Arselle gründlich vorbereiten
Die Venusmuscheln werden vor dem Garen gewässert, abgespült und kontrolliert. Bereits geöffnete oder beschädigte Muscheln aussortieren; nach dem Garen geschlossene Muscheln ebenfalls nicht verwenden.
Sardinien · Reis-Timballo
Herzhafter sardischer Reis-Timballo mit Arselle, Muschelsud, Tomate und Pecorino sardo. Der al dente gegarte Reis wird mit einer saftigen Muschelfüllung geschichtet und im Ofen zu einer schnittfesten, goldbraunen Kruste gebacken.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Timballo di riso alle arselle verbindet al dente gegarten Reis mit dem salzigen Sud frischer Venusmuscheln und einer würzigen Tomatenbasis. Eier und Pecorino sardo geben der Reismasse Halt, während die gebackene Oberfläche für eine goldene Kruste sorgt.
Außen goldbraun und leicht knusprig, innen saftig und kompakt. Der Reis bleibt körnig mit sanftem Biss, während Muschelsud, Tomate und Pecorino für salzige, würzige und fein meerige Aromen sorgen.
Schritt für Schritt
Die Arselle in reichlich kaltem Salzwasser 60 Minuten wässern. Anschließend gründlich abspülen und beschädigte oder bereits geöffnete Muscheln aussortieren.
Daran erkennst du es: Die Muscheln sind abgespült und unbeschädigt.
Wichtig: Beschädigte oder bereits geöffnete Muscheln nicht verwenden.
Eine Knoblauchzehe leicht andrücken. Die Hälfte des Olivenöls in einem großen Topf erhitzen, den Knoblauch kurz anrösten und die Arselle dazugeben. Mit dem Weißwein ablöschen, den Topf abdecken und die Muscheln 4 bis 5 Minuten garen, bis sie sich öffnen.
Daran erkennst du es: Die Schalen haben sich geöffnet.
Wichtig: Nicht geöffnete Muscheln nach dem Garen entsorgen.
Die geöffneten Muscheln aus dem Topf nehmen. Nicht geöffnete Muscheln entsorgen. Das Kochwasser durch ein sehr feines Sieb oder ein mit einem sauberen Tuch ausgelegtes Sieb gießen und 200 ml davon abmessen. Das Muschelfleisch aus den Schalen lösen und beiseitestellen.
Daran erkennst du es: 200 ml klarer, abgesiebter Muschelsud sind abgemessen und das Muschelfleisch ist ausgelöst.
Wichtig: Schalenreste und nicht geöffnete Muscheln sorgfältig aussortieren.
Die Zwiebel und die zweite Knoblauchzehe fein hacken. Das restliche Olivenöl in einem breiten Topf erhitzen und beides bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Die passierten Tomaten einrühren und 10 Minuten sanft einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Tomatenbasis ist leicht eingedickt und duftet aromatisch.
Den aufgefangenen Muschelsud und den Fischfond oder die Gemüsebrühe zur Tomatensauce geben. Mit wenig Salz und schwarzem Pfeffer würzen und alles aufkochen lassen. Den Reis einstreuen und unter gelegentlichem Rühren 14 bis 16 Minuten garen. Er soll noch Biss haben und etwas feuchter sein als ein fertig servierbares Risotto.
Daran erkennst du es: Der Reis ist al dente und noch etwas feuchter als ein servierfertiges Risotto.
Den Topf vom Herd nehmen und den Reis etwa 15 Minuten abkühlen lassen. Eier, Pecorino sardo und Petersilie verquirlen. Die Mischung unter den lauwarmen Reis rühren und anschließend etwa zwei Drittel des Muschelfleischs vorsichtig unterheben.
Daran erkennst du es: Die Reismasse ist lauwarm, gebunden und lässt sich verstreichen.
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Form mit Butter ausstreichen und mit etwa 25 g Semmelbröseln ausstreuen. Die Hälfte der Reismasse einfüllen und glatt streichen. Das übrige Muschelfleisch darauf verteilen und mit der restlichen Reismasse bedecken.
Daran erkennst du es: Die Muscheln liegen gleichmäßig zwischen zwei Reisschichten.
Die Oberfläche mit den restlichen Semmelbröseln bestreuen und mit kleinen Butterflöckchen belegen. Den Timballo 35 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun und die Masse wirkt gesetzt.
Den Timballo aus dem Ofen nehmen und 15 Minuten ruhen lassen. Vorsichtig aus der Form lösen, in Stücke schneiden und warm servieren.
Daran erkennst du es: Der Timballo lässt sich in saubere Stücke schneiden.
Gut zu wissen
Die Venusmuscheln werden vor dem Garen gewässert, abgespült und kontrolliert. Bereits geöffnete oder beschädigte Muscheln aussortieren; nach dem Garen geschlossene Muscheln ebenfalls nicht verwenden.
Carnaroli und Arborio behalten beim Garen ausreichend Struktur und eignen sich deshalb für die gebackene, schnittfeste Reismasse.
Pecorino sardo bringt eine würzige, aber feinere Käsenote ein. Milder Pecorino Romano ist als Ersatz möglich und schmeckt etwas salziger und direkter.
Der Timballo schmeckt etwas weniger fischig und der Muschelgeschmack tritt stärker hervor.
Die Gemüsebrühe in derselben Menge wie den Fischfond verwenden.
Die Füllung wird kräftiger und weniger fein im Geschmack.
Die Miesmuscheln nach demselben Verfahren wässern, garen, auslösen und in den Timballo schichten.
Die Würze wird etwas salziger und direkter.
Den Pecorino Romano fein reiben und in derselben Menge unter die lauwarme Reismasse rühren.
Vor dem Garen beschädigte und bereits geöffnete Muscheln aussortieren und nach dem Garen alle geschlossenen Muscheln entsorgen.
Den Reis nur al dente garen und etwas feuchter lassen als zum direkten Servieren.
Den Reis etwa 15 Minuten abkühlen lassen, bis er nur noch lauwarm ist.
Den Timballo 15 Minuten in der Form ruhen lassen, bevor er gelöst und geschnitten wird.
Falls die Stücke noch weich wirken, einige Minuten länger ruhen lassen und vorsichtiger schneiden.
Kleine Miesmuscheln ersetzen die Arselle. Die Füllung erhält dadurch einen kräftigeren und weniger feinen Geschmack.
Milder Pecorino Romano ersetzt den Pecorino sardo und bringt eine etwas salzigere, direktere Würze ein.
Häufig gefragt
Arselle sind kleine Venusmuscheln. Für dieses Rezept werden sie frisch in der Schale gegart, anschließend ausgelöst und als Füllung verwendet.
Ja. Beide Reissorten eignen sich für die Reismasse und behalten beim Garen ausreichend Struktur.
Ja. Eine milde Gemüsebrühe funktioniert in derselben Menge. Der Timballo schmeckt dann weniger fischig und der Muschelgeschmack tritt stärker hervor.
Die 15-minütige Ruhezeit stabilisiert die gebackene Reismasse und erleichtert das Lösen aus der Form sowie das Schneiden.
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