Sardellen als Würzbasis
Die Sardellen werden im warmen Olivenöl aufgelöst. Dadurch verteilen sie sich gleichmäßig im Sugo und geben ihm herzhafte Tiefe.
Pasta aus Apulien
Würzige apulische Spaghetti mit Tomaten, Sardellen, Oliven, Kapern und Basilikum.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Spaghetti alla San Giuannin gehören zur einfachen apulischen Pastaküche. Je nach Ort und Dialekt ist das Gericht auch als Spaghetti alla San Giuannidd oder San Giuannide bekannt. Reife Tomaten, Sardellen, Oliven und Kapern ergeben einen würzigen Sugo, der die getrockneten Spaghetti saftig umhüllt. Die schnelle Zubereitung wird in Apulien besonders mit dem Johannistag am 24. Juni verbunden, passt aber ebenso gut auf einen unkomplizierten Alltagstisch.
Saftige, glänzend umhüllte Spaghetti mit weichen Tomaten, salzigen Oliven und Kapern, würziger Sardellennote, frischem Basilikum und optional dezenter Schärfe.
Schritt für Schritt
Kirschtomaten waschen und halbieren. Kapern abspülen, Oliven abtropfen lassen und das Basilikum grob zupfen. Knoblauch schälen und leicht andrücken.
Daran erkennst du es: Die Tomaten sind sauber halbiert, die Kapern abgespült und die Kräuter vorbereitet.
Das Olivenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer bis niedriger Hitze erwärmen. Knoblauch und, falls verwendet, die zerbröselte Chilischote 2 Minuten darin aromatisieren. Sardellenfilets dazugeben und unter Rühren auflösen lassen.
Daran erkennst du es: Der Knoblauch duftet, ohne dunkel zu werden, und die Sardellen sind weitgehend im Öl aufgelöst.
Tomaten und das feine Salz für den Sugo in die Pfanne geben. 10 bis 12 Minuten offen köcheln lassen, bis die Tomaten weich sind und Saft abgeben. Einige Tomaten mit dem Pfannenwender leicht zerdrücken. Kapern und Oliven in den letzten 2 Minuten unterheben.
Daran erkennst du es: Die Tomaten sind weich, haben Saft abgegeben und der Sugo ist leicht eingedickt.
Während der Sugo kocht, 3 l Wasser in einem großen Topf aufkochen, mit 25 g Salz würzen und die Spaghetti nach Packungsangabe garen, jedoch 1 bis 2 Minuten vor der angegebenen Zeit abgießen. Etwa 150 ml Kochwasser auffangen.
Daran erkennst du es: Die Spaghetti sind außen gegart, im Kern aber noch bissfest.
Wichtig: Vorsicht beim Abgießen von kochendem Wasser und beim Umgang mit dem heißen Topf.
Die Spaghetti direkt in die Pfanne geben und mit etwa 100 ml Kochwasser 2 Minuten kräftig schwenken, bis der Sugo die Pasta glänzend umhüllt. Falls sie zu trocken wirkt, nach und nach weiteres Kochwasser ergänzen.
Daran erkennst du es: Die Pasta ist al dente und der Sugo haftet glänzend an den Spaghetti.
Wichtig: Pfannenstiel und heiße Spritzer beachten.
Die Pfanne vom Herd nehmen, Knoblauch und Chilischote entfernen und das Basilikum unterheben. Abschmecken und die Spaghetti sofort servieren.
Daran erkennst du es: Das Basilikum ist frisch eingearbeitet und die Pasta wird unmittelbar heiß serviert.
Gut zu wissen
Die Sardellen werden im warmen Olivenöl aufgelöst. Dadurch verteilen sie sich gleichmäßig im Sugo und geben ihm herzhafte Tiefe.
Das Abspülen reduziert überschüssige Lake oder Salz und lässt die Kapern ausgewogener in den Sugo integrieren.
Das Basilikum wird nach dem Ausschalten der Hitze untergehoben, damit sein frisches Aroma erhalten bleibt.
Der Sugo bleibt würzig, verliert aber die typische herzhafte Sardellennote.
Die Sardellen weglassen und den Sugo am Ende vorsichtig mit etwas Kapernlake oder zusätzlichen Kapern abschmecken.
Der Sugo wird glatter und weniger stückig.
Passierte Tomaten direkt in die Pfanne geben und offen köcheln lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Die Form verändert sich, die Zubereitungsweise bleibt grundsätzlich gleich.
Eine ähnlich große Menge getrockneter Pasta verwenden und die Garzeit nach Packungsangabe anpassen.
Bei mittlerer bis niedriger Hitze aromatisieren und den Knoblauch nur leicht andrücken.
Den Ansatz, falls möglich, mit frischem Öl neu beginnen; verbrannter Knoblauch lässt sich geschmacklich kaum ausgleichen.
Die Pasta 1 bis 2 Minuten vor der angegebenen Zeit abgießen und nur 2 Minuten im Sugo vollenden.
Sofort servieren und kein weiteres Kochwasser hinzufügen.
Das Salz im Sugo sparsam dosieren und erst am Ende abschmecken.
Mit etwas ungesalzener Pasta und bei Bedarf einem kleinen Schuss Kochwasser ausgleichen.
Kochwasser nach und nach ergänzen und die Pasta in der Pfanne kräftig bewegen.
Die Pasta bei mittlerer Hitze kurz weiter schwenken, damit überschüssige Flüssigkeit bindet und verdampft.
Eine deutlich pikante Version mit zusätzlicher getrockneter Chilischote.
Eine Variante ohne Sardellen, bei der die salzig-würzige Tiefe durch Kapernlake und zusätzliche Kapern unterstützt wird.
Tomaten, Kapern, Oliven, Basilikum und Knoblauch können bis zu 12 Stunden vorher vorbereitet und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Den Sugo und die Pasta erst kurz vor dem Servieren zubereiten.
Übrig gebliebene Pasta nach dem Abkühlen abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb von 2 Tagen verbrauchen.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.
Pasta und Sugo verlieren durch das Einfrieren und Auftauen voraussichtlich an Biss und Bindung.
Häufig gefragt
Ja. Verwende eine vergleichbare Menge reifer Tomaten. Je nach Wassergehalt kann der Sugo etwas länger offen einkochen müssen.
Nein, wenn die Sardellen im Olivenöl aufgelöst werden, verteilen sie sich als herzhafte Würzbasis im Sugo. Die fertige Pasta schmeckt vor allem würzig und tomatig.
Nein. Die Chilischote ist optional und kann für eine milde Version vollständig weggelassen werden.
Erst am Ende abschmecken. Sardellen, Kapern und Oliven bringen bereits Salz mit.
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