererbsenbindung, fruchtiger Tomatennote und würzigem Rosmarin-Lorbeer-Aroma.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Zutaten vorbereiten

    Die Kichererbsen in ein Sieb geben, kalt abspülen und abtropfen lassen. 150 g davon für später beiseitestellen. Zwiebel, Karotte und Sellerie sehr fein würfeln. Die Knoblauchzehe schälen und leicht andrücken.

    • Die Gemüsewürfel möglichst gleichmäßig und fein schneiden, damit sie später weich dünsten.
  2. Gemüse dünsten

    30 ml Olivenöl in einem breiten Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Zwiebel, Karotte und Sellerie 5 Minuten weich dünsten. Den Knoblauch hinzufügen und 1 Minute mitdünsten, ohne ihn dunkel werden zu lassen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich und der Knoblauch bleibt hell und aromatisch.

    • Den Knoblauch erst nach dem übrigen Gemüse zugeben, damit er nicht verbrennt.
  3. Tomatensud aromatisieren

    Die zerdrückten Tomaten, Rosmarin und Lorbeerblatt einrühren. Alles 8 Minuten leise köcheln lassen, bis das Gemüse aromatisch ist und die Tomaten leicht eingedickt sind.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Tomaten sind leicht eingedickt und das Gemüse ist aromatisch.

    • Rosmarin und Lorbeer zunächst im Sud lassen und erst nach dem Pürieren entfernen.
  4. Kichererbsen im Sud garen

    Die übrigen 350 g Kichererbsen, 650 ml heiße Gemüsebrühe und das Salz in den Topf geben. Aufkochen und bei kleiner bis mittlerer Hitze 15 Minuten köcheln lassen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Sud ist aromatisch und die Kichererbsen sind vollständig heiß.

    • Der Sud soll leicht in Bewegung bleiben, aber nicht stark sprudeln.
  5. Sud binden

    Die beiseitegestellten Kichererbsen mit den restlichen 150 ml Gemüsebrühe und zwei Kellen Sud fein pürieren. Die Creme in den Topf rühren. Rosmarinzweig und Lorbeerblatt entfernen und den Sud erneut zum sanften Kochen bringen.

    Daran erkennst du es: Die Kichererbsencreme ist glatt und der Sud wirkt sichtbar gebunden.

    • Beim Pürieren vorsichtig arbeiten, da der Sud heiß ist.

    Wichtig: Den Pürierstab nur in einem ausreichend tiefen Gefäß verwenden und Spritzer vermeiden.

  6. Pasta direkt im Sud garen

    Die getrocknete Pasta direkt in den Kichererbsensud geben. Nach Packungsangabe al dente garen, dabei regelmäßig umrühren, damit nichts am Topfboden ansetzt. Die Pasta nimmt Flüssigkeit auf und bindet den Sud; die Konsistenz soll sämig, aber noch löffelbar bleiben.

    Daran erkennst du es: Die Pasta ist al dente und der Sud sämig, aber noch löffelbar.

    • Die Pasta während des Garens regelmäßig umrühren und bei Bedarf die Hitze anpassen.
  7. Fertigstellen und servieren

    Den schwarzen Pfeffer einrühren und das restliche Olivenöl darübergeben. Die Pasta e ceci 2 Minuten neben der Hitze ziehen lassen und anschließend sofort heiß servieren.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Pasta ist sämig und noch löffelbar; das Olivenöl liegt aromatisch auf dem Sud.

    • Während der kurzen Ruhezeit bindet die Pasta weiter; deshalb anschließend sofort servieren.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Konsistenz im Blick behalten: Die Pasta nimmt während des Garens weiter Flüssigkeit auf. Das Gericht sollte sämig, aber noch löffelbar bleiben; bei Bedarf vorsichtig mit heißer Gemüsebrühe verdünnen.
  • Arbeitsablauf: Die Zutaten können während des Aufheizens und der ersten Garphase vorbereitet werden. Nach dem Einlegen der Pasta sollte der Topf regelmäßig umgerührt werden.
  • Rosmarin und Lorbeer entfernen: Rosmarinzweig und Lorbeerblatt vor dem Einlegen der Pasta herausnehmen, damit sie nicht mitserviert werden.

Zutatenwissen

Kichererbsen aufteilen

150 g werden für die pürierte Creme zurückbehalten; die übrigen 350 g garen zunächst im Sud.

Öl in zwei Portionen verwenden

30 ml dienen zum Dünsten des Gemüses, die restlichen 10 ml kommen erst am Ende über die fertige Pasta.

Brühe aufteilen

650 ml kommen in den Kichererbsensud, 150 ml werden zum Pürieren der beiseitegestellten Kichererbsen verwendet.

Sinnvolle Alternativen

Eine andere kurze getrocknete Pasta

Die Garzeit und die benötigte Flüssigkeitsmenge können leicht abweichen.

Eine kurze Pasta mit ähnlicher Garzeit verwenden und nach Packungsangabe im Sud garen.

Wasser

Der Sud wird weniger würzig und benötigt möglicherweise etwas mehr Salz.

Wasser anstelle der Gemüsebrühe verwenden und erst am Ende vorsichtig nachwürzen.

Standmixer

Die Kichererbsencreme kann besonders glatt werden.

Die zurückbehaltenen Kichererbsen mit Brühe und Sud portionsweise im Standmixer pürieren und anschließend in den Topf rühren.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Pasta setzt am Topfboden an.

Die Pasta regelmäßig umrühren und die Hitze so einstellen, dass der Sud sanft köchelt.

Falls nötig etwas heiße Gemüsebrühe einrühren und die Pasta vorsichtig vom Boden lösen.

Die Pasta e ceci wird zu fest oder breiig.

Die Konsistenz bereits während des Garens prüfen und nach dem Ziehenlassen sofort servieren.

Mit etwas heißer Gemüsebrühe verdünnen und vorsichtig unterheben.

Der Knoblauch schmeckt bitter.

Den Knoblauch erst nach dem Gemüse hinzufügen und nur kurz mitdünsten, ohne ihn dunkel werden zu lassen.

Bei stark bitterem Geschmack den Ansatz nicht weiterverwenden und neu beginnen.

Der Sud ist zu salzig.

Bei gesalzener Brühe das Salz zunächst zurückhaltend dosieren.

Mit etwas heißem Wasser oder ungesalzener Brühe verdünnen und die sämige Konsistenz anschließend erneut prüfen.

Varianten

Besonders cremige Variante

Ein größerer Teil der Kichererbsen wird püriert, sodass der Sud dichter und cremiger wird.

Etwas suppigere Variante

Das Gericht wird mit mehr heißer Flüssigkeit serviert und bleibt deutlich löffelbarer.

Kräftigeres Kräuteraroma

Das Rosmarinaroma wird stärker betont, ohne die Grundmethode zu verändern.

Servieren und kombinieren

  • Direkt aus dem Topf servieren: Die Pasta e ceci in vorgewärmte Schalen geben und sofort heiß servieren, solange der Sud noch löffelbar ist.
  • Mit Brot begleiten: Knuspriges Brot passt dazu, um den sämigen Kichererbsen-Tomatensud aufzunehmen.
  • Für eine gemeinschaftliche Tafel: Das Gericht eignet sich als warmes, unkompliziertes Gericht für eine größere gemeinsame Tafel und sollte in Schalen direkt nach dem Ziehenlassen serviert werden.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Den Kichererbsen-Tomatensud ohne Pasta bis zu 12 Stunden im Voraus zubereiten und gekühlt aufbewahren. Die Pasta erst beim Aufwärmen direkt im Sud garen, damit sie nicht aufweicht.

Aufbewahren

Reste zügig abkühlen lassen, abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2 Tagen verbrauchen. Die Pasta dickt im Kühlschrank weiter ein.

Nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen.

Einfrieren

Das Einfrieren der fertigen Pasta wird wegen möglichem Qualitätsverlust der Pastastruktur nicht empfohlen.

Aufwärmen

  • Topf: Die Reste mit einem kleinen Schuss Wasser oder Gemüsebrühe in einen Topf geben und bei niedriger bis mittlerer Hitze unter häufigem Rühren erwärmen.
  • Mikrowelle: In einem geeigneten Gefäß portionsweise erwärmen, zwischendurch umrühren und bei Bedarf etwas Wasser oder Brühe ergänzen.

Allergene und Nährwerte

  • Sellerie: enthält · Staudensellerie ist ausdrücklich als Zutat enthalten.
  • Gluten beziehungsweise Weizen: uncertain · Die verwendete Pasta ist nicht näher hinsichtlich Getreideart oder Rezeptur spezifiziert; die Produktkennzeichnung prüfen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Welche Pasta eignet sich für dieses Rezept?

Am besten passt eine kurze getrocknete Pasta wie Ditalini oder eine vergleichbare kurze Nudelform, die direkt im Sud garen kann.

Warum wird die Pasta direkt im Kichererbsensud gegart?

Sie nimmt dabei das Aroma von Tomaten, Kichererbsen und Kräutern auf und gibt Stärke an den Sud ab, wodurch das Gericht sämig wird.

Wie wird die Pasta e ceci besonders cremig?

Einen Teil der Kichererbsen mit Brühe und Sud fein pürieren und die Creme vor dem Einlegen der Pasta zurück in den Topf rühren.

Wann sollte das Gericht serviert werden?

Am besten sofort nach der zweiminütigen Ruhezeit, weil die Pasta im heißen Sud weiter Flüssigkeit aufnimmt und das Gericht sonst schnell eindickt.

Aus unserer Küche

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