Simbua incasada

Sardische Hartweizengrieß-Polenta

Cremige südsardische Semola aus grobem Hartweizengrieß mit würzigem Tomatensugo, Lardo und geriebenem Pecorino Sardo.

Zum Rezept
Simbua incasada: cremige Semola aus Sardinien
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 30 Minuten
Gesamtzeit ca. 35 Minuten
Menge Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Breie
Prägende Zutatenfamilie Gemüse, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Semola wird langsam gegart und regelmäßig gerührt, dadurch entsteht eine cremige, zusammenhängende Konsistenz ohne harte Körner.
  • Lardo und Olivenöl bilden eine aromatische Grundlage für den sanft gedünsteten Sugo.
  • Tomate, Basilikum und Pecorino bringen Säure, Würze und salzige Tiefe zur milden Semola.
  • Das Anrichten in rustikalen Löffelportionen verbindet die cremige Textur mit dem warmen Sugo und dem schmelzenden Käse.

Simbua incasada ist eine rustikale Spezialität aus Sardinien: Grober Hartweizengrieß wird langsam zu einer dicken, cremigen Semola gegart und anschließend mit Löffelportionen auf einer vorgewärmten Platte angerichtet. Warmer Tomatensugo, Lardo und halbgereifter Pecorino Sardo geben dem Gericht herzhafte Würze und sardischen Charakter.

Die Semola ist dick, cremig und leicht körnig. Der Tomatensugo schmeckt würzig und fruchtig, während Lardo für herzhafte Tiefe und der geriebene Pecorino für eine kräftige, leicht salzige Käsenote sorgen.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Lardo und Zwiebel anschwitzen

    Lardo und Olivenöl in einem breiten Topf bei niedriger bis mittlerer Hitze erwärmen. Die Zwiebel dazugeben und etwa 5 Minuten glasig dünsten, ohne sie stark zu bräunen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist glasig und weich, aber kaum gebräunt.

    • Die niedrige bis mittlere Hitze hält das Aroma des Lardo klar und verhindert, dass die Zwiebel zu dunkel wird.
  2. Tomatensugo köcheln

    Die gehackten Tomaten, Basilikumblätter und eine Prise Salz einrühren. Den Sugo bei kleiner Hitze etwa 20 Minuten offen köcheln lassen, bis er leicht eingedickt ist. Währenddessen die Semola vorbereiten. Die Basilikumblätter anschließend entfernen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Sugo ist leicht eingedickt, aber noch gut über die Semola verteilbar.

    • Der Sugo kann offen einkochen, während im zweiten Topf das Wasser für die Semola aufkocht.
  3. Semola einrieseln lassen

    Während der Sugo köchelt, das Wasser in einem zweiten, schweren Topf aufkochen und mit 8 g Salz würzen. Den Hartweizengrieß langsam im dünnen Strahl einrieseln lassen und dabei ununterbrochen mit einem Holzlöffel rühren.

    Daran erkennst du es: Der Grieß ist gleichmäßig verteilt und die Masse beginnt anzudicken.

    • Das langsame Einrieseln und ununterbrochene Rühren verhindert Klümpchen.

    Wichtig: Beim Einrieseln in kochendes Wasser vorsichtig arbeiten, da spritzende Flüssigkeit Verbrühungen verursachen kann.

  4. Semola cremig garen

    Die Semola bei kleiner Hitze etwa 25 Minuten garen. Regelmäßig vom Topfboden lösen und rühren, bis eine dicke, cremige Masse ohne harte Körner entsteht. Falls sie zu fest wird, esslöffelweise etwas heißes Wasser einarbeiten.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Semola ist dick und cremig; beim Rühren sind keine harten Körner mehr spürbar.

    • Regelmäßiges Rühren löst die Semola vom Topfboden und sorgt für eine gleichmäßige Konsistenz.
    • Nur bei Bedarf heißes Wasser einarbeiten, damit die Masse nicht zu dünn wird.

    Wichtig: Die dicke Semola kann beim Rühren spritzen; langsam und mit genügend Abstand arbeiten.

  5. Anrichten und servieren

    Die fertige Semola mit einem Esslöffel in vier bis sechs große, rustikale Portionen auf eine vorgewärmte Servierplatte setzen. Den warmen Tomatensugo darüber verteilen und mit dem geriebenen Pecorino bestreuen.

    Daran erkennst du es: Die Semola steht als dicke Löffelportion auf der Platte und ist vollständig mit warmem Sugo und Pecorino angerichtet.

    • Die Servierplatte vor dem Anrichten vorzuwärmen hilft, die Semola und den Sugo warm zu halten.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Sugo und Semola parallel zubereiten: Der Sugo kann während des Kochens der Semola bei kleiner Hitze weiterköcheln. So bleibt die Gesamtzeit bei ungefähr 35 Minuten, obwohl beide Zubereitungen eigene Garphasen haben.
  • Regelmäßig rühren: Besonders beim Einrieseln des Grießes und während der ersten Garphase ist kontinuierliches beziehungsweise regelmäßiges Rühren entscheidend für eine glatte, cremige Masse ohne harte Körner.

Zutatenwissen

Semola grossa

Grober italienischer Hartweizengrieß sorgt für eine leicht körnige, rustikale Textur. Grober Hartweizengrieß ist eine praktikable Alternative, die Konsistenz wird meist etwas weniger körnig.

Lardo

Lardo ist luftgereifter Rückenspeck und gibt dem Sugo eine herzhafte, runde Würze. Er ist besonders bei italienischen Metzgereien und in gut sortierten Feinkostabteilungen erhältlich.

Pecorino Sardo

Halbgereifter Pecorino Sardo bringt eine kräftige, leicht salzige Käsenote ein. Je nach Reifegrad kann ein anderer halbgereifter Pecorino milder oder würziger ausfallen.

Sinnvolle Alternativen

Grober Hartweizengrieß

Die Semola wird meist etwas weniger körnig, bleibt aber cremig und formbar.

Semola grossa im gleichen Mengenverhältnis durch groben Hartweizengrieß ersetzen und die Semola weiterhin langsam einrieseln lassen und gründlich rühren.

Pancetta dolce

Der Sugo schmeckt fleischiger und meist salziger.

Pancetta dolce fein würfeln und wie den Lardo gemeinsam mit dem Olivenöl erwärmen. Den zusätzlichen Salzbedarf im Sugo anschließend prüfen.

Anderer halbgereifter Pecorino

Die Würze kann je nach Reifegrad milder oder kräftiger ausfallen.

Den Käse fein reiben und in gleicher Menge über die warme Semola geben.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Semola enthält Klümpchen oder harte Körner.

Den Hartweizengrieß langsam im dünnen Strahl einrieseln lassen und dabei ununterbrochen rühren. Während des Garens regelmäßig vom Topfboden lösen.

Die Semola bei kleiner Hitze weitergaren und gründlich rühren. Bei zu fester Konsistenz esslöffelweise heißes Wasser einarbeiten.

Die Zwiebel ist stark gebräunt und überdeckt den Geschmack des Sugo.

Lardo und Olivenöl nur bei niedriger bis mittlerer Hitze erwärmen und die Zwiebel etwa 5 Minuten glasig dünsten.

Der Sugo lässt sich nicht mehr gleichmäßig über die Semola verteilen.

Den Sugo nur leicht eindicken lassen und während des Köchelns gelegentlich prüfen.

Etwas heißes Wasser einrühren, bis der Sugo wieder streich- und verteilbar ist.

Servieren und kombinieren

  • Rustikal auf der Servierplatte: Die Semola direkt nach dem Garen in vier bis sechs große Löffelportionen auf eine vorgewärmte Platte setzen, mit warmem Sugo überziehen und Pecorino darüberreiben.
  • Pecorino frisch darüberreiben: Den Pecorino erst beim Anrichten fein reiben und unmittelbar auf den warmen Sugo geben. So bleibt sein Aroma besonders deutlich und die Käsenote verbindet sich mit der cremigen Semola.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten: enthält · Der Hartweizengrieß wird aus Weizen hergestellt und enthält Gluten.
  • Milch: enthält · Pecorino Sardo ist ein Käse aus Schafsmilch.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich statt Semola grossa normalen groben Hartweizengrieß verwenden?

Ja. Grober Hartweizengrieß eignet sich als Ersatz, die fertige Semola wird meist etwas weniger körnig.

Wie viele Portionen ergeben sich aus dem Rezept?

Das Rezept ist für 4 Portionen ausgelegt. Zum Servieren wird die Semola in vier bis sechs großen, rustikalen Löffelportionen auf einer vorgewärmten Platte angerichtet.

Was kann Lardo ersetzen?

Pancetta dolce kann Lardo ersetzen. Der Sugo schmeckt dadurch fleischiger und meist salziger, deshalb sollte der zusätzliche Salzbedarf geprüft werden.

Wann werden die Basilikumblätter entfernt?

Die Basilikumblätter köcheln im Sugo mit und werden nach der etwa 20-minütigen Kochzeit vor dem Anrichten entfernt.

Aus unserer Küche

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