Was zur Coratella gehört
Für diese Variante besteht die Coratella aus Herz, Leber und Milz vom jungen Lamm. Die drei Innereien werden gemeinsam geschmort und anschließend zu einem groben, streichfähigen Paté verarbeitet.
Lazio · römische Küche
Römisch-laziale Crostini mit kräftigem Paté aus Herz, Leber und Milz vom Abbacchio auf selbst gebackenem Orangen-Rosinen-Brot.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese eigenständige Antipasto-Variante aus dem Latium verbindet geschmorte Coratella d’abbacchio mit knusprig gerösteten Scheiben eines selbst gebackenen Brotes. Orangenschale, Orangensaft und Rosinen geben dem Brot eine fein fruchtige Note, während Marsala, Cognac, Salbei, Rosmarin und Zitrusschalen das Paté aromatisch vertiefen. Dazu passt gut gekühlter Cannellino di Frascati.
Kräftiges, würziges und streichfähiges Paté trifft auf knuspriges Brot mit feiner Orangennote und kleinen süßen Rosinenakzenten. Salbei, Rosmarin, Pfeffer und Chili sorgen für Wärme, während Marsala und Cognac eine aromatische Tiefe beitragen.
Schritt für Schritt
Die Rosinen 10 Minuten in warmem Wasser einweichen und anschließend gut abtropfen lassen. Die Orangenschale fein abreiben und die Orange auspressen.
Daran erkennst du es: Die Rosinen sind weich und gut abgetropft.
Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen. Mehl, Salz, Orangensaft, Orangenschale und Hefewasser in eine Schüssel geben und zu einem weichen Teig verkneten. Die Rosinen einarbeiten und den Teig etwa 8 Minuten weiterkneten, bis er glatt ist. Abgedeckt 60 Minuten an einem warmen Ort ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und nach der Ruhezeit sichtbar aufgegangen.
Den Teig zu einem länglichen Laib formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C Ober-/Unterhitze etwa 20 Minuten backen. Das Brot vollständig auskühlen lassen.
Daran erkennst du es: Das Brot ist gebräunt und vollständig durchgebacken; vor dem Schneiden vollständig auskühlen lassen.
Herz, Leber und Milz in kleine, möglichst gleich große Würfel schneiden. Zwiebel, Möhre, Sellerie und Knoblauch grob hacken.
Daran erkennst du es: Die Stücke sind annähernd gleich groß, damit sie gleichmäßig garen.
Wichtig: Rohes Fleisch und Innereien getrennt von verzehrfertigen Zutaten verarbeiten und Arbeitsflächen danach gründlich reinigen.
Das Olivenöl in einem breiten Topf erhitzen. Zwiebel, Möhre, Sellerie und Knoblauch bei mittlerer Hitze etwa 8 Minuten weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich und aromatisch, aber nur leicht gebräunt.
Die gewürfelte Coratella dazugeben und bei kräftiger Hitze 10 Minuten anbraten. Mit Marsala und Cognac ablöschen und vollständig einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Würfel sind rundum angebraten und die Flüssigkeit ist weitgehend eingekocht.
Wichtig: Alkoholische Flüssigkeit vorsichtig in den heißen Topf geben und vollständig einkochen lassen.
Salbei, Lorbeer, Rosmarin, Orangen- und Zitronenschale, Salz, Pfeffer und Chiliflocken hinzufügen. 200 ml Wasser oder ungesalzene Brühe angießen und alles bei kleiner Hitze zunächst 20 Minuten, anschließend weitere 60 Minuten sanft schmoren. Falls die Masse zu trocken wird, esslöffelweise Wasser oder Brühe ergänzen.
Daran erkennst du es: Die Coratella ist sehr weich und lässt sich leicht zerkleinern; die Flüssigkeit ist aromatisch und nicht vollständig verdampft.
Wichtig: Das Paté vollständig durchgaren und bis zur Verarbeitung heiß halten.
Lorbeerblatt, Rosmarinzweig und grobe Kräuterstiele entfernen. Die geschmorte Coratella durch die feine Scheibe eines Fleischwolfs drehen oder im Mixer zu einem groben, streichfähigen Paté verarbeiten. Falls nötig, mit etwas Kochflüssigkeit geschmeidig rühren und bis zum Servieren warm halten.
Daran erkennst du es: Das Paté ist grob zerkleinert, streichfähig und ohne harte Kräuterbestandteile.
Wichtig: Beim Warmhalten die Paté nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen lassen.
Das ausgekühlte Brot in etwa 12 Scheiben schneiden. Die Scheiben auf dem Grill oder in einer trockenen Grillpfanne auf beiden Seiten jeweils 2 bis 3 Minuten rösten, bis sie knusprig sind.
Daran erkennst du es: Die Scheiben sind auf beiden Seiten knusprig und an den Rändern leicht gebräunt.
Wichtig: Beim Grillen oder Arbeiten mit der heißen Grillpfanne die Brotscheiben aufmerksam beobachten, da sie schnell dunkel werden.
Die warmen Brotscheiben großzügig mit dem Coratella-Paté bestreichen und mit wenig Orangenschale vollenden. Die Crostini sofort mit gut gekühltem Cannellino di Frascati servieren.
Daran erkennst du es: Das Paté ist warm, die Brotscheiben sind knusprig und die Crostini werden unmittelbar serviert.
Gut zu wissen
Für diese Variante besteht die Coratella aus Herz, Leber und Milz vom jungen Lamm. Die drei Innereien werden gemeinsam geschmort und anschließend zu einem groben, streichfähigen Paté verarbeitet.
Orangensaft, Orangenschale und Rosinen geben dem selbst gebackenen Brot eine fein fruchtige Note, die das kräftige Paté ausbalanciert.
Wasser oder ungesalzene Brühe verwenden, damit die separat dosierte Salzmenge des Patés kontrollierbar bleibt.
Der Cannellino di Frascati wird gut gekühlt und unmittelbar zu den warm belegten Crostini gereicht.
Das Paté wird gleichmäßiger und milder, verliert aber die typische Tiefe der gemischten Innereien.
Wenn keine vollständige Coratella erhältlich ist, Herz und Milz durch insgesamt 300 g Lammleber ersetzen und diese wie die gewürfelte Coratella anbraten und schmoren.
Das Paté bleibt etwas schlichter im Geschmack als mit ungesalzener Brühe.
Die ungesalzene Brühe vollständig durch Wasser ersetzen und bei Bedarf esslöffelweise weitere Flüssigkeit ergänzen.
Die Konsistenz während des Schmorens regelmäßig prüfen und bei Bedarf esslöffelweise Wasser oder ungesalzene Brühe ergänzen.
Mit etwas Kochflüssigkeit geschmeidig rühren, bevor die Coratella zerkleinert wird.
Nur die farbige Außenschale fein abreiben und die Schalen sparsam einsetzen.
Die Paté mit etwas zusätzlicher Kochflüssigkeit abrunden und mit dem fruchtigeren Brot servieren.
Das Brot vollständig auskühlen lassen, die Scheiben knusprig rösten und erst unmittelbar vor dem Servieren bestreichen.
Die unbelegten Scheiben kurz nachrösten und anschließend frisch bestreichen.
Bei mittlerer Hitze weich dünsten und starkes Anbräunen vermeiden.
Bei starker Bitterkeit die Gemüsegrundlage nicht weiterverwenden; ein leichtes Anrösten kann durch die nachfolgende Schmorflüssigkeit ausgeglichen werden.
Eine klar gekennzeichnete Alternative mit ausschließlich Lammleber anstelle der gemischten Coratella.
Das Orangenbrot wird ohne Rosinen gebacken, behält aber seine Zitrusnote.
Häufig gefragt
In diesem Rezept besteht die Coratella aus Herz, Leber und Milz vom jungen Lamm. Die Innereien werden gemeinsam geschmort und anschließend zu einem groben Paté verarbeitet.
Als klar gekennzeichnete Alternative kannst du 300 g Lammleber verwenden. Das Ergebnis wird gleichmäßiger und milder, verliert aber etwas von der typischen Tiefe der gemischten Innereien.
Das Rezept ist auf selbst gebackenes Orangen-Rosinen-Brot abgestimmt. Ein anderes kräftiges Brot ist möglich, verändert aber die fruchtige Balance des Patés.
Die Brotscheiben werden knusprig geröstet, warm großzügig mit dem Paté bestrichen, mit wenig Orangenschale vollendet und sofort mit gekühltem Cannellino di Frascati serviert.
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