Grana oder Parmigiano
Beide fein geriebenen Hartkäse passen zur herzhaften Eimasse. Die Käsemenge bleibt gleich.
Herzhafter Ei-Flan aus dem Piemont
Herzhafter piemontesischer Ei-Flan aus Eiern, Milch, Sahne, Zwiebel, Kräutern und Grana, der im Wasserbad weich und cremig stockt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Tartrà ist ein zarter, herzhafter Ei-Flan aus dem Piemont. Die aromatische Zwiebel-Kräuter-Milch wird mit Eiern, Eigelb und Käse verbunden und anschließend im Wasserbad gegart. So entsteht eine fein gestockte, cremige Speise, die warm aus Förmchen gestürzt oder direkt darin serviert werden kann.
Der Tartrà ist weich und zart gestockt, mit einer sanft wackelnden Mitte. Er schmeckt cremig und mild-würzig, mit süßlicher Zwiebel, kräuteriger Salbeinote, etwas Rosmarin und einer herzhaften Käsenote.
Schritt für Schritt
Die Zwiebel schälen und sehr fein würfeln. Den Salbei fein schneiden. Die Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Zwiebel, Salbei, Rosmarinzweig und Lorbeerblatt zugeben und 8–10 Minuten weich dünsten. Die Zwiebel soll glasig bleiben und nicht dunkel werden.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich und glasig, aber nicht gebräunt.
Milch und Sahne in den Topf gießen und langsam erhitzen, bis die Flüssigkeit dampft, aber nicht kocht. 5 Minuten bei niedriger Hitze ziehen lassen. Den Topf vom Herd nehmen, Rosmarin und Lorbeerblatt entfernen und die Mischung lauwarm abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit dampft, bleibt aber unter dem Siedepunkt.
Eier und Eigelb in einer Schüssel mit dem geriebenen Käse, der Muskatnuss, dem abgemessenen Salz und etwas Pfeffer verquirlen. Die lauwarme Milch-Sahne-Mischung nach und nach unterrühren. Nicht schaumig schlagen: Die Masse soll glatt und möglichst luftarm bleiben.
Daran erkennst du es: Die Masse ist glatt und gleichmäßig verbunden, ohne großen Schaum.
Sechs Förmchen dünn mit Butter ausstreichen und in die tiefe Auflaufform stellen. Die Eiermasse gleichmäßig auf die Förmchen verteilen. Heißes Wasser in die Auflaufform gießen, bis die Förmchen etwa zur Hälfte im Wasser stehen.
Wichtig: Die Auflaufform mit heißem Wasser vorsichtig bewegen, da sie schwer und rutschig sein kann.
Die Auflaufform vorsichtig in den auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Ofen schieben. Die Tartrà 35–40 Minuten im Wasserbad garen. Die Oberfläche soll gestockt sein, während die Mitte beim leichten Rütteln noch sanft wackeln darf.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gestockt, die Mitte wackelt beim leichten Rütteln noch sanft.
Wichtig: Beim Herausnehmen besteht Verbrennungsgefahr durch die heiße Auflaufform und das Wasserbad.
Die Förmchen aus dem Wasserbad nehmen und 10 Minuten ruhen lassen. Den Rand vorsichtig mit einem dünnen Messer lösen. Die Tartrà auf kleine Teller stürzen oder direkt aus den Förmchen warm servieren.
Daran erkennst du es: Die Tartrà ist warm, gesetzt und lässt sich vorsichtig vom Rand lösen.
Wichtig: Die Förmchen können auch nach dem Wasserbad noch heiß sein; mit einem Tuch oder Topflappen anfassen.
Gut zu wissen
Beide fein geriebenen Hartkäse passen zur herzhaften Eimasse. Die Käsemenge bleibt gleich.
Rosmarin und Lorbeer werden vor dem Vermengen entfernt, während der fein geschnittene Salbei in der Zubereitung bleibt.
Der Geschmack kann etwas kräftiger und salziger wirken.
Parmigiano Reggiano fein reiben und in gleicher Menge verwenden. Das Salz bei Bedarf vorsichtig abschmecken.
Bei mittlerer Hitze dünsten und nur weich sowie glasig werden lassen.
Bei leichter Bräunung die Zwiebel weiterverwenden; bei bitterem Aroma besser neu ansetzen.
Die Mischung nach dem Erhitzen lauwarm abkühlen lassen und langsam unterrühren.
Bei kleinen Flocken die Masse durch ein feines Sieb geben; bei deutlicher Gerinnung neu beginnen.
Bei 160 °C im Wasserbad garen und die Mitte noch sanft wackeln lassen.
Den Flan warm mit etwas zusätzlicher Sahne oder einer milden Sauce servieren; die ursprüngliche Cremigkeit lässt sich jedoch nicht vollständig zurückholen.
Zehn Minuten ruhen lassen und den Rand vorsichtig mit einem dünnen Messer lösen.
Direkt aus dem Förmchen servieren.
Die Kräuternoten treten stärker hervor, ohne die Grundstruktur des Tartrà zu verändern.
Der Tartrà wird nicht gestürzt, sondern nach der Ruhezeit direkt aus den Förmchen serviert.
Häufig gefragt
Das Wasserbad verteilt die Hitze sanft und verhindert, dass die Eimasse zu schnell fest oder trocken wird.
Ja. Die Oberfläche sollte gestockt sein, während die Mitte beim leichten Rütteln noch sanft wackeln darf. Beim Ruhen stabilisiert sie sich weiter.
Ja. Das ist ausdrücklich vorgesehen und besonders schonend für die zarte Struktur.
Ja. Beide werden fein gerieben und in gleicher Menge verwendet; Parmigiano Reggiano kann etwas kräftiger und salziger schmecken.
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