Roccocò napoletani aus Kampanien

Gewürzte Mandelringe

Flache, knusprige Mandelringe aus festem Teig mit kandierter Orangenschale, Zitrusschale, Pisto und Honig. Die Roccocò werden goldbraun gebacken und traditionell gern in Dessertwein oder Likör getunkt.

Zum Rezept
Roccocò napoletani aus Kampanien
Vorbereitung 45 Minuten
Kochen / Backen 36 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 80 Minuten
Gesamtzeit ca. 2 Std. 41 Min.
Menge 16 Stück
Gerichtsform und Gerichtsart Kekse und kleine trockene Süßgebäcke
Prägende Zutatenfamilie Kräuter und Gewürze, Nüsse und Samen, Obst, Weizen, Zucker und Süßungsmittel
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Rösten und Ofenbraten
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Anlasskontext Feierlicher Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Geröstete Mandeln bringen ein kräftiges Nussaroma und zusätzlichen Biss in den festen Teig.
  • Pisto, Zitrusschalen und kandierte Orange verbinden warme Gewürznoten mit frischer, bittersüßer Zitrusaromatik.
  • Das Backen bei 170 °C gibt den flachen Ringen ihre tiefe goldbraune Farbe und trockene, knusprige Struktur.

Roccocò napoletani sind ein eigenständiges kampanisches Mandel-Gewürzgebäck in Ringform. Kandierte Orange, frisch abgeriebene Zitrusschale und das warme Aroma des Pisto prägen die flachen, kräftig gebackenen Ringe. Nach dem Abkühlen werden sie fester und besonders knusprig.

Außen sind die Ringe tief goldbraun, fest und knusprig. Im Biss zeigen sich grob gehackte Mandeln, während kandierte Orange und Zitrusschale fruchtige Akzente setzen. Pisto sorgt für ein warmes, würziges Aroma; Dessertwein oder Likör bringt beim Tunken eine weiche, aromatische Ergänzung.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Mandeln rösten

    Die Mandeln auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen und im auf 180 °C statisch vorgeheizten Ofen 5 Minuten rösten. Herausnehmen, vollständig abkühlen lassen und grob hacken.

    5 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die Mandeln sind leicht geröstet, ohne dunkel zu werden.

    • Die Mandeln erst vollständig abkühlen lassen, bevor sie gehackt und mit dem Teig vermischt werden.

    Wichtig: Blech und Mandeln sind direkt nach dem Rösten heiß.

  2. Trockene Zutaten vermischen

    Mehl, Zucker, Pisto, Ammoniumbicarbonat, Salz und schwarzen Pfeffer in einer großen Schüssel vermischen. Mandeln, kandierte Orangenschale sowie die abgeriebenen Zitrusschalen dazugeben.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zutaten sind gleichmäßig verteilt.

    • Die Gewürze gründlich unter das Mehl mischen, damit sie sich im festen Teig gleichmäßig verteilen.
  3. Teig herstellen

    Mandarinen-Orangen-Saft, Wasser und Honig verrühren. Die Flüssigkeit nach und nach zu den trockenen Zutaten geben und alles zu einem festen, glatten Teig verkneten. Etwa 5–7 Minuten arbeiten, bis keine trockenen Stellen mehr vorhanden sind.

    7 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist fest und glatt, ohne trockene Stellen.

    • Die Flüssigkeit portionsweise einarbeiten. So lässt sich die feste Teigkonsistenz besser kontrollieren.
  4. Teig ruhen lassen

    Den Teig abdecken und bei Raumtemperatur 60 Minuten ruhen lassen.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Ruhezeit ist vollständig eingehalten.

    • Die Ruhezeit gehört zur Teigführung und sollte nicht übersprungen werden.
  5. Ringe formen

    Den Backofen auf 170 °C statisch vorheizen. Den Teig in 16 gleich große Portionen von jeweils etwa 80 g teilen. Jede Portion zu einem etwa 18 cm langen Strang rollen, zu einem Ring schließen und leicht flach drücken. Die Öffnung sollte etwa 2–3 cm breit sein.

    20 Minuten 170 °C

    Daran erkennst du es: Die Ringe sind gleichmäßig geformt und leicht flach gedrückt.

    • Gleich große Portionen sorgen für eine möglichst gleichmäßige Backzeit.
  6. Ringe auflegen und bestreichen

    Die Ringe auf zwei mit Backpapier belegte Bleche legen. Das Ei verquirlen und die Oberfläche dünn damit bestreichen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Alle Ringe sind dünn und gleichmäßig mit Ei bestrichen.

    • Die Eistreiche dünn auftragen, damit die Oberfläche gleichmäßig bräunt.
  7. Roccocò backen

    Die Bleche nacheinander jeweils 15–18 Minuten backen, bis die Roccocò tief goldbraun sind. Sie dürfen kräftig Farbe annehmen, sollen aber nicht dunkel verbrennen.

    36 Minuten 170 °C

    Daran erkennst du es: Die Ringe sind tief goldbraun und kräftig gebacken, aber nicht dunkel verbrannt.

    • Bei zwei Blechen die Backzeit für jedes Blech separat beachten.

    Wichtig: Ofen und Bleche sind heiß; beim Wechseln der Bleche vorsichtig arbeiten.

  8. Auskühlen lassen

    Die Ringe 5 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter setzen und weitere 20 Minuten auskühlen lassen. Beim Abkühlen werden sie fester.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Ringe sind abgekühlt und fest geworden.

    • Die Roccocò erst nach der kurzen Ruhe auf dem Blech auf das Kuchengitter setzen, damit sie nicht brechen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Mandeln vollständig abkühlen lassen: Die gerösteten Mandeln vor dem Hacken und Vermischen vollständig abkühlen lassen. So bleibt der Teig stabil und die Mandeln behalten ihren nussigen Biss.
  • Backbleche nacheinander backen: Die beiden Bleche werden nacheinander gebacken. Für jedes Blech gelten 15–18 Minuten Backzeit; die Gesamtbackzeit verlängert sich dadurch entsprechend.
  • Die Struktur entsteht beim Abkühlen: Die Roccocò werden beim Abkühlen fester. Deshalb die vollständige Abkühlzeit einhalten, bevor sie serviert oder bewegt werden.

Zutatenwissen

Pisto napoletano

Pisto napoletano gibt den Roccocò ihr warmes, würziges Aroma. Die Gewürzmischung ist im italienischen Feinkosthandel oder in gut sortierten Gewürzläden erhältlich.

Ammoniumbicarbonat für Gebäck

Ammoniumbicarbonat, auch Hirschhornsalz genannt, wird für die typische trocken-knusprige Struktur und den charakteristischen Duft der Roccocò verwendet. Es ist meist im Backregal, im Backfachhandel oder im italienischen Feinkosthandel erhältlich.

Zitruskomponente

Kandierte Orangenschale, Mandarinen-Orangen-Saft und frisch abgeriebene Zitrusschale geben dem Gebäck seine fruchtige, bittersüße Zitrusnote.

Sinnvolle Alternativen

Gewürzmischung aus Zimt, gemahlenen Nelken, Muskat, weißem Pfeffer und gemahlenem Sternanis

Das Aroma wird etwas pfeffriger und weniger rund als mit Pisto napoletano.

Die Gewürze gründlich mischen und anstelle des Pisto verwenden.

Backpulver

Die Roccocò werden etwas weniger trocken-knusprig; auch ihr typischer Duft verändert sich.

Das Ammoniumbicarbonat durch 6 g Backpulver ersetzen und dieses mit den trockenen Zutaten vermischen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Roccocò werden sehr dunkel oder verbrennen an der Oberfläche.

Die Ringe bei 170 °C statisch backen und ab 15 Minuten regelmäßig prüfen. Sie dürfen tief goldbraun, aber nicht dunkel verbrannt sein.

Sehr dunkle Stellen nach dem Abkühlen vorsichtig entfernen.

Der Teig bleibt krümelig und lässt sich nicht glatt verkneten.

Saft, Wasser und Honig nach und nach zu den trockenen Zutaten geben und den Teig 5–7 Minuten bearbeiten.

Den Teig weiterkneten, bevor zusätzliche Flüssigkeit zugegeben wird.

Die geformten Ringe reißen beim Schließen oder Umsetzen.

Den Teig glatt und ohne trockene Stellen verkneten und die Stränge gleichmäßig formen.

Risse vorsichtig zusammendrücken und den Ring anschließend leicht flach drücken.

Die Roccocò wirken direkt nach dem Backen noch weich.

Die Ringe zunächst 5 Minuten auf dem Blech und anschließend 20 Minuten auf dem Kuchengitter auskühlen lassen.

Die Ringe vollständig auf dem Kuchengitter auskühlen lassen.

Varianten

Roccocò mit selbst gemischter Gewürzalternative

Wenn kein Pisto napoletano verfügbar ist, kann eine Mischung aus Zimt, Nelken, Muskat, weißem Pfeffer und Sternanis verwendet werden.

Roccocò mit Backpulver

Ammoniumbicarbonat kann durch Backpulver ersetzt werden. Das Ergebnis wird etwas weniger trocken-knusprig und duftet anders.

Servieren und kombinieren

  • Mit Dessertwein tunken: Die festen Roccocò zum klassischen Genuss in Dessertwein tunken. Dadurch wird der knusprige Ring aromatischer und etwas weicher.
  • Mit Likör servieren: Alternativ lassen sich die Roccocò in Likör tunken. Die warmen Gewürz- und Zitrusnoten harmonieren besonders gut mit einem aromatischen, süßen Begleiter.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl Type 405.
  • Schalenfrüchte (Mandeln): enthält · Das Rezept enthält Mandeln mit Haut.
  • Ei: enthält · Das Rezept enthält ein Ei zum Bestreichen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist Pisto napoletano?

Pisto napoletano ist eine neapolitanische Gewürzmischung. Sie gibt den Roccocò ihr warmes, würziges Aroma und ist im italienischen Feinkosthandel oder in gut sortierten Gewürzläden erhältlich.

Kann ich Pisto napoletano ersetzen?

Ja. Als Ersatz kannst du 4 g Zimt, 2 g gemahlene Nelken, 2 g Muskat, 1 g weißen Pfeffer und 1 g gemahlenen Sternanis mischen. Das Aroma wird etwas pfeffriger und weniger rund.

Was kann ich statt Ammoniumbicarbonat verwenden?

Du kannst 3 g Ammoniumbicarbonat durch 6 g Backpulver ersetzen. Die Roccocò werden dann etwas weniger trocken-knusprig und ihr typischer Duft verändert sich.

Warum werden die Bleche nacheinander gebacken?

Die Rezeptmenge ergibt zwei Bleche. Jedes Blech wird separat 15–18 Minuten gebacken, damit die Roccocò gleichmäßig Farbe annehmen.

Aus unserer Küche

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