Geeignete Fleischstücke
Schulter oder Hals eignen sich für die lange, sanfte Schmorzeit und bleiben bei ausreichender Flüssigkeit zart.
Venetisches Schmorgericht
Zart geschmortes Kalbfleisch aus Venetien in einer aromatischen Tomaten-Weißwein-Sauce, serviert mit weicher, cremiger Polenta.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Spezzatino di vitello alla veneta verbindet zarte Kalbfleischwürfel mit einem klassischen Gemüsesoffritto, trockenem Weißwein und passierten Tomaten. Das Gericht schmort langsam, bis das Fleisch weich ist und die Sauce sämig wird. Dazu passt weiche Polenta, die den aromatischen Fond aufnimmt.
Das Kalbfleisch ist weich und saftig, die Sauce würzig, tomatig und leicht vom Weißwein geprägt. Rosmarin und Salbei geben dem Schmorfond eine warme Kräuternote, während die Polenta weich, cremig und mild schmeckt.
Schritt für Schritt
Zwiebel, Karotte, Sellerie und Knoblauch sehr feinMaismehl ist fein gemahlenes Mehl aus Maiskörnern und wird weltweit vielseitig verwendet. würfeln. Das Kalbfleisch mit Küchenpapier trocken tupfen. Rosmarin und Salbei bereitlegen.
Wichtig: Rohes Kalbfleisch getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und danach Hände sowie Arbeitsfläche gründlich reinigen.
Olivenöl und Butter in einem schweren Schmortopf erhitzen. Zwiebel, Karotte und Sellerie bei mittlerer Hitze etwa 8 Minuten weich dünsten. Knoblauch, Rosmarin und Salbei dazugeben und 1 Minute mitdünsten.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich und duftet aromatisch, ohne stark gebräunt zu sein.
Die Hitze erhöhen. Das Kalbfleisch portionsweise in den Topf geben und rundum 6–8 Minuten anbraten, bis die Würfel leicht gebräunt sind. Bereits gebräunte Stücke kurz herausnehmen, damit das Fleisch nicht im eigenen Saft kocht.
Daran erkennst du es: Die Fleischwürfel sind rundum leicht gebräunt.
Wichtig: Spritzendes heißes Fett vorsichtig handhaben.
Das gesamte Fleisch zurück in den Topf geben. Mit dem Weißwein ablöschen und 2–3 Minuten offen einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Der kräftige Alkoholgeruch ist weitgehend verflogen und der Bratensatz hat sich gelöst.
Passierte Tomaten, 350 ml Gemüsebrühe, Salz und Pfeffer einrühren. Die Flüssigkeit soll das Fleisch knapp umgeben. Den Topf mit dem Deckel schließen und den Spezzatino bei sehr kleiner Hitze 75 Minuten sanft schmoren lassen. Während dieser Schmorzeit kann die Polenta zubereitet werden.
Daran erkennst du es: Die Sauce bewegt sich nur sanft und das Fleisch bleibt knapp von Flüssigkeit umgeben.
Die restliche Gemüsebrühe nach und nach angießen, falls der Fond zu stark einkocht. Weitere 15 Minuten schmoren, bis das Kalbfleisch weich ist und die Sauce sämig wird. Rosmarinzweig und Salbeiblätter entfernen und den Spezzatino abschmecken.
Daran erkennst du es: Das Kalbfleisch ist weich und die Sauce haftet leicht am Fleisch.
Für die Polenta das Wasser mit dem Salz in einem großen Topf aufkochen. Das Maismehl langsam unter ständigem Rühren einrieseln lassen, damit keine Klümpchen entstehen.
Wichtig: Beim Einrühren in die kochende Flüssigkeit vorsichtig arbeiten, da die Polenta spritzen kann.
Die Polenta bei niedriger Hitze 40–45 Minuten sanft quellen lassen. Dabei regelmäßig vom Topfboden lösen und rühren. Sie soll weich und cremig bleiben.
Daran erkennst du es: Die Polenta ist weich, cremig und lässt sich leicht vom Topfboden lösen.
Die Polenta auf vorgewärmte Teller verteilen und den Spezzatino mit reichlich Sauce darauf oder daneben anrichten. Sofort servieren.
Daran erkennst du es: Polenta und Spezzatino werden heiß und die Sauce ist sämig servierbereit.
Gut zu wissen
Schulter oder Hals eignen sich für die lange, sanfte Schmorzeit und bleiben bei ausreichender Flüssigkeit zart.
Feines Maismehl ergibt eine weiche, cremige Polenta. Während des Quellens regelmäßig rühren und vom Topfboden lösen.
Das Salz für Schmortopf und Polenta bleibt als getrennte Zutat erfasst, damit beide Komponenten unabhängig abgeschmeckt werden können.
Die Sauce wird weniger weinbetont und etwas milder; ein Teil der aromatischen Säure fehlt.
Den Weißwein durch 150 ml Gemüsebrühe ersetzen und die Flüssigkeit wie beschrieben einkochen lassen.
Das Soffritto schmeckt etwas fruchtiger und weniger milchig.
Die Butter durch 20 ml zusätzliches Olivenöl ersetzen und das Öl gemeinsam mit den vorhandenen 30 ml erhitzen.
Die Polenta kann etwas länger quellen müssen und wird je nach Mahlgrad körniger.
Die gleiche Menge verwenden und die Polenta so lange garen und rühren, bis sie weich und cremig ist.
Das Fleisch portionsweise anbraten und bereits gebräunte Stücke kurz herausnehmen.
Die Flüssigkeit vollständig einkochen lassen und die nächste Portion erst zugeben, wenn der Topfboden wieder heiß ist.
Nach dem Weichdünsten des Gemüses Knoblauch, Rosmarin und Salbei nur etwa 1 Minute mitdünsten.
Verbrannte Bestandteile entfernen und das Soffritto gegebenenfalls neu ansetzen.
Die restliche Brühe nur nach Bedarf angießen und die Sauce am Ende offen leicht sämig werden lassen.
Den Spezzatino einige Minuten ohne Deckel sanft weiterköcheln lassen.
Das Maismehl langsam einrieseln lassen und regelmäßig vom Boden lösen.
Die Polenta vorsichtig in einen sauberen Topf umfüllen, ohne den angebrannten Boden abzukratzen.
Die Kräuternote des Schmorfonds wird stärker hervorgehoben.
Das Gericht wird ohne Butter zubereitet und bleibt in seiner Grundstruktur erhalten.
Die Sauce wird weniger tomatenbetont und stärker vom Weißwein und der Brühe geprägt.
Den Spezzatino bis zu 24 Stunden im Voraus zubereiten, rasch abkühlen lassen und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Die Polenta möglichst frisch kochen; beim Aufwärmen mit etwas Wasser oder Brühe cremig rühren.
Spezzatino und Polenta getrennt abkühlen lassen, abdecken und im Kühlschrank aufbewahren. Die Polenta vor dem Kühlen möglichst flach einfüllen, damit sie gleichmäßig durchkühlt.
Reste nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen und vor dem Servieren vollständig erhitzen.
Häufig gefragt
Kalbfleisch aus Schulter oder Hals eignet sich besonders gut, weil diese Stücke für langsames Schmoren geeignet sind.
Ja. Die Polenta kann während der langen Schmorzeit angesetzt und fertig gegart werden, sollte aber möglichst direkt vor dem Servieren angerichtet werden.
Die restliche Brühe wird nur nach Bedarf nach und nach angegossen, wenn der Fond während des Schmorens zu stark einkocht.
Ja. Der Weißwein kann durch Gemüsebrühe ersetzt werden. Dadurch wird die Sauce milder und weniger weinbetont.
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