Geeignete Fleischstücke
Schulter und Hals von älteren Tieren passen besonders gut zu der langen, zweistufigen Garung. Das Fleisch in 4–5 cm große Stücke schneiden, damit es nicht zu früh zerfällt.
Schmorgericht aus den Abruzzen
Kräftiger Schafsfleisch-Eintopf aus den Abruzzen mit Kartoffeln, Tomaten, Wein und Kräutern. Das Fleisch wird zweistufig gegart und anschließend mit Gemüse und Brühe weich geschmort.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pecora alla callara ist ein rustikaler Schmor- und Suppentopf aus den Abruzzen. Diese Küchenfassung verbindet Schaffleisch aus Schulter und Hals mit Kartoffeln, Tomaten, Weißwein und einem Kräutersud. Durch das erste Garen und anschließende Schmoren entsteht ein besonders aromatischer Topf mit reichlich Brühe für sechs Personen.
Das Fleisch wird weich und saftig, die Kartoffeln bleiben als große Stücke erkennbar. Die Brühe schmeckt kräftig und kräuterwürzig mit zurückhaltender Tomatennote; das Gemüse liefert milde Süße, während Chili und Pfeffer eine dezente Wärme beitragen.
Schritt für Schritt
Das Schaffleisch von groben Sehnen befreien und trocken tupfen. Zwiebeln, Knoblauch, Möhren und Sellerie vorbereiten. Die Kartoffeln schälen, in große Stücke schneiden und bis zur Verwendung in kaltem Wasser aufbewahren.
Das Fleisch in den großen hohen Topf geben. 1,5 l kaltes Wasser und 300 ml Weißwein angießen. Langsam zum Kochen bringen und den aufsteigenden Schaum mit einer Kelle abnehmen. Die Hitze reduzieren und das Fleisch 75 Minuten leise köcheln lassen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist vorgegart und von Schaum befreit.
Das Fleisch herausheben und die erste Kochflüssigkeit weggeben. Den Topf gründlich ausspülen. Dieser Schritt mildert den kräftigen Geschmack des Schaffleischs und gehört zu dieser langen, zweistufigen Zubereitungsweise.
Das Olivenöl im sauberen Topf erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch, Möhren und Sellerie bei mittlerer Hitze 8–10 Minuten weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich, aber kaum gebräunt.
Das vorgekochte Fleisch zurück in den Topf geben. Die übrigen 300 ml Weißwein angießen und 3 Minuten offen einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Der Wein ist etwas eingekocht und verbindet sich mit dem Gemüseansatz.
1 l heißes Wasser, Lorbeer, Rosmarin, Salbei, Thymian, Pfefferkörner, Chiliflocken und 12 g Salz hinzufügen. Alles aufkochen, dann zugedeckt bei sehr niedriger Hitze 60 Minuten garen.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit bewegt sich nur sanft und das Fleisch gart gleichmäßig.
Die zerkleinerten Tomaten einrühren und das Fleisch weitere 60 Minuten sanft schmoren lassen. Es soll von Flüssigkeit umgeben sein, aber nicht stark sprudelnd kochen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch gart weich in der Brühe, ohne stark zu sprudeln.
Die Kartoffelstücke hinzufügen und weitere 30 Minuten garen, bis Kartoffeln und Fleisch weich sind. Falls nötig, etwas heißes Wasser aus der zweiten Wasserportion nachgießen. Mit den übrigen 6 g Salz abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich leicht einstechen und das Fleisch ist weich.
Lorbeer und Kräuterzweige entfernen. Den Topf vom Herd nehmen und 10 Minuten ruhen lassen. Pecora alla callara heiß und mit reichlich Brühe servieren.
Daran erkennst du es: Die Brühe hat sich beruhigt und das Gericht ist heiß servierbereit.
Gut zu wissen
Schulter und Hals von älteren Tieren passen besonders gut zu der langen, zweistufigen Garung. Das Fleisch in 4–5 cm große Stücke schneiden, damit es nicht zu früh zerfällt.
Lorbeerblätter und ganze Kräuterzweige werden nur zum Aromatisieren mitgegart und vor dem Servieren aus dem Topf genommen.
Das Gericht schmeckt milder und das Fleisch kann früher weich werden.
Lammschulter in derselben Stückgröße verwenden und ab dem Ende der zweiten Kochstunde auf die Garung prüfen.
Nach jedem Aufkochen die Hitze deutlich reduzieren und besonders den zweiten Garabschnitt nur sanft schmoren lassen.
Hitze sofort reduzieren und mit etwas heißem Wasser auffüllen, falls die Flüssigkeit stark eingekocht ist.
Das Gemüse bei mittlerer Hitze weich dünsten und regelmäßig umrühren.
Falls nur leicht gebräunt, mit dem Wein ablöschen und ohne weiteres Anbräunen fortfahren.
Das Fleisch nach dem ersten Garabschnitt herausheben, die Flüssigkeit weggeben und den Topf ausspülen.
Die Kartoffeln erst für die letzten 30 Minuten hinzufügen.
Zerfallene Kartoffeln in der Brühe belassen und die übrigen Stücke vorsichtig weitergaren.
Eine kräftigere, fruchtigere Auslegung mit stärker hervortretender Tomatennote.
Eine klarere, stärker suppige Auslegung mit zurückhaltender Tomatennote.
Das Gericht kann bis zu 24 Stunden im Voraus vollständig gegart werden. Nach dem Abkühlen abgedeckt kalt stellen und vor dem Servieren langsam und gründlich erhitzen.
Reste nach dem Abkühlen abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb von 3 Tagen verbrauchen.
Nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Das vollständig abgekühlte Gericht portionsweise mit Brühe in geeignete Gefrierbehälter füllen und gut verschließen.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend langsam im Topf erhitzen.
Die Kartoffeln können nach dem Einfrieren und Auftauen etwas weicher werden.
Häufig gefragt
Am besten eignen sich Stücke aus Schulter und Hals, möglichst von älteren Tieren. Als mildere Alternative kann Lammschulter verwendet werden.
Das erste Garen und Abgießen mildert den kräftigen Geschmack des Schaffleischs und ist Teil der zweistufigen Zubereitungsweise.
Die Kartoffeln werden erst für die letzten 30 Minuten hinzugefügt, damit sie weich werden, aber als große Stücke erhalten bleiben.
Die vorhandene Fassung arbeitet mit einer zurückhaltenden Tomatennote und reichlich Brühe. Für eine tomatenbetontere Variante kann die Tomate stärker in den Mittelpunkt gestellt werden.
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